SwagBot aus Australien 15.07.2016, 09:40 Uhr

Dieser Cowboy-Roboter treibt Tierherden zusammen

Arbeitslose Hütehunde? Könnte passieren, wenn SwagBot auf den Markt kommt. Der australische Cowboy-Roboter auf vier Rädern treibt Schafe und Rinder zusammen. Ganz billig ist er allerdings nicht. 

SwagBot auf einer australischen Farm in der Nähe von Newcastle. Der Roboter soll für rund 20.000 € auf den Markt kommen. 

SwagBot auf einer australischen Farm in der Nähe von Newcastle. Der Roboter soll für rund 20.000 € auf den Markt kommen. 

Foto: Australien Centre for Field Robotics

Wo zum Teufel ist der Hütehund, der uns jeden Abend zusammentreibt? Dieser Gedanke könnte den Rindern und Schafen auf einer australischen Farm in der Nähe von Newcastle durch den Kopf schießen. Denn seit dem 30. Juni ist SwagBot im Einsatz – ein Cowboy-Roboter auf vier Rädern, der den Tieren Beine macht.

Die Tiere haben Respekt vor SwagBot. „Sie haben offensichtlich Angst und rennen weg. Genau das haben wir erwartet“, sagt Salah Sukkarieh, Professor der Robotik an der Sydney Universität, dem Magazin Mashable Australia. „Wir machen uns das zunutze, um Herden zusammenzutreiben.“

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Deutsche Rentenversicherung Bund-Firmenlogo
Expert*in für Energiemanagement (m/w/div) Deutsche Rentenversicherung Bund
Deutsche Rentenversicherung Bund-Firmenlogo
Projektarchitekt*in mit Gesamtprojektverantwortung (m/w/div) Deutsche Rentenversicherung Bund
Verdos GmbH-Firmenlogo
Projektleiter / Projektabwickler (m/w/d) für Dosiertechnik (Chemikaliendosierung) Verdos GmbH
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) konstruktiver Ingenieurbau Die Autobahn GmbH des Bundes
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Koordinator*in objektübergreifende Planung Neubau U-Bahn Betriebshof Süd (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
MiniTec GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Konstrukteur / Technischen Produktdesigner / Bauingenieur im Maschinenbau (m/w/d) in Vollzeit MiniTec GmbH & Co. KG
Schönenberg-Kübelberg Zum Job 
Technische Universität Berlin-Firmenlogo
Ingenieur*in (d/m/w) Nachrichtentechnik Technische Universität Berlin
Takeda GmbH-Firmenlogo
Head of Automation, Digital and Data Science (w/m/d) Takeda GmbH
Oranienburg Zum Job 
über BriSS Personnel Recruitment-Firmenlogo
Sales Manager (m/w/d) Technische Keramik über BriSS Personnel Recruitment
südliches Baden-Württemberg Zum Job 
Stuttgart Netze GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur Geoinformation und Dokumentation (w/m/d) Stuttgart Netze GmbH
Stuttgart Zum Job 
ELMATIC GmbH-Firmenlogo
Projektleiter MSR/Elektrotechnik (m/w/d) ELMATIC GmbH
Dresden Zum Job 
Residenzstadt Celle-Firmenlogo
Bachelor (d/m/w) / Dipl.-Ingenieur (d/m/w) im Bereich Geodäsie / Vermessungswesen oder Geoinformatik Residenzstadt Celle
Stadt Renningen-Firmenlogo
Architekt / Bauingenieur (m/w/d) Stadt Renningen
Renningen Zum Job 
MEHLER VARIO SYSTEM GmbH-Firmenlogo
Konstrukteur (m/w/d) CAD-Konstruktion im Bereich Entwicklung Ballistik MEHLER VARIO SYSTEM GmbH
Iqony Solutions GmbH-Firmenlogo
Bereichsleiter*in Industriekunden Sales & Development (m/w/d) Iqony Solutions GmbH
Veltum-Firmenlogo
Planungsingenieur:in für Gebäudetechnik SHK Veltum
Waldeck-Sachsenhausen Zum Job 
MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG-Firmenlogo
Team Leader (m/w/d) Konstruktion MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG
Wolfertschwenden Zum Job 
MEHLER VARIO SYSTEM GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) ballistische Schutzkonstruktionen MEHLER VARIO SYSTEM GmbH
MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Verfahrenstechnik und Applikation Thermoforming Packaging MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG
Wolfertschwenden Zum Job 
Mehler Vario System GmbH-Firmenlogo
CAD Key User (m/w/d) Creo Parametric im Bereich Entwicklung Ballistik Mehler Vario System GmbH

Spinnenartige Beine: SwagBot meistert unebenes Gelände

Schwieriges Gelände? Für SwagBot kein Problem. Der Roboter erinnert optisch an eine Schuhschachtel mit vier spinnenartigen Beinen auf Rädern. Die Beine sind voneinander unabhängig beweglich, sodass SwagBot Abhänge und Schlaglöcher meistert, über umgestürzte Baumstämme kraxselt und durch Schlamm und Wasser fährt – sogar mit einem Anhänger im Schlepptau.

Unebenes Gelände ist für SwagBot kein Problem. Die Beine des Roboters sind voneinander unabhängig beweglich. Er kann sogar durch Schlamm und Wasser fahren. 

Unebenes Gelände ist für SwagBot kein Problem. Die Beine des Roboters sind voneinander unabhängig beweglich. Er kann sogar durch Schlamm und Wasser fahren.

Quelle: Australien Centre for Field Robotics

Und das recht flott. Auf ebener Fläche beschleunigt der elektrische Hütehund mit Allradantrieb auf bis zu 20 km/h und macht so den Tieren ordentlich Dampf.

SwagBot soll knapp 20.000 € kosten

„Die Versuche waren bislang sehr erfolgreich. Sie haben uns Vertrauen gegeben, in die nächste Phase einzusteigen“, sagt Sukkarieh. Und was ist die nächste Phase? Das autonome Fahren.  „Wir suchen nach Möglichkeiten, den Grad der Autonomie zu erhöhen.“

Der SwagBot mit einem Anhänger im Schlepptau. 

Der SwagBot mit einem Anhänger im Schlepptau.

Quelle: Australien Centre for Field Robotics

Erst das würde SwagBot für australische Farmen wirklich attraktiv machen. Denn sie sind oft Ein-Mann-Betriebe, die Unterstützung benötigen, sich aber keine Mitarbeiter leisten können. Der Preis für die fertige Verkaufsversion des elektrischen Hütehundes: knapp 20.000 €. Ein Preis, der laut Sukkarieh für Farmer interessant ist.

Roboter soll zum mobilen Tierarzt werden

Die fertige Version soll sogar noch mehr können als nur Tiere zusammentreiben. „In den nächsten Monaten machen wir uns auf die Suche nach Algorithmen für das Tiermonitoring“, erklärt Sukkarieh. SwagBot könnte damit zu einem mobilen Tierarzt werden. Der Roboter soll auf den Weiden beispielsweise die Körpertemperatur der Tiere messen und ihre Gangart überwachen. Es könnte sogar möglich werden, dass SwagBot mit den Daten eine Diagnose für den Farmer erstellt.

Lesen Sie auch:

Auch das Düngen könnten in Zukunft Roboter übernehmen. Ein chinesisches Unternehmen hat dafür diese Drohne entwickelt.

 

Ein Beitrag von:

  • Patrick Schroeder

    Patrick Schroeder arbeitete während seines Studiums der Kommunikationsforschung bei verschiedenen Tageszeitungen. 2012 machte er sich als Journalist selbstständig. Zu seinen Themen gehören Automatisierungstechnik, IT und Industrie 4.0.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.