Krypto-News 10.09.2026, 13:00 Uhr

Bitcoin vor dem Superzyklus? Warum Willy Woo jetzt bullish wird

Bitcoin vor dem Superzyklus? Willy Woo sieht erstmals strukturelle Signale dafür. Auch ETF-Zuflüsse und Chartdaten sprechen für weiteres Kurspotenzial.

Bitcoin Logo und Schriftzug auf Bildschirm

Bitcoin könnte vor einer neuen Rallye stehen: Willy Woo sieht Hinweise auf einen Superzyklus. Goldenes Kreuz und starke ETF-Zuflüsse liefern weitere Argumente.

Foto: picture alliance/dpa | Silas Stein

Willy Woo, der bekannteste Blockchain-Analyst der Welt, stellt in einer neuen Bitcoin-Prognose erstmals einen sogenannten Superzyklus in Aussicht. Damit gemeint ist: ein beispielloser, jahrelanger Bullenlauf – mit viel höheren, viel explosiveren Preiszielen als jemals gedacht. Beginnt jetzt der Bullrun, auf den Anleger seit Jahren warten? 

Prognose: Bitcoin im „Superzyklus“?

Kurz ging’s über 82.000 $, doch seitdem lahmt der Kurs: Innerhalb der letzten sieben Tage konnte Bitcoin (BTC) lediglich +0,47 % zulegen – noch fehlt es an Nachdruck, um die $80K-Marke endgültig auszuräumen. Aber: Womöglich nicht mehr lange – die Blockchain brodelt. Wann folgt der Ausbruch – und wie hoch kann Bitcoin steigen?

Fest steht: So bullish war’s noch nie – selbst der sagenumwobene Superzyklus ist wieder im Gespräch. Jahrelang als Mythos verspottet, jetzt plötzlich auf den Charts: „Zum ersten Mal sehe ich strukturelle Daten, die andeuten, dass er sich entwickeln könnte“, schreibt Willy Woo, der bekannteste Blockchain-Analyst der Welt.

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Der Neuseeländer gilt als Pionier der On-Chain-Analyse – also der Auswertung zahlreicher Daten, die direkt aus der Bitcoin-Blockchain stammen. Umso schwerer wiegt seine Prognose. Woo sieht die Bullen trampeln, kommentiert: Die Liquidität ist im momentanen Tief nur flach eingebrochen und erinnert eher an einen Rücksetzer mitten im Aufwärtstrend als an ein klassisches Zyklus-Ende.

Gleichzeitig beziffert sein Prognose-Modell das Risiko eines weiteren Absturzes auf unter 10 %. Auch fehlen typische Kapitulations-Signale. Das legt nahe: Die Rallye hat nur eine Pause eingelegt – und kann sich jederzeit explosiv fortsetzen. Ergänzend verweist Woo auf die starke Entkopplung von Bitcoin und Aktienmärkten – ein Muster, das dem spektakulären Bullenmarkt 2017 vorausgegangen ist.

Bullishes Chart-Signal: Kommt die +60%-Rallye?

Chart-Analysen stützen die optimistische Haltung: Demnach hat sich bei Bitcoin gerade ein sogenanntes Goldenes Kreuz gebildet – eine bullishe Formation, die auf starke Zuwächse hindeutet. Bei den vergangenen drei Malen ist der Kurs um 50 %, 45 % und 60 % gestiegen, wie die Branchenbeobachter von Coin Bureau vorrechnen.

Bullish für Anleger: 2026 wird das Momentum von enormen ETF-Zuflüssen ergänzt. Satte 3,8 Mrd. $ sind in den letzten drei Wochen in entsprechende Bitcoin-Finanzprodukte gewandert – die bislang stärkste Phase des Jahres.

Prognose: Rücksetzer noch möglich

Ein direkter Anstieg aufs neue Allzeithoch ist dennoch unwahrscheinlich. „Bitcoin-Rücksetzer nach Goldenen Kreuzen sind normal“, erklärt etwa der bekannte US-Nuklearingenieur Benjamin Cowen. Entscheidend sei, was danach passiert: 2019 und 2023 habe sich Bitcoin erst zurückgezogen, dann aber ein höheres Hoch erreicht und damit das Ende des Bärenmarktes markiert.

Aktuell notiert der Kurs nach einem Rückgang um -1,48 % innerhalb der letzten 24 Stunden bei 77.932 $ – sollte sich eine Korrektur ankündigen? Für zusätzliche Nervosität sorgt die heiß erwartete Sitzung der Notenbank am 16. September: Zuletzt hat schon die Aussicht auf eine restriktive Notenbank den Ausbruchsversuch gebremst. Woos Prognose zufolge könnte genau hier die Chance liegen: Ein Rücksetzer im September wäre nach seiner Lesart der letzte Einstieg, bevor der Superzyklus endgültig vom Mythos zur Gewissheit wird.

Trump als Vorbild: Hunter Biden startet Memecoin

Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles – selbst ein Präsidenten-Spross: Als Anwalt darf er zwar nicht mehr tätig sein, dafür empfängt ihn das Memecoin-Casino nun mit offenen Armen! Ex-Präsidenten-Sohn Hunter Biden macht plötzlich in Krypto – und das nicht zu knapp. Gerade hat der 56-Jährige seine eigene Kryptowährung „LAPTOP“ auf den Markt gebracht: eine Milliarde Stück, 30 % davon für die Gründer inklusive Biden selbst. So viel Eigenvorsorge muss sein.

Das Vorbild ist unübersehbar: Donald Trump hat mit seinen Coins Anfang 2025 Milliarden bewegt – und Anleger dann mit spektakulären Verlusten zurückgelassen. Biden wittert Betrug – und verspricht, es besser zu machen: Die Käufer des Projekts bekommen Gratis-Coins – und zwar diejenigen zuerst, die mit Trumps Kryptos Geld verloren haben.

Das zieht: Minuten nach dem Start ist LAPTOP rechnerisch 110 Mrd. $ wert, der Kurs pumpt auf 316 $. Rückfahrt inklusive: Wenige Stunden später bleiben nur noch knapp 2 $ – ein Minus von 99 %. Die bittere Pointe: Wer Trumps Coin überstanden hat, durfte bei Biden gleich noch einmal verlieren. Die parteiübergreifende Zusammenarbeit bei der Vernichtung von Anlegervermögen funktioniert.

Ein Beitrag von:

  • Jannis Grunewald

    Jannis Grunewald ist Autor mit Fokus auf Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. Er schreibt News, Analysen und Prognosen über digitale Assets und beschäftigt sich mit den Entwicklungen der Branche. Außerdem schreibt er über Technik und Innovationen.

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