Bitcoin: Wenn Wall Street liefert, fließen Billionen! Prognose: Kurs auf 840.000 $
Was passiert, wenn Wall Street ihre eigenen Bitcoin-Empfehlungen umsetzt? River rechnet mit Billionen-Zuflüssen und einem BTC-Kurs bis 840.000 $.
Bitcoin auf 840.000 $? Eine neue River-Prognose zeigt, wie Billionen von Wall-Street-Anlegern den BTC-Kurs in drei Jahren treiben könnten.
Foto: Smarterpix / VitalikRadko
Sie sind endgültig vorbei – die Zeiten, in denen Großbanken vor Bitcoin warnen: Von JPMorgan bis Fidelity empfehlen die größten Häuser der Wall Street ihren Kunden inzwischen eine feste Bitcoin-Quote – der Rat geht an kapitalstarke Investoren, die Billionen kontrollieren. Was passiert, wenn das Geld zu fließen beginnt? Der große US-Bitcoin-Broker River hat es in einer neuen Prognose durchgerechnet und kommt auf ein irres Preisziel: 840.000 $ pro Bitcoin – schon in drei Jahren könnte es soweit sein. Wie soll das gehen?
Wall Street kippt: Alle empfehlen plötzlich Bitcoin
Der Sinneswandel ist bemerkenswert: Jahrelang haben die großen Banken ihre Kunden von Bitcoin ferngehalten, Crash-Szenarien skizziert und den Worst Case beschworen – heute bauen sie eigene BTC-Produkte und sprechen konkrete Empfehlungen aus. River, einer der größten Bitcoin-Broker der USA, zu dessen Investoren auch Tech-Milliardär Peter Thiel gehört, trägt die prominenten Empfehlungen nun in einer neuen Prognose zusammen – und berechnet daraus den möglichen Bitcoin-Kurs. Die Liste der Pro-Bitcoin-Banken liest sich dabei wie ein Who’s who der Finanz-Elite:
| Institut | Empfohlene Bitcoin-Allokation |
| JPMorgan | bis 1 % |
| WisdomTree | 1 bis 2 % |
| BlackRock | 1 bis 2 % |
| VanEck | 1 bis 3 % |
| Bank of America | 1 bis 4 % |
| Morgan Stanley | 2 bis 4 % |
| Charles Schwab | 1 bis 5 % |
| Fidelity | 2 bis 5 % |
| BBVA | 3 bis 7 % |
| River selbst | mindestens 10 % |
Brisant daran: Die Empfehlungen existieren, die Umsetzung hinkt aber hinterher. So halten laut River zwar 29 der 30 größten US-Vermögensverwalter inzwischen Bitcoin – bei der Hälfte von ihnen liegt die Quote jedoch bei mageren 0,10 % oder darunter. Über alle US-Anlageberater hinweg sind es sogar nur 0,008 %. Und genau diese Lücke ist bullish: Die größten Finanzinstitute der Welt würden den Menschen zum Kauf eines Vermögenswerts raten, den fast niemand besitzt. „Steigende Nachfrage nach einem Gut mit festem Angebot lässt sich nur auf eine Weise auflösen: über den Preis“, schreibt River in der Prognose.
Bitcoin-Kurs: Das Geld kommt zurück
Erste Anzeichen dafür gibt es bereits. Bitcoin (BTC) notiert aktuell bei rund 78.000 $ – noch immer knapp -38 % unter dem Allzeithoch von 126.080 $, aber deutlich über dem Tief von 58.000 $. Der Grund: Die Profis kaufen wieder. Im August sind laut Bloomberg rund 3,5 Milliarden $ in die US-Bitcoin-ETFs geflossen – der größte Monatszufluss seit mehr als einem Jahr.
Auch bei den Vermögensplanern dreht sich das Bild: Laut einer Umfrage des Vermögensverwalters Bitwise ist der Anteil der US-Finanzberater, die ihren Kunden Krypto ins Depot legen, von 22 % im Jahr 2024 auf 32 % im Jahr 2025 gestiegen – weitere 56 % planen den Einstieg. Doch was bedeutet das konkret für den Bitcoin-Kurs? Die Prognose von River liefert Antworten.
So rechnet River: Billionen-Zuflüsse mal drei
Relevant für die Analyse sind zwei Faktoren. Erstens: Wie viel Geld fließt? River nimmt an, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren 20 bis 40 % aller Anlageportfolios weltweit eine Bitcoin-Quote von 2 bis 4 % aufbauen – also im Rahmen dessen, was die Banken ohnehin empfehlen. Gemessen am globalen Finanzvermögen von rund 333 Billionen $ ergeben sich Nettozuflüsse von 1,3 bis 5,3 Billionen $.
Zweitens: Wie stark bewegt jeder $ den Kurs? Weil Bitcoin-Besitzer bei steigenden Preisen nicht automatisch verkaufen, steigt der Marktwert stärker als der Zufluss selbst. Zum Vergleich: Bei US-Aktien liegt der Multiplikator bei etwa fünf – River rechnet bei Bitcoin konservativ mit dem Faktor drei. Daraus ergibt sich:
| Bitcoin-Quote | Anteil in Portfolios | Nettozufluss | Marktwert Bitcoin | Preis je Bitcoin |
| 2 % | 20 % | 1,3 Billionen $ | 5,5 Billionen $ | ca. 250.000 $ |
| 4 % | 40 % | 5,3 Billionen $ | 17,5 Billionen $ | ca. 840.000 $ |
| 10 %* | 20 bis 40 % | 6,7 bis 13,3 Bio. $ | 20 bis 40 Bio. $ | Bis 1,9 Mio. $ |
„Das entspricht grob 250.000 bis 840.000 $ pro Coin – wobei das untere Ende nichts weiter voraussetzt, als dass das aktuelle Adoptionstempo anhält“, so die Autoren der Prognose. Selbst das Basisszenario bedeutet also mehr als eine Verdreifachung vom heutigen Niveau. Und würden Anleger tatsächlich Rivers eigener Empfehlung von 10 % folgen, läge der rechnerische Preis schnurstracks jenseits der Million – eine Zahl, die der Broker wohlweislich nicht selbst in den Raum stellt.
Was man berücksichtigen sollte
Ein Detail sollte man bei aller Freudseligkeit nicht vergessen: River verdient sein Geld mit dem Verkauf von Bitcoin – höhere Quoten bedeuten höhere Umsätze. Der Broker räumt zudem selbst ein, dass sein Modell auf einfachen Annahmen beruht, die nicht zutreffen müssen: Die Zuflüsse könnten hinter den Erwartungen zurückbleiben – oder sie übertreffen.
Auch die 10 %-Empfehlung beruht auf einer These, denn: River hält das klassische Depot aus 60 % Aktien und 40 % Anleihen für ein Relikt aus Zeiten niedriger Inflation und geringer Staatsverschuldung. „Wer diesem Modell noch folgt, geht ein weit größeres Risiko ein, als ihm bewusst ist“, warnt die Analyse.
All das zeigt: Die Finanzlandschaft verändert sich rasant – von der Wall Street bis zur Geldpolitik, vom Sparer bis zum Großanleger. Bitcoin fungiert dabei als Fels in der Brandung, wie auch River konstatiert: „Eines bleibt gleich: Das Bitcoin-Protokoll arbeitet weiterhin so, wie es vor 18 Jahren ursprünglich entworfen wurde. Bitcoin ist nach wie vor die transparenteste und knappste Form von Geld, die je geschaffen worden ist – und seine Verbreitung schreitet in stetigem Tempo voran.“
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