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Mercedes-Benz baut Windpark auf Testgelände

18. September 2025

Ungefähre Darstellung des Windparks von Mercedes-Benz, wie er in Papenburg entstehen soll.
Ähnlich wie auf dem Bild dargestellt soll bald schon der Windpark in Papenburg entstehen.
Bild: Mercedes-Benz AG
Bald stehen auf dem Testgelände von Mercedes-Benz in Papenburg hohe Windräder. Der Hersteller errichtet einen der größten deutschen Onshore-Windparks. Mit den leistungsstarken Anlagen will der Konzern seine Nachhaltigkeitsziele vorantreiben und bis zu einem Fünftel seines Strombedarfs in Deutschland decken.
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In Papenburg beginnt ein großes Energieprojekt: Der Hersteller Mercedes-Benz errichtet auf seinem Prüfgelände im Emsland einen Windpark mit insgesamt 20 Anlagen. Das Bauvorhaben wurde nach behördlicher Genehmigung offiziell gestartet. Es zählt mit 140 Megawatt zu den stärksten Onshore-Projekten in Deutschland. Der Konzern will damit rund 20 Prozent seines jährlichen Strombedarfs im Inland decken. Neben der ökologischen Bedeutung ist das Projekt auch ein ökonomischer Schritt. Die Umsetzung erfolgt über ein langfristiges Stromlieferabkommen, das sogenannte PPA. Bis 2027 sollen die Anlagen errichtet und ans Netz angeschlossen sein. Für Mercedes-Benz ist der Baustart ein signalstarkes Zeichen, wie ernst es der Konzern mit seiner Klima- und Produktionsstrategie meint.

Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, Produktion und Supply Chain Management, unterstreicht die Tragweite. Er betont, dass der Windpark nicht nur Teil der Nachhaltigkeitsziele sei, sondern auch einen messbaren Effekt auf die Produktion haben werde. Zudem setze Mercedes-Benz mit diesem Schritt ökologische Verpflichtungen in die Realität um. Er sieht in der Umsetzung deshalb einen Beweis für Entschlossenheit und Fortschritt des Unternehmens. „Wir freuen uns über die großen Fortschritte und sind stolz als Mercedes-Benz gemeinsam mit starken Partnern, mit dem neuen Windpark in Papenburg den Ausbau der Windenergie in Deutschland weiter voranzutreiben“, sagt Burzer.

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Mercedes-Benz baut Windpark mit starken Partnern

Die technische Umsetzung ruht dabei auf mehreren Schultern: Der Energieparkentwickler Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG (UKA) verantwortet die Entwicklung und den Betrieb. Der deutsche Hersteller Nordex liefert die Windkraftanlagen, und die Max Bögl Wind AG aus Süddeutschland stellt die Hybridtürme inklusive der Fundamente. Mit einer Nabenhöhe von 164 Metern zählen diese aktuell zu den leistungsfähigsten Bauarten auf dem Markt. Das gesamte Areal von Mercedes-Benz in Papenburg umfasst etwa 800 Hektar – ein Gelände, das bereits seit Ende der 1990er-Jahre für Fahrzeugtests genutzt wird. Nun wird es zu einem Schauplatz der Energiewende. Für die Behörden vor Ort und auch für Interessengruppen war die Einbindung in die Planung wesentlich. Die Kooperation zwischen Industrie, Projektentwickler und Kommune zeigt, wie energiepolitische Ziele in der Praxis umgesetzt werden können.

Papenburg hat das Zeug zu einem Leuchtturmprojekt. UKA-Geschäftsführer Gernot Gauglitz hebt den Modellcharakter hervor. Er lobt das Projekt als Musterbeispiel für schnelles und effizientes Handeln selbst bei komplexen Bedingungen. „Ich bin stolz, dass wir als Eigentümer des künftigen Windparks die Mercedes-Benz AG über die nächsten 25 Jahre mit Strom beliefern werden“, betont Gauglitz. Für UKA ist der Bau mehr als ein Einzelprojekt. Er ordnet sich in ein umfangreiches Portfolio ein, das über 1,5 Gigawatt umfasst. Besonders bemerkenswert sei, wie das Team den Bau trotz schwieriger Bedingungen auf dem Gelände vorantreibt. Damit wird Papenburg zum Symbol für ehrgeizige Klimastrategien.

Mercedes-Benz treibt mit eigenem Windpark die Energiewende voran

Über die reine Stromversorgung hinaus unterstreicht das Projekt klare Klimaziele des Konzerns: Mercedes-Benz will die Transformation seiner Produktionsstätten beschleunigen. Schon seit 2022 gelten die Standorte des Unternehmens bilanziell als CO2-neutral. Doch nur Bilanzneutralität reicht langfristig nicht aus. Deshalb soll ein großer Teil des Energiebedarfs künftig direkt aus erneuerbaren Quellen stammen. Bis 2030 strebt Mercedes-Benz an, mehr als 70 Prozent der Produktion mit Wind- und Solarstrom zu decken. Neben Papenburg arbeitet das Unternehmen bereits an einem Offshore-Projekt in der Ostsee. Beide Initiativen entfalten Wirkung auf nationaler Ebene und lassen erkennen, wie sich ein Weltkonzern an die Bedingungen der Zukunft anpasst.

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Das Windpark-Vorhaben in Papenburg zeigt auch, wie Mercedes-Benz seine globalen Energieziele lokal verankert. Bis 2039 sollen sämtliche Produktionsstätten weltweit vollständig mit erneuerbaren Energien arbeiten. Der Standort in Norddeutschland liefert dazu einen greifbaren Beitrag. Schon die langfristige Planung und der Bauprozess verdeutlichen, wie ernsthaft der Konzern dieses Ziel verfolgt. Papenburg wird zum Modell einer nachhaltigen Strategie: lokale Ressourcen nutzen, nationale Stromversorgung stützen und internationale Standards setzen. Mit dem Windpark beweist Mercedes-Benz, dass Großindustrie und Klimaschutz sich verbinden lassen und nicht ausschließen.



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