Krypto-News 20.08.2026, 12:30 Uhr

Bitcoin explodiert: Trump kündigt Milliarden-Käufe an – doch ein Risiko bleibt

Trump will „erhebliche Mengen“ Bitcoin kaufen. Der Kurs reagiert mit einem Sprung über 70.000 Dollar – doch die Rally bleibt riskant.

steigende Kurve bei Bitcoin

Bitcoin legt nach Trumps Krypto-Ansage kräftig zu. Doch trotz Kursen über 70.000 Dollar rechnen einige Analysten mit einer neuen Korrektur.

Foto: Smarterpix / phongphan

Ausnahmezustand an den Krypto-Märkten: Der „Crypto Summit“ im Weißen Haus ist vorbei – und gilt bereits als das bullishste Ereignis der letzten Jahre. US-Präsident Donald Trump erklärt den „Krieg gegen Krypto“ für beendet, kündigt gleichzeitig an: Die USA wollen „erhebliche Mengen“ Bitcoin kaufen. Die Kurse reagieren prompt: Bitcoin (BTC) pumpt über 70.000 Dollar, Ethereum (ETH) geht mit fast +20% ebenfalls durch die Decke. Nur ein Strohfeuer – oder beginnt jetzt der Bullrun?

Milliarden für Bitcoin: Trump macht ernst

Was für eine Ansage aus dem Weißen Haus: Die Vereinigten Staaten wollen „erhebliche Mengen Bitcoin kaufen“, betont Trump auf dem Krypto-Gipfel – und versetzt die Branche damit in Ekstase. Mehr noch: Gleichzeitig drängt der US-Präsident darauf, endlich den CLARITY Act zu verabschieden – jenes Gesetz, das klare Zuständigkeiten bei der Regulierung digitaler Assets schaffen soll.

Sein erklärtes Ziel: die USA zum weltweit führenden Krypto-Standort zu machen. Sogar die Dezentrale Börse Hyperliquid (HYPE) wird gepusht: Trump fordert das Team auf, in die USA zu kommen. Der Kurs: +23,03% in 24 Stunden. Die wohl wichtigste Botschaft des Abends aber lautet: „Der Krieg gegen Krypto“ ist vorbei. Diesmal wirklich?

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Bitcoin sorgt mal wieder für Rekorde

An den Märkten sorgt der Krypto-Gipfel jedenfalls bereits für kräftige Gewinne. So konnte Bitcoin über Nacht um +10,69% auf 71.127 Dollar steigen, Ethereum hingegen pumpt mit +17,17% auf satte 2.247 Dollar – ein neues Mehrmonatshoch. Der Sprung über die 70.000er-Marke hat dabei historische Nebenwirkungen: „Man kann nicht genug betonen, wie verrückt das ist“, kommentiert etwa der pseudonyme Top-Analyst Byzantine General – Bitcoins Kurs-Explosion habe tatsächlich zur größten täglichen Short-Liquidation in der Geschichte der Kryptowährung geführt.

Vereinfacht gesagt: Die Wette auf fallende Kurse drängt viele Anleger gnadenlos aus dem Markt. Der Mechanismus dahinter wirkt wie ein Brandbeschleuniger: Platzen Short-Positionen, müssen die Wetten per Rückkauf glattgestellt werden – zusätzlicher Kaufdruck, der die Rallye weiter anheizt.

In puncto prozentualer Tagesanstieg heißt der Gewinner der Krypto-Konferenz allerdings Hyperliquid: Der DEX-Token (HYPE, +23,37%) klettert nach Trumps Einladung über Nacht auf 71,86 Dollar. Natürlich bekommt auch Trumps eigener Memecoin OFFICIAL TRUMP (TRUMP) das Momentum zu spüren und legt ordentlich zu (+17,05%). Preis: 1,64 Dollar und damit noch satte -97,82% unter seinem Allzeithoch von 75,35 Dollar.

Coinbase-CEO: Ab Oktober startet der Bullrun

Kurzum: Die Märkte erstrahlen in frischem Grün – viele Analysten und Experten blicken nun auf den Start eines neuen Bullenmarkts. Brian Armstrong etwa, CEO von Coinbase, der weltgrößten Kryptobörse, durfte auf dem „Crypto Summit“ direkt neben Trump sprechen – und schreibt nun in einer aktuellen Prognose: Ab Oktober geht es los, dann beginnt der nächste Bullrun.

Armstrong muss es wissen: Kaum ein Unternehmen profitiert so direkt von erstarkendem Momentum wie seine Börse – und kaum jemand hat die Regulierungsdebatte in Washington so lange begleitet wie der Coinbase-Boss.

Bearishe Prognose: Kommt vor der Rally noch ein Crash?

Noch ist allerdings nicht jeder überzeugt – zu oft haben sich die Kurse zuletzt explosiv nach oben bewegt, um anschließend umso heftiger zu fallen. Vieles ist im Ungefähren. Beispiel CLARITY Act: Nicht nur Experten, auch die Prediction Markets halten eine Verabschiedung im Jahr 2026 für unwahrscheinlich. Kleine Babyschritte: ja – finales Gesetz: nein.

Kommen die Kurse also wieder runter? Das legt der populäre Chartist und Nuklearingenieur Benjamin Cowen nahe. In einer neuen Prognose erläutert der US-Analyst mit mehr als 1,2 Millionen Followern auf X: Er glaubt eher nicht, dass Bitcoin ab jetzt einfach weitersteigt.

Der Rücksetzer auf 58.500 Dollar könnte zwar die Talsohle gewesen sein – bestätigt sieht Cowen das bislang aber nicht. Wahrscheinlicher sei baldige Schwäche, eine erneute Korrektur – und dann der Fall aufs endgültige Tief im vierten Quartal. Der aktuelle Pump – demnach nur ein Vorgeschmack. Oder, anders formuliert: Ganz gleich, welcher Bitcoin-Prognose man nun glauben mag – die Bullen scharren schon mit den Hufen.

Ein Beitrag von:

  • Jannis Grunewald

    Jannis Grunewald ist Autor mit Fokus auf Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. Er schreibt News, Analysen und Prognosen über digitale Assets und beschäftigt sich mit den Entwicklungen der Branche. Außerdem schreibt er über Technik und Innovationen.

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