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Kippt der Markt bald zugunsten der E-Autos?

13. August 2025

E-Autos
Der Preisunterschied zwischen Elektroautos und Verbrennern schrumpft. Foto: PantherMedia / welcomia
Weniger als 3000 Euro trennen aktuell Elektroautos und Verbrenner bei den beliebtesten Modellen, wenn Rabatte und Sonderangebote eingerechnet werden. Reparaturen nach Unfällen sind bei E-Autos meist teurer als bei Verbrennern. Noch. Mit mehr Erfahrung der Werkstätten wird der Unterschied aber kleiner.
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Elektroautos werden zunehmend erschwinglicher: Die Preisunterschiede zu Verbrennern schrumpfen durch höhere Rabatte und sinkende Listenpreise. Gleichzeitig gewinnen Werkstätten, Abschleppdienste, Feuerwehren und Gutachter mehr Erfahrung im Umgang mit beschädigten E-Autos, wodurch Unfallkosten vergleichbarer werden. Versicherer und Experten sehen all diese Entwicklungen als positives Signal für die Verkehrswende.

Inhaltsverzeichnis

Mehr Erfahrung mit E-Autos: Schäden werden vergleichbarer

Unfallreparaturen bei E-Autos sind meist teurer als bei Verbrennern. Mit zunehmender Erfahrung der Werkstätten wird der Preisunterschied jedoch kleiner. Versicherer sehen darin einen Vorteil für die Verkehrswende.

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Unfallschäden bei E-Autos sind teurer als bei Verbrennern, der Unterschied wird aber kleiner: Vollkasko-Schäden kosten aktuell 15 bis 20 % mehr, vor einem Jahr waren es noch 20 bis 25 %. Bei der Schadenhäufigkeit liegen E-Autos vorne, allerdings nur noch leicht: Sie verursachen rund 10 bis 15 % weniger Vollkasko-Schäden als vergleichbare Verbrenner, zuvor waren es 15 bis 20 %.

„Je mehr Elektroautos auf der Straße unterwegs sind, desto weniger unterscheiden sich ihre Schadenbilanzen von vergleichbaren Autos mit Verbrennungsmotoren“, wird die stellvertretende GDV-Geschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach von der dpa zitiert.

Werkstätten, Abschleppdienste, Feuerwehren und Gutachter haben inzwischen mehr Erfahrung mit beschädigten E-Autos. Nach Einschätzung des GDV ist das ein positiver Effekt für die Verkehrswende: Langfristig hätten deutlich höhere Reparaturkosten der Akzeptanz von Elektroautos schaden können, erklärte Käfer-Rohrbach. Unfallschäden bei E-Autos werden zwar nicht günstiger, ihre Kosten steigen aber langsamer als bei Verbrennern, sodass der Unterschied kleiner wird.

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Wie entwickelt sich die Preissituation?

Der Vergleich basiert auf dem Durchschnittspreis der jeweils 20 beliebtesten Modelle inklusive Rabatten. Die Fahrzeuge sind daher nicht direkt miteinander vergleichbar. Dennoch zeigt die deutliche Veränderung des Preisabstands klar, wie sich die Preissituation entwickelt hat. Dudenhöffer erklärte, dass sich das Elektroauto in Europa und Deutschland immer mehr durchsetze und die Preisentwicklung dabei eine entscheidende Rolle spiele.

Laut Dudenhöffer sorgen auf der einen Seite steigende Listenpreise und geringere Rabatte bei Verbrennern für Veränderungen. Auf der anderen Seite fallen die Listenpreise bei Elektroautos und die Rabatte steigen. Im Moment liegen die durchschnittlichen Rabatte bei Verbrennern und Elektroautos etwa gleich bei rund 17 %. Im Januar waren die Rabatte bei Elektroautos noch etwa 3 Prozentpunkte niedriger als bei Verbrennern.

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„Wir gehen davon aus, dass das Elektroauto deutlich vor dem Jahr 2030 preisgünstiger sein wird als der Verbrenner. Und wenn es preisgünstiger sein wird, dann läuft der Markt. Das Elektroauto kommt und es gibt, wenn man den Klimawandel ernst nimmt, keine Alternative dazu“, sagte er in einem Interview gegenüber dem Standard.

Elektroauto-Verkäufe steigen

Der geringere Preisunterschied hat wahrscheinlich stark zu den gestiegenen Elektroautoverkäufen in den letzten Monaten beigetragen und könnte das auch in Zukunft tun. Der Anteil von Elektroautos hat sich weltweit in drei Jahren mehr als verdoppelt. Schon jedes fünfte neu zugelassene Auto fährt elektrisch, zeigt eine aktuelle Studie von KfW Research.

Besonders profitieren davon die deutschen Hersteller und ihre ausländischen Tochterfirmen, wie die aktuellen Zahlen vom Kraftfahrt-Bundesamt für Januar bis Juli zeigen.

An der Spitze steht klar VW mit 61.600 neuen Elektroautos und einem Marktanteil von fast 21 %. Zusammen mit den Tochtermarken Skoda, Audi und Seat belegt VW die Plätze eins, drei, vier und fünf bei den Elektroauto-Neuzulassungen seit Jahresbeginn. Zählt man auch Porsche auf Platz 15 dazu, kommen die Wolfsburger auf einen Marktanteil von fast 46 % in Deutschland – insgesamt fast 136.000 neue Elektroautos.

Auf Platz zwei im Markt liegt BMW, das als einzige Marke neben VW viele Elektroautos verkauft, mit gut 28.000 Stromern. Zusammen mit Mini kommen die Münchner auf 12 % Marktanteil und 35.500 Fahrzeuge. Dahinter folgen Mercedes, Hyundai und Opel mit 17.400, 15.700 und rund 10.000 neuen Elektroautos. Tesla ist inzwischen auf Platz neun zurückgefallen und hat laut KBA genau 10.000 Neuzulassungen in Deutschland. Im Juli schaffte Tesla wegen einiger Probleme bei Kunden sogar nur noch Platz 14.

Elektroautos gewinnen weltweit und in Deutschland immer mehr Marktanteile

Der Anteil von Elektroautos hat sich weltweit in drei Jahren mehr als verdoppelt. Bereits jedes fünfte neue Auto fährt elektrisch, zeigt eine aktuelle Studie von KfW Research.

Auch in Deutschland gibt es positive Entwicklungen. Der Anteil reiner Elektroautos an den Auto-Exporten aus Deutschland ist auf 27 % gestiegen. Im ersten Quartal wurden jeden Monat durchschnittlich 82.000 reine Elektroautos im Wert von 3,4 Milliarden Euro exportiert. Der Wert der Exporte ist damit fünfmal so hoch wie der der Importe.

Seit Anfang 2024 steigt außerdem der Anteil von reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden bei den Neuzulassungen in Deutschland stetig. Im zweiten Quartal lag der Elektroanteil bei 29 Prozent, während er im ersten Quartal noch unter 20 % lag.

Auch der ADAC berichtet, dass die hohe Nachfrage nach Elektroautos das ganze Jahr über anhält, nachdem sie im letzten Jahr stark zurückgegangen war. Von Januar bis Juli 2025 wurden laut dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) über 297.000 neue Elektroautos zugelassen – das sind 38,4 % mehr als im Vorjahr. Der Verband erklärt das mit dem deutlich größeren Angebot an Elektroautos in den günstigen Einstiegsklassen. (mit dpa)



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