Wohnen 4.0 21.09.2022, 14:34 Uhr

Energiesparen mit Smart Home: So geht es richtig

Immer mehr Menschen nutzen Smart Home. Erfahren Sie alles über Nutzen und Risiken von intelligenter Technik in den eigenen vier Wänden. Als Grundlage dient eine Studie des Branchenverbands Bitkom zu diesem Thema.

Smart Home

Mit Hilfe von Smart Home lassen sich viele Anwendungen ganz einfach per App steuern.

Foto: Panthermedia.net/AndreyPopov

Smart Home Technologien steuern die Beleuchtung, helfen beim Energiesparen oder sorgen für Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Und immer mehr Menschen nutzen smarte Technik im Haus, das ist das Ergebnis einer Studie des Branchenverbands Bitkom. Waren es 2018 noch 26 Prozent aller Haushalte, sind es 2022 bereits 43 Prozent. Doch welche Anwendungen sind besonders beliebt? Wie sieht es mit der Sicherheit aus? Was sind die Vorteile? Hier kommen Antworten zu wichtigen Fragen rund um das Thema Smart Home.

Welches Smart Home System soll es sein?

Smart Home lässt sich besonders komfortabel und nur mit einer App nutzen, wenn Sie sich für ein bestimmtes System entscheiden. Hier laufen die smarten Geräte herstellerübergreifend zusammen und lassen sich ganz bequem steuern, zum Beispiel per Sprachassistenten oder mit dem Smartphone. Mitunter sind die Smart Home Systeme nicht nur mit einem, sondern mehreren bereits existierenden Assistenten kompatibel.

Vorteile eines Smart Home Systems auf einen Blick:

  • Alle Produkte lassen sich über eine Benutzeroberfläche steuern
  • Es lassen sich automatisierte Routinen erstellen (Licht an oder aus, Heizung an oder aus, Rollladen hoch oder runter)
  • Verbindet Produkte verschiedener Hersteller (beim Kauf auf Kompatibilität mit dem System achten)
  • Geräte lassen sich miteinander verbinden (zum Beispiel: Licht im Flur an, wenn Tür aufgeschlossen wird)

Die bekannteste Systemwelt ist sicherlich Amazon Alexa. Hier gibt es zahlreiche Geräte auf dem Markt, die sich mit diesem System koppeln lassen. Eine breite Palette an kompatiblen Produkten bietet auch Google Assistent. Apple-Freunde finden vielleicht in Apple HomeKit ihr ideales System. Weitere bekannte Smart Home Systeme sind Home Connect Plus, Magenta SmartHome oder Bosch Smart Home.

Smart Home Entwicklung

Grafik: Bitkom Research 2022

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Für wen ist Smart Home besonders geeignet?

Die Bitkom-Studie brachte es zutage: Smart Home nutzen Männer und Frauen aller Altersklassen gleichermaßen. Gleichwohl gibt es Unterschiede bei den einzelnen Altersstufen. Am weitesten verbreitet ist smarte Technik bei den Menschen zwischen 30 und 49 Jahren, dicht gefolgt von den Altersklassen 16 bis 29 Jahre und 50 bis 64 Jahre.

Etwas abgeschlagen rangiert die Gruppe über 65 Jahren auf dem letzten Platz. Nur jeder fünfte nutzt demnach Smart Home in den eigenen vier Wänden. Über alle Altersklassen hinweg nutzen etwa 43 Prozent smarte Technik in ihrem Zuhause. Kommen wir nun dazu, welche smarten Anwendungen am beliebtesten sind.

Beliebte smarte Anwendungen

Die wichtigsten Einsatzgebiete von Smart Home sind der Studie zufolge Licht und Heizung. Beides hat im engsten Sinne mit Energiesparen zu tun, ist aber auch komfortabel, wenn die Beleuchtung oder Wärme im Raum mit Hilfe des Smartphones geregelt werden können. Beliebte Anwendungen im Bereich Energie sind zudem smarte Rollladen- und Markisensteuerungen, WLAN-Steckdosen oder Verbrauchszähler für Gas oder Wasser.

Sicherheit ist das zweite wichtige Thema beim Smart Home. Hier sind vor allem eine smarte Video-Überwachung sowie intelligente Alarmanlagen zu nennen. Nicht ganz so häufig kommen intelligente Rauchmelder oder Hausnotruf-Systeme zum Einsatz. Letztere sind sicherlich insbesondere für die ältere Generation eine großartige Option, damit diese möglich lange in der gewohnten Umgebung bleiben kann.

Aus dem Themenbereich Haus & Garten sind insbesondere Staubsauger- oder Rasenmäher-Roboter sehr beliebt. Jeder fünfte Haushalt hat bereits solch ein smartes elektronisches Tierchen im Einsatz. Im Kommen sind zudem smarte Multimedia-Systeme oder Gartengeräte. Verschiedene Haushaltsgeräte lassen sich ebenfalls bereits ins Smart Home integrieren.

Mit welchen Geräten werden die Smart Home Anwendungen gesteuert?

Der Blick auf die Bitkom-Studie verrät, dass die allermeisten Smart Home Nutzer ihre Geräte am liebsten mit dem Smartphone und einer App steuern. Rund die Hälfte nutzt zudem Sprachbefehle, die meist einem stationären Sprachassistenten gegeben werden. Nicht selten erfolgt die Spracheingabe aber auch über das Smartphone.

Weitere Steuerungsmöglichkeiten mit Hilfe des Tabletts, per Fernbedienung oder über eine Smartwatch werden weniger genutzt. Ganz wenige geben ihre Befehle direkt am Gerät ein. Hier wird dann natürlich Sinn und Zweck von Smart Home unterwandert.

Smart Home Geräte

Grafik: Bitkom Research 2022

Warum wird Smart Home genutzt?

Wir befinden uns nach wie vor in der Studie von Bitkom und wollen uns nun einmal anschauen, warum Smart Home angeschafft wurde:

Am häufigsten haben die befragten Personen geantwortet, dass sie damit ihre Wohnung oder ihr Haus sicherer machen wollen. Ebenso viele Menschen wünschen sich aber auch nur mehr Komfort und Lebensqualität.

Energie sparen folgt mit dichtem Abstand hinter den beiden Spitzenreitern. Damit hängt sicherlich eng beisammen, dass viele Personen „Geld sparen“ auf die Frage geantwortet haben, warum sie Smart Home Anwendungen nutzen. Viele Nutzer möchten zudem ortunabhängig auf ihre Geräte zugreifen.

Am unteren Ende der Skala kommen Antworten wie „Unser Vermieter hat die Anwendung installiert“, „Ich will Zeit sparen“, „Ich will länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben“ oder „Ich habe Spaß am Basteln und an der Technik“.

Wie sieht es mit der Sicherheit von Smart Home Netzen aus?

Ein Grund, warum viele Menschen noch kein Smart Home nutzen, ist die Sicherheit. Das ist das Ergebnis der Studie von Bitkom. Neben der Angst vor Hackerangriffen spielen Bedenken wegen der Datensicherheit und der Schutz der Privatsphäre eine Rolle. Die ist bei manchen Systemen sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Sie sollten daher genau überlegen, für welches System Sie sich entscheiden.

Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik empfiehlt Schutz-Maßnahmen im Zusammenhang mit Smart Home:

  • Achten Sie auf aktuelle Software und Sicherheitsupdates. Geräte, für die es keine regelmäßigen Updates gibt, stellen ein Sicherheitsrisiko dar.
  • Verwenden Sie sichere Passwörter. Haben Ihre ans Internet angeschlossenen Geräte keinen Passwortschutz oder nutzen nur Standpasswörter, sind sie besonders anfällig für das Aufspielen von Schadsoftware.
  • Nutzen Sie eine Firewall. Schauen Sie, ob Ihr Router eine Firewall integriert hat und aktivieren Sie diese gegebenenfalls. Auch hier: Achten Sie auf ein sicheres Passwort und spielen Sie aktuelle Firmware ein.
  • Nutzen Sie eine verschlüsselte Kommunikation. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihre smarten Geräte verschlüsselt kommunizieren, insbesondere bei sensiblen Informationen.
  • Sorgen Sie für physikalische Sicherheit. Achten Sie darauf, dass Fremde von außen keinen Zugriff erhalten – zum Beispiel sollten USB- und LAN-Ports nicht frei zugänglich sein.
  • Nutzen Sie ein separates Heimnetz. Viele Router bieten die Möglichkeit, ein separates WLAN einzurichten, in die nur die Geräte aus dem privaten Smart Home Netz eingebunden werden.

Energiesparen mit Smart Home

Smart Home ist zunächst einmal mit Energieverbrauch gekoppelt, denn ohne Strom keine Verbindung. Gleichwohl lässt sich damit aber auch Energie sparen, wie bereits in einem der vorherigen Kapitel beschrieben wurde. Insbesondere intelligente Heizkörper-Thermostate sind hier zu nennen.

Solche Thermostate kann eigentlich jeder Mieter, Haus- oder Wohnungsbesitzer ganz einfach selbst montieren. Es genügt in vielen Fällen, den Thermostatkopf am alten Heizkörper ab- und das digitale Modell anzuschrauben und mit dem System zu vernetzen.

Schon lässt sich die Temperatur bequem über App steuern. Sie können genaue Uhrzeiten angeben, wann die Heizung laufen soll, das funktioniert auch aus der Ferne. Zum Beispiel, wenn Sie aus dem Urlaub oder von der Arbeit zurückkommen. Manche erkennen auch, wenn das Fenster offen ist und regeln die Heizung automatisch runter.

Durch diese punktgenaue Steuerung der Raumtemperaturen lässt sich jede Menge Energie sparen. Richtig eingesetzt, können smarte Thermostate die Heizkosten um fünf bis acht Prozent senken. Vieles hängt aber auch vom bisherigen Heizverhalten ab, so dass ganz genaue Angaben nur schwer möglich sind.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Content-Manager beim VDI-Verlag. Nach einem Bauingenieurstudium und einer Weiterbildung zum Online-Redakteur, Volontariat und 20 Jahren als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop, landete er bei ingenieur.de. Er schreibt über Technik, Forschung und Karriere.

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