Bitcoin vor dem Superzyklus? Warum Willy Woo jetzt bullish wird
Bitcoin vor dem Superzyklus? Willy Woo sieht erstmals strukturelle Signale dafür. Auch ETF-Zuflüsse und Chartdaten sprechen für weiteres Kurspotenzial.
Bitcoin könnte vor einer neuen Rallye stehen: Willy Woo sieht Hinweise auf einen Superzyklus. Goldenes Kreuz und starke ETF-Zuflüsse liefern weitere Argumente.
Foto: picture alliance/dpa | Silas Stein
Willy Woo, der bekannteste Blockchain-Analyst der Welt, stellt in einer neuen Bitcoin-Prognose erstmals einen sogenannten Superzyklus in Aussicht. Damit gemeint ist: ein beispielloser, jahrelanger Bullenlauf – mit viel höheren, viel explosiveren Preiszielen als jemals gedacht. Beginnt jetzt der Bullrun, auf den Anleger seit Jahren warten?
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Prognose: Bitcoin im „Superzyklus“?
Kurz ging’s über 82.000 $, doch seitdem lahmt der Kurs: Innerhalb der letzten sieben Tage konnte Bitcoin (BTC) lediglich +0,47 % zulegen – noch fehlt es an Nachdruck, um die $80K-Marke endgültig auszuräumen. Aber: Womöglich nicht mehr lange – die Blockchain brodelt. Wann folgt der Ausbruch – und wie hoch kann Bitcoin steigen?
Fest steht: So bullish war’s noch nie – selbst der sagenumwobene Superzyklus ist wieder im Gespräch. Jahrelang als Mythos verspottet, jetzt plötzlich auf den Charts: „Zum ersten Mal sehe ich strukturelle Daten, die andeuten, dass er sich entwickeln könnte“, schreibt Willy Woo, der bekannteste Blockchain-Analyst der Welt.
Der Neuseeländer gilt als Pionier der On-Chain-Analyse – also der Auswertung zahlreicher Daten, die direkt aus der Bitcoin-Blockchain stammen. Umso schwerer wiegt seine Prognose. Woo sieht die Bullen trampeln, kommentiert: Die Liquidität ist im momentanen Tief nur flach eingebrochen und erinnert eher an einen Rücksetzer mitten im Aufwärtstrend als an ein klassisches Zyklus-Ende.
Gleichzeitig beziffert sein Prognose-Modell das Risiko eines weiteren Absturzes auf unter 10 %. Auch fehlen typische Kapitulations-Signale. Das legt nahe: Die Rallye hat nur eine Pause eingelegt – und kann sich jederzeit explosiv fortsetzen. Ergänzend verweist Woo auf die starke Entkopplung von Bitcoin und Aktienmärkten – ein Muster, das dem spektakulären Bullenmarkt 2017 vorausgegangen ist.
Bullishes Chart-Signal: Kommt die +60%-Rallye?
Chart-Analysen stützen die optimistische Haltung: Demnach hat sich bei Bitcoin gerade ein sogenanntes Goldenes Kreuz gebildet – eine bullishe Formation, die auf starke Zuwächse hindeutet. Bei den vergangenen drei Malen ist der Kurs um 50 %, 45 % und 60 % gestiegen, wie die Branchenbeobachter von Coin Bureau vorrechnen.
Bullish für Anleger: 2026 wird das Momentum von enormen ETF-Zuflüssen ergänzt. Satte 3,8 Mrd. $ sind in den letzten drei Wochen in entsprechende Bitcoin-Finanzprodukte gewandert – die bislang stärkste Phase des Jahres.
Prognose: Rücksetzer noch möglich
Ein direkter Anstieg aufs neue Allzeithoch ist dennoch unwahrscheinlich. „Bitcoin-Rücksetzer nach Goldenen Kreuzen sind normal“, erklärt etwa der bekannte US-Nuklearingenieur Benjamin Cowen. Entscheidend sei, was danach passiert: 2019 und 2023 habe sich Bitcoin erst zurückgezogen, dann aber ein höheres Hoch erreicht und damit das Ende des Bärenmarktes markiert.
Aktuell notiert der Kurs nach einem Rückgang um -1,48 % innerhalb der letzten 24 Stunden bei 77.932 $ – sollte sich eine Korrektur ankündigen? Für zusätzliche Nervosität sorgt die heiß erwartete Sitzung der Notenbank am 16. September: Zuletzt hat schon die Aussicht auf eine restriktive Notenbank den Ausbruchsversuch gebremst. Woos Prognose zufolge könnte genau hier die Chance liegen: Ein Rücksetzer im September wäre nach seiner Lesart der letzte Einstieg, bevor der Superzyklus endgültig vom Mythos zur Gewissheit wird.
Trump als Vorbild: Hunter Biden startet Memecoin
Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles – selbst ein Präsidenten-Spross: Als Anwalt darf er zwar nicht mehr tätig sein, dafür empfängt ihn das Memecoin-Casino nun mit offenen Armen! Ex-Präsidenten-Sohn Hunter Biden macht plötzlich in Krypto – und das nicht zu knapp. Gerade hat der 56-Jährige seine eigene Kryptowährung „LAPTOP“ auf den Markt gebracht: eine Milliarde Stück, 30 % davon für die Gründer inklusive Biden selbst. So viel Eigenvorsorge muss sein.
Das Vorbild ist unübersehbar: Donald Trump hat mit seinen Coins Anfang 2025 Milliarden bewegt – und Anleger dann mit spektakulären Verlusten zurückgelassen. Biden wittert Betrug – und verspricht, es besser zu machen: Die Käufer des Projekts bekommen Gratis-Coins – und zwar diejenigen zuerst, die mit Trumps Kryptos Geld verloren haben.
Das zieht: Minuten nach dem Start ist LAPTOP rechnerisch 110 Mrd. $ wert, der Kurs pumpt auf 316 $. Rückfahrt inklusive: Wenige Stunden später bleiben nur noch knapp 2 $ – ein Minus von 99 %. Die bittere Pointe: Wer Trumps Coin überstanden hat, durfte bei Biden gleich noch einmal verlieren. Die parteiübergreifende Zusammenarbeit bei der Vernichtung von Anlegervermögen funktioniert.
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