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76 Southbank London Sanierung: Brutalismus neu gedacht

27. April 2026

Sanierter Bürokomplex 76 Southbank in London mit brutalistischer Betonfassade und moderner Glasstruktur an der Southbank
76 Southbank in London nach der Sanierung – revitalisierte Brutalismus-Architektur an der Themse Foto: Schüco International KG / Rob Parrish
Das Projekt 76 Southbank London Sanierung zeigt, wie ein ikonisches Brutalismus-Gebäude durch nachhaltige Strategien, Denkmalschutz und moderne Architektur neu belebt wird.
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Die Sanierung von 76 Southbank London steht exemplarisch für die gelungene Transformation eines brutalistischen Wahrzeichens in einen nachhaltigen, zukunftsfähigen Bürostandort im Herzen der Londoner Southbank. Direkt am Südufer der Themse bildet das ehemalige IBM-Gebäude gemeinsam mit dem Royal National Theatre ein architektonisches Ensemble von internationaler Bedeutung. Beide Bauwerke stammen von Architekt Denys Lasdun und prägen bis heute das Stadtbild der Southbank.

Charakteristisch sind die klaren horizontalen Linien, die massiven Sichtbetonflächen und die präzise gesetzten Volumen. Besonders aus der Perspektive der Waterloo Bridge entfaltet das Ensemble seine volle Wirkung und zeigt die städtebauliche Vision der 1970er- und 1980er-Jahre.

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Inhaltsverzeichnis

76 Southbank London Sanierung im Wandel

Das 76 Southbank London Sanierung Projekt entstand aus einer kritischen Situation heraus. Nach dem Auszug von IBM stand das Gebäude zunächst vor einem teilweisen Abriss. Doch 2020 griff die Stadt London ein und stellte das Bauwerk unter Denkmalschutz.

Damit begann eine neue Phase: Das Architekturbüro AHMM entwickelte ein Konzept, das den Bestand schützt und gleichzeitig eine moderne Nutzung ermöglicht. Statt radikalem Neubau setzt das Projekt auf intelligente Transformation. Rund 80 % der ursprünglichen Bausubstanz bleiben erhalten und bilden das Fundament für die neue Nutzung.

Architektonische Weiterentwicklung im 76 Southbank London Projekt

Die ursprüngliche Struktur des Gebäudes bietet eine besondere architektonische Qualität. Versetzte Ebenen, großzügige Terrassen und zwei Innenhöfe sorgen für Licht, Offenheit und räumliche Vielfalt. Diese Elemente bleiben im neuen Konzept erhalten und werden gezielt weiterentwickelt.

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Zusätzlich entstehen neue Büroflächen, die flexibel genutzt werden können. Dadurch verbindet das Projekt historische Architektur mit den Anforderungen moderner Arbeitswelten. Gleichzeitig bleibt die charakteristische Sprache des Brutalismus sichtbar und wird nicht überformt.

Materialkreisläufe als Schlüssel zur Emissionsreduktion

Ein zentraler Fokus der Sanierung liegt auf der Reduktion von CO2-Emissionen. Durch den Erhalt großer Teile der Bestandsstruktur vermeidet das Projekt erhebliche Mengen an grauer Energie.

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Darüber hinaus werden zahlreiche Materialien wiederverwendet. Dazu zählen Betonfassadenteile, Ziegel, Pflastersteine und Stahlkomponenten. Auch im Neubau kommen emissionsarme Materialien zum Einsatz, darunter recycelter Stahl und CO2-reduziertes Aluminium.

Diese Maßnahmen verbessern die Ökobilanz erheblich und zeigen, wie nachhaltige Architektur im Bestand praktisch umgesetzt werden kann.

Nachhaltige Fassadengestaltung

Die Fassade spielt eine Schlüsselrolle bei der Sanierung. Teile der historischen Betonfassade bleiben erhalten und werden sorgfältig integriert. Gleichzeitig entstehen neue Elemente, die sich harmonisch in die bestehende Architektur einfügen.

Besonders wichtig ist der Einsatz von regionalem Kies für neue Waschbetonplatten. Dadurch bleibt die Materialität authentisch und gleichzeitig ressourcenschonend. Auch moderne Fassadensysteme tragen zur Energieeffizienz bei und reduzieren langfristig den Energieverbrauch des Gebäudes.

Neue Aufenthaltsqualität für ein kulturelles Viertel

Mit dem Abschluss der Sanierung erhält die Southbank ein modernisiertes Büroensemble, das neue Impulse für das Viertel setzt. Begrünte Terrassen, offene Eingangsbereiche und flexible Arbeitsflächen schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität.

Gleichzeitig stärkt das Projekt die Verbindung zwischen Architektur, Stadt und Kultur. Die Transformation zeigt, wie sich ein denkmalgeschützter Brutalismusbau erfolgreich in die Zukunft führen lässt, ohne seine Identität zu verlieren.

(Schüco / Heike van Ooyen)

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