Bitcoin explodiert: Trump kündigt Milliarden-Käufe an – doch ein Risiko bleibt
Trump will „erhebliche Mengen“ Bitcoin kaufen. Der Kurs reagiert mit einem Sprung über 70.000 Dollar – doch die Rally bleibt riskant.
Bitcoin legt nach Trumps Krypto-Ansage kräftig zu. Doch trotz Kursen über 70.000 Dollar rechnen einige Analysten mit einer neuen Korrektur.
Foto: Smarterpix / phongphan
Ausnahmezustand an den Krypto-Märkten: Der „Crypto Summit“ im Weißen Haus ist vorbei – und gilt bereits als das bullishste Ereignis der letzten Jahre. US-Präsident Donald Trump erklärt den „Krieg gegen Krypto“ für beendet, kündigt gleichzeitig an: Die USA wollen „erhebliche Mengen“ Bitcoin kaufen. Die Kurse reagieren prompt: Bitcoin (BTC) pumpt über 70.000 Dollar, Ethereum (ETH) geht mit fast +20% ebenfalls durch die Decke. Nur ein Strohfeuer – oder beginnt jetzt der Bullrun?
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Milliarden für Bitcoin: Trump macht ernst
Was für eine Ansage aus dem Weißen Haus: Die Vereinigten Staaten wollen „erhebliche Mengen Bitcoin kaufen“, betont Trump auf dem Krypto-Gipfel – und versetzt die Branche damit in Ekstase. Mehr noch: Gleichzeitig drängt der US-Präsident darauf, endlich den CLARITY Act zu verabschieden – jenes Gesetz, das klare Zuständigkeiten bei der Regulierung digitaler Assets schaffen soll.
Sein erklärtes Ziel: die USA zum weltweit führenden Krypto-Standort zu machen. Sogar die Dezentrale Börse Hyperliquid (HYPE) wird gepusht: Trump fordert das Team auf, in die USA zu kommen. Der Kurs: +23,03% in 24 Stunden. Die wohl wichtigste Botschaft des Abends aber lautet: „Der Krieg gegen Krypto“ ist vorbei. Diesmal wirklich?
Bitcoin sorgt mal wieder für Rekorde
An den Märkten sorgt der Krypto-Gipfel jedenfalls bereits für kräftige Gewinne. So konnte Bitcoin über Nacht um +10,69% auf 71.127 Dollar steigen, Ethereum hingegen pumpt mit +17,17% auf satte 2.247 Dollar – ein neues Mehrmonatshoch. Der Sprung über die 70.000er-Marke hat dabei historische Nebenwirkungen: „Man kann nicht genug betonen, wie verrückt das ist“, kommentiert etwa der pseudonyme Top-Analyst Byzantine General – Bitcoins Kurs-Explosion habe tatsächlich zur größten täglichen Short-Liquidation in der Geschichte der Kryptowährung geführt.
Vereinfacht gesagt: Die Wette auf fallende Kurse drängt viele Anleger gnadenlos aus dem Markt. Der Mechanismus dahinter wirkt wie ein Brandbeschleuniger: Platzen Short-Positionen, müssen die Wetten per Rückkauf glattgestellt werden – zusätzlicher Kaufdruck, der die Rallye weiter anheizt.
In puncto prozentualer Tagesanstieg heißt der Gewinner der Krypto-Konferenz allerdings Hyperliquid: Der DEX-Token (HYPE, +23,37%) klettert nach Trumps Einladung über Nacht auf 71,86 Dollar. Natürlich bekommt auch Trumps eigener Memecoin OFFICIAL TRUMP (TRUMP) das Momentum zu spüren und legt ordentlich zu (+17,05%). Preis: 1,64 Dollar und damit noch satte -97,82% unter seinem Allzeithoch von 75,35 Dollar.
Coinbase-CEO: Ab Oktober startet der Bullrun
Kurzum: Die Märkte erstrahlen in frischem Grün – viele Analysten und Experten blicken nun auf den Start eines neuen Bullenmarkts. Brian Armstrong etwa, CEO von Coinbase, der weltgrößten Kryptobörse, durfte auf dem „Crypto Summit“ direkt neben Trump sprechen – und schreibt nun in einer aktuellen Prognose: Ab Oktober geht es los, dann beginnt der nächste Bullrun.
Armstrong muss es wissen: Kaum ein Unternehmen profitiert so direkt von erstarkendem Momentum wie seine Börse – und kaum jemand hat die Regulierungsdebatte in Washington so lange begleitet wie der Coinbase-Boss.
Bearishe Prognose: Kommt vor der Rally noch ein Crash?
Noch ist allerdings nicht jeder überzeugt – zu oft haben sich die Kurse zuletzt explosiv nach oben bewegt, um anschließend umso heftiger zu fallen. Vieles ist im Ungefähren. Beispiel CLARITY Act: Nicht nur Experten, auch die Prediction Markets halten eine Verabschiedung im Jahr 2026 für unwahrscheinlich. Kleine Babyschritte: ja – finales Gesetz: nein.
Kommen die Kurse also wieder runter? Das legt der populäre Chartist und Nuklearingenieur Benjamin Cowen nahe. In einer neuen Prognose erläutert der US-Analyst mit mehr als 1,2 Millionen Followern auf X: Er glaubt eher nicht, dass Bitcoin ab jetzt einfach weitersteigt.
Der Rücksetzer auf 58.500 Dollar könnte zwar die Talsohle gewesen sein – bestätigt sieht Cowen das bislang aber nicht. Wahrscheinlicher sei baldige Schwäche, eine erneute Korrektur – und dann der Fall aufs endgültige Tief im vierten Quartal. Der aktuelle Pump – demnach nur ein Vorgeschmack. Oder, anders formuliert: Ganz gleich, welcher Bitcoin-Prognose man nun glauben mag – die Bullen scharren schon mit den Hufen.
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