Intelligente Fahrzeuge 04.09.2025, 11:00 Uhr

autotech.agil: Forschung zeigt, wie Autos selbstständig kooperieren

Damit autonome Fahrzeuge auf Rettungswagen oder Kinder mit Bobbycar sicher reagieren, arbeiten Forschende mit digitalen Zwillingen. Nahe Aachen werden am 11. September 2025 die Ergebnisse präsentiert.

Autotech.agil

Das Bild zeigt einen Teil des autotech.agil-Projektteams aus Aachen, Karlsruhe, Darmstadt, Ulm und München mit ihren Forschungsfahrzeugen sowie einem Lieferroboter, einer Messstationen und einer fliegenden Sensoreinheit.

Foto: RWTH Aachen

Wie schön wäre es, wenn Verkehrsmittel miteinander so vernetzt währen, dass alle Verkehrsteilnehmenden effizient und sicher an ihr Ziel kommen. Genau daran arbeiteten über 100 Forschende aus ganz Deutschland. In einem Konsortium von 21 Partnern aus Automobilindustrie und Wissenschaft beteiligten sie sich am Projekt autotech.agil.

Autonomes Fahren war dabei nur ein Aspekt. Das Ergebnis ist offene System-Architektur mit Schnittstellen für künftige Mobilitätssysteme. Über diese sollen die verschiedenen Fahrzeuge sich untereinander und auch mit ihrer Umwelt abstimmen können. Die Ergebnisse werden am 11. September 2025 in Aldenhoven bei Aachen präsentiert.

Digitale Zwillinge und intelligente Infrastruktur

„Die Ergebnisse unseres Projekts zeigen eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Wissenschaft und Industrie gemeinsam an einem Strang ziehen“, lässt Raphael van Kempen vorab durchblicken. Er ist Projektleiter an der RWTH Aachen, am Institut für Automotive Engineering (ika).

Im Zentrum stehen in dem Projekt ein digitaler Zwilling des Verkehrs sowie Sensorik und Kommunikationstechnik auf dem Gelände des Aldenhoven Testing Center. In zwölf anschauliche Live-Demonstrationen werden verschiedene Szenarien demonstriert.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Immobilien Management Essen GmbH (IME)-Firmenlogo
(Senior) Projektkoordinator (m/w/d) Hochbau & Stadtentwicklung Immobilien Management Essen GmbH (IME)
intecplan integrierte technische Planung GmbH-Firmenlogo
Technischer Systemplaner / Technischer Zeichner (m/w/d) TGA intecplan integrierte technische Planung GmbH
Düsseldorf Zum Job 
AM Planungsgesellschaft für technische Gebäudeausrüstung mbH-Firmenlogo
Projektingenieur / Techniker Versorgungstechnik HLSK (m/w/d) AM Planungsgesellschaft für technische Gebäudeausrüstung mbH
Mannheim Zum Job 
Hamburger Hochbahn AG-Firmenlogo
Fachbereichsleitung Energieanlagen (w/m/d) Hamburger Hochbahn AG
Hamburg Zum Job 
PERI Group-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur Klettertechnik & Automation (m/w/d) PERI Group
Weißenhorn Zum Job 
Dürkopp Fördertechnik GmbH-Firmenlogo
Sales Manager (m/w/d) Sorting Solutions Steuerungstechnik Dürkopp Fördertechnik GmbH
Bielefeld Zum Job 
RheinNetz GmbH-Firmenlogo
Ingenieur KRITIS-Sicherheitstechnik (m/w/d) RheinNetz GmbH
RheinNetz GmbH-Firmenlogo
Ingenieur KRITIS-Gebäudetechnik (m/w/d) RheinNetz GmbH
EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Produktentwickler / Konstrukteur (m/w/d) EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG
Wuppertal Zum Job 
ista SE-Firmenlogo
Projektingenieur - Technische Gebäudeausrüstung und Energiedienstleistungen (m/w/d) ista SE
Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, München Zum Job 
über Tröger & Cie. Aktiengesellschaft-Firmenlogo
Zweigniederlassungsleiter Großprojekte West (m/w/d) über Tröger & Cie. Aktiengesellschaft
Nordrhein-Westfalen Zum Job 
über Kienbaum Consultants International GmbH-Firmenlogo
Leitung (m|w|d) Hoch- und Ingenieurbau über Kienbaum Consultants International GmbH
Baden-Württemberg Zum Job 
intecplan integrierte technische Planung GmbH-Firmenlogo
Projektleiter:in (m/w/d) TGA intecplan integrierte technische Planung GmbH
Düsseldorf Zum Job 
BG ETEM-Firmenlogo
Dozent/in (m/w/d) in der Bildungsstätte Dresden BG ETEM
Dresden Zum Job 
BRAMM Bau GmbH-Firmenlogo
Bauingenieur - Tiefbau & Rohrvortrieb (m/w/d) BRAMM Bau GmbH
Vaihingen an der Enz Zum Job 
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH-Firmenlogo
Architekt / Bauingenieur im Facility Management (w/m/d) DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) Straßenbau Die Autobahn GmbH des Bundes
EMS-CHEMIE (Deutschland) GmbH-Firmenlogo
Produktionsleiter Kunststoffherstellung LFT (m/w/d) EMS-CHEMIE (Deutschland) GmbH
Groß-Umstadt Zum Job 
GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Städtische Hochbauprojekte GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH
TenneT-Firmenlogo
Network Engineer Kommunikationsnetze (m/w/d) TenneT

Eines zeigt den digitalen Zwilling des Verkehrs inklusive intelligenter Infrastruktur sowie einen digitalen Schutzengel für besonders gefährdete Verkehrsteilnehmende wie Fußgänger oder Radfahrer. In simulierten Gefahrensituationen wird demonstriert, wie automatisierte Fahrzeuge Rettungsfahrzeugen selbstständig Platz machen oder ihre Route flexibel anpassen können.

Einen Eindruck davon vermittelt ein Video, das für die Abschlussveranstaltung erstellt wurde:

Hier wird Ihnen ein externer Inhalt von youtube.com angezeigt.
Mit der Nutzung des Inhalts stimmen Sie der Datenschutzerklärung von youtube.com zu.

Erstmals stand bei dieser Kooperation zwischen Forschung und Automobilindustrie das gesamte Mobilitätssystem im Fokus: Das heißt, die Fahrzeuge sind miteinander und mit einer Leitwarte vernetzt. Sie erhalten Daten von Ampeln und anderer Infrastruktur. Gleichzeitig tauschen sie untereinander Informationen aus.

Pkw und Paketzusteller agieren fahrerlos

Neben fahrerlosen Pkw wurden im Projekt autotech.agil auch der öffentliche Personennahverkehr auf dem Land und die fahrerlose Paketzustellung erprobt – mit dazugehörigen Prototypen. Ein zentrales Ziel bestand darin, die Verkehrsteilnehmer untereinander zu vernetzen, um die Effizienz des gesamten Mobilitätssystems zu steigern.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen als Blaupause für zukünftige Anwendungen im öffentlichen Straßenverkehr dienen. Möglich wurde das dank rund 25 Millionen Euro Förderung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Aufgesetzt auf ein Vorgängerprojekt

Das Konsortium konnte bei seiner Arbeit auf den Ergebnissen des Vorgängerprojekts UNICARagil (2018 – 2023) aufsetzen. In dem hatten führende deutsche Universitäten fahrerlose Fahrzeuge neu gedacht. Aus dem Projekt stammen vier autonome Fahrzeugtypen für verschiedene Anwendungsbereiche.

Sie  basieren auf einem modularen Baukasten, der an unterschiedliche Anwendungsfälle angepasst werden kann. Rund 400 Besucher konnten sich damals bei Testfahrten vom Potenzial der Technologie überzeugen. Eines dieser Forschungsfahrzeuge ist der autoShuttle, der auch beim Deutschen Ingenieurtag (DIT) 2025 zu sehen war.

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.