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Italienisches Unternehmen installiert Unterseekabel in Rekordtiefe

10. Juli 2024

Kabelverlegeschiff
Das Kabelverlegeschiff, das die Unterseekabel in 2.100 Metern Tiefe installiert, soll das modernste seiner Art sein. Foto: Prysmian
Zwischen Italien und seinen größten Inseln wurden Unterseekabel in einer Rekordtiefe von 2.150 Metern verlegt. Möglich macht dies eine spezielle Panzerung.
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Prysmian, ein führender Hersteller und Installateur von Energie- und Telekommunikationskabeln, hat erfolgreich ein Unterseekabel in einer Rekordtiefe von 2.150 Metern verlegt. Es ist das erste Mal, dass ein Hochspannungsgleichstromkabel (HGÜ) in einer solchen Tiefe verlegt wurde. Die Kabel sind Teil des Tyrrhenian Link Projekts, das Sizilien, Sardinien und das Festland miteinander verbinden soll, um Italien in Zukunft zuverlässig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen zu können. Siemens Energy liefert dafür vier Konverterstationen.

Das Tyrrhenian Link Projekt ist eine Initiative des italienischen Stromnetzbetreibers Terna. Das 1,7-Milliarden-Euro-Projekt zielt darauf ab, bis zu einem Gigawatt grünen Strom bei einer Gleichspannung von 500 Kilovolt zwischen Sizilien, Sardinien und der italienischen Halbinsel zu effizient zu transportieren. Insgesamt sollen zwei doppelte Unterseekabel über eine Länge von 970 Kilometern verlegt werden.

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Die Kabel werden vom italienischen Unternehmen Prysmian installiert, Siemens Energy errichtet an den jeweiligen Endpunkten der beiden Abschnitte der Leitung vier Konverterstationen. Die Stationen wandeln Wechselstrom, der aus dem jeweiligen lokalen Netz eingespeist wird, für den Transport über Seekabel in Gleichstrom um. Die Station auf der anderen Seite wandelt den Gleichstrom wieder in Wechselstrom um, so dass er ins regionale Netz eingespeist werden kann.

Der Tyrrhenian Link besteht aus zwei Hauptabschnitten: Der östliche Abschnitt verbindet Fiumetorto in Sizilien mit Torre Tuscia Magazzeno bei Battipaglia in Kampanien, während der westliche Abschnitt Fiumetorto mit Terra Mala auf Sardinien verbindet. Durch diese Verbindungen wird ein effizienter Stromaustausch zwischen den Regionen ermöglicht.

Hochmoderne Materialen machen Rekordtiefe möglich

Die Kabel, die Prysmian in einer Tiefe von 2.150 Metern verlegt hat, sind nicht-metallisch und bestehen aus einem Verbundwerkstoff auf Basis von hochmoduligen synthetischen Fasern (HMPE). Diese Materialien zeichnen sich durch ihre hohe Festigkeit und geringe Dehnung aus. Sie sind zudem äußerst widerstandsfähig gegen Ermüdung und Abrieb.

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Eine der bemerkenswertesten Eigenschaften dieses Kabels ist die innovative Armierungslösung, die im Wasser 50 Prozent leichter als Stahl ist. Dadurch lassen sich die Kabel in Tiefen installieren, die bisher unerreichbar waren. Die gleiche leichte Panzertechnologie wurde laut Hersteller bereits 2019 für die Evia-Andros-Tinos-Verbindung in 550 Metern Wassertiefe und 2020 für das Unterwasserverbindungsprojekt Kreta-Peloponnes in 1.000 Metern Tiefe eingesetzt.

Bedeutung des Projekts

Das Tyrrhenian Link Projekt hat nicht nur technologische Bedeutung, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der Förderung erneuerbarer Energien. In Regionen wie Sizilien, Sardinien und Kampanien gibt es eine wachsende Produktion von Solar- und Windstrom. Das Projekt soll die Kapazität dieser erneuerbaren Energien erhöhen und den Stromaustausch zwischen den Regionen verbessern.

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Die Installation des Unterseekabels und das Tyrrhenian Link Projekt sind Teil einer größeren europäischen Initiative. Im Jahr 2023 haben sich neun EU-Mittelmeerstaaten zusammengeschlossen, um den Mittelmeerraum zu einem grünen Energiezentrum auszubauen. Dazu gehören Kroatien, Zypern, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Portugal, Slowenien und Spanien. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, erneuerbare Offshore-Energien zu fördern und neue Energieverbundnetze zwischen EU- und Nicht-EU-Mittelmeerländern zu schaffen.



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