Engagement im Job 11.10.2022, 09:00 Uhr

Motivation: So beflügeln Sie sich und andere

„Ich bin motiviert“, hört man oft. Oder das Gegenteil: „Da fehlt mir die Motivation.“ Aber was ist damit eigentlich gemeint? Nach einfacher Definition ist Motivation ein Gefühl, das den Menschen bewegt, etwas Bestimmtes zu tun. Bei der Karriere kann es weiterhelfen.

Motivation für Karriere

Motivation spielt auch im Arbeitsleben eine wesentliche Rolle.

Foto: panthermedia.net/SergeyNivens

Was genau ist Motivation?

Das Wort Motivation kommt vom lateinischen Wort motus, zu deutsch Bewegung. Die Definition von Motivation fällt in vielen Fällen unterschiedlich aus. Je nachdem, ob sie auf einer philosophischen oder wissenschaftlichen Betrachtung basiert. Am einfachsten drückt es die Definition im Wörterbuch aus: Bei Motivation handelt es sich um „die Beweggründe, die das Handeln eines Menschen bestimmen“. Doch im Grunde deutet auch schon die Übersetzung des ursprünglichen Wortes an, worum es geht: Um Bewegung. Nicht um körperliche Bewegung, sondern darum, sich selbst oder jemand anderen dazu zu bewegen, etwas zu tun.

Wenn Sie hochmotiviert sind, steckt in der Regel ein positiver Effekt dahinter. Sie können Ihre eigene Motivation bewusst dadurch steigern, dass Sie sich belohnen, wenn Sie eine Aufgabe erfolgreich absolviert haben. Für manche Dinge braucht es mehr Motivation als für andere. Fakt ist: Motivation ist prinzipiell immer vorhanden. In den meisten Fällen nutzen Sie sie unbewusst. Wenn Sie essen, sind Sie motiviert, Ihren Hunger zu stillen. Die Motivation findet in Ihrem Unterbewusstsein statt. Wenn Sie sie bewusst nutzen wollen, müssen Sie sich Ziele setzen. Sie müssen dieses Ziel fest erreichen wollen. Sie sollten sich immer wieder vorstellen, welchen positiven Effekt es hat, dieses Ziel zu erreichen. In diesem Moment kommt die Motivation ins Spiel: Sie haben ein festes Ziel, das es zu erreichen lohnt. Folglich sind Sie motiviert, den Weg dorthin auf sich zu nehmen.

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Wie kann man sich selbst motivieren?

Nur wenn Sie sich Ziele setzen, haben Sie die Möglichkeit, etwas zu schaffen. Wer sich Ziele setzt und diese erreicht, hat Erfolg. Und die Aussicht darauf steigert Ihre Motivation. Zunächst ist es wichtig, den Plan richtig zu fassen. Die Formulierung sollte stets positiv sein. Sagen Sie: „Ich möchte eine fröhlichere Lebenseinstellung haben“ anstatt „Ich will nicht mehr so negativ denken“. Ihr Ziel darf hochgesteckt sein. Sie sollten es aber erreichen können. Wenn Sie auf dem Weg merken, dass Sie mit der Zielsetzung keinen Erfolg haben, sinkt die Motivation.

Um sich realistische Ziele setzen zu können, müssen Sie sich zunächst Ihren Ist-Zustand bewusst machen. Nur wenn Sie wissen, wo Sie stehen, können Sie abschätzen, was Sie in welcher Zeit erreichen können. Wenn Sie beispielsweise eine Fremdsprache erlernen wollen, Ihr Ist-Zustand sich aber auf wenige Vokabeln beschränkt, sollte Ihnen klar sein, dass es unmöglich ist, innerhalb von drei Wochen auf dem Niveau eines Muttersprachlers zu sein.

Versuchen Sie, Frustration zu vermeiden. Durch ausbleibenden Erfolg sinkt die Motivation. Wichtig ist, dass Sie folgendes Erkennen: Sie sind nicht gescheitert, weil Sie nicht ausreichend motiviert waren, sondern weil Sie Ihren Ist-Zustand falsch eingeschätzt haben. Bleiben Sie beim Festlegen Ihrer Ziele ein wenig unter Ihren Möglichkeiten und teilen Sie sie in kleine Etappen. Diese erreichen Sie schneller, was wiederum zu mehr Motivation bei dem nächsten Wegstück führt.

Egal ob im Privat- oder im Berufsleben: Wenn Sie einfach so drauf los arbeiten, kann es passieren, dass Sie trotz hoher Motivation nicht weiterkommen. Schuld ist meist falsches Zeitmanagement. Gerade im Beruf bringen Sonderaufgaben einen Zeitplan oft durcheinander. Umso wichtiger ist ein Plan für die anstehenden Aufgaben. Schreiben Sie diese auf und sortieren sie nach Priorität. Achten Sie darauf, Zeitpuffer einzubauen. So werden Sie durch Zusatzarbeit nicht aus der Bahn geworfen. Auch wenn in der ersten Zeit abends noch nicht alles von Ihrer Liste erledigt ist, werden Sie feststellen, dass Ihnen der Zeitplan auf Dauer hilft, Ihre Arbeiten effektiver und somit erfolgreicher zu erledigen. Dieser Erfolg wird Ihre vorhandene Motivation weiter verstärken.

Welche Eigenschaften gehören zur Motivationsfähigkeit?

Motivationsfähigkeit ist zweigeteilt. Sie wissen nun, was wichtig ist, um sich selbst zu motivieren. Das ist ihre individuelle Motivationsfähigkeit. Manchmal ist es jedoch auch nötig, andere zu motivieren. Speziell Ingenieure und Ingenieurinnen in Führungspositionen sollten fähig sein, ihre Mitarbeitenden zu motivieren. Aber was ist für eine gute Motivationsfähigkeit nötig? Folgende Eigenschaften gehören dazu:

  • Sie können Ziele klar definieren.
  • Sie sind in der Lage, abgeschlossene Aufgaben und Projekte auf Verbesserungspotenzial zu überprüfen.
  • Sie sind zuverlässig.
  • Sie stehen zu Ihren Entscheidungen.
  • Sie halten sich an Absprachen und Versprechen.

Wie motiviert man andere?

Ein gutes Arbeitsklima ist ebenfalls mitverantwortlich für die Leistung eines Teams. Als Vorgesetzte oder Vorgesetzter sind Sie für die entsprechende Stimmung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Motivation verantwortlich. Dass im Berufsleben nicht immer Kuschelkurs gefahren werden kann, versteht sich von selbst. Doch wenn Sie als Vorgesetzter ständig Druck auf Ihre Mitarbeitenden ausüben, müssen Sie sich nicht wundern, wenn deren Motivation in den Keller sinkt und das Betriebsklima arktische Temperaturen erreicht. Bedenken Sie, dass Sie auf Ihre Angestellten angewiesen sind. Ein gutes Betriebsklima hängt auch viel von Ihnen als Chef oder Chefin ab. Natürlich geben Sie den Ton an und sagen, was gemacht wird. Doch nicht nur das „was“ ist entscheidend, sondern auch das „wie“:

  • Bitte und Danke – diese zwei Zauberwörter dürfen Sie auch als Chef und Chefin nutzen. Es zeigt Ihren Mitarbeitenden, dass Sie ihre Arbeit schätzen.
  • Auch als Vorgesetze und Vorgesetzter sollten Sie sich entschuldigen, wenn Sie einen Fehler gemacht haben. Das hat nichts mit Schwäche zu tun – im Gegenteil.
  • Gute Leistungen Ihres Teams sind schön, aber keine Selbstverständlichkeit. Ein Lob zur rechten Zeit wird Ihre Mitarbeitenden motivieren.
  • Als Vorgesetzter und Vorgesetzte tragen Sie Verantwortung. Tun Sie dies auch und delegieren Sie diese nicht an Ihre Angestellten.
  • Einen freundlichen und fairen Umgang werden Ihre Mitarbeitenden ebenfalls zu schätzen wissen.
  • Sie stehen in der Rangfolge über Ihrem Team, entsprechend sollte Ihr Auftreten sein: Seien Sie ein Vorbild. Wenn Sie unhöflich oder unfair sind, müssen Sie sich über ein entsprechendes Echo nicht wundern.

Wie wichtig ist Motivationsfähigkeit?

Im Berufsleben ist Motivationsfähigkeit unabdingbar. Wer ohne Motivation seiner Arbeit nachgeht, kann aller Voraussicht nach die erforderlichen Leistungen nicht abrufen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber schauen im Bewerbungsgespräch genau darauf, ob die potenziellen neuen Mitarbeitenden über diese Fähigkeit verfügen. Nicht nur im Management oder Führungspositionen ist Motivationsfähigkeit nötig. Auch Angestellte sollten in der Lage sein, sich selbst, aber auch Kolleginnen und Kollegen zu motivieren. Aus Sicht des Unternehmens ist das verständlich: Motivation ist entscheidend für den Unternehmenserfolg und für die Produktivität der Firma. Aber wie können Sie Ihre Motivationsfähigkeit am besten beweisen?

So beweisen Sie als Bewerber oder Bewerberin, dass Sie sich und andere motivieren können

Personalverantwortliche prüfen die Motivationsfähigkeit der Bewerberinnen und Bewerber im Vorstellungsgespräch. Darauf können Sie sich vorbereiten, weil es meist typische Bewerbungssituationen sind. Dazu zählt beispielsweise die Frage, warum Sie gerade in diesem Unternehmen arbeiten wollen. Dahinter steckt das Interesse an Ihrer Wechselmotivation. Das sollten Sie gut begründen können. Ebenfalls beliebt ist ein Test der Eigenmotivation, etwa mit der Frage, wie Sie sich morgens motivieren, wenn Sie überhaupt keine Lust haben sollten, zur Arbeit zu gehen.

Schlüpfen Sie vor dem Bewerbungsgespräch am besten einmal in die Rolle Ihres Gegenübers. Überlegen Sie sich, was sich Ihre künftigen Vorgesetzten wünschen könnten. Wichtig ist es, darlegen zu können, welche Aspekte der neuen Aufgaben sie besonders reizen (und Sie somit motivieren). Haben Sie in Ihrem bisherigen Berufsleben wichtige Projekte aufgrund ihrer Motivation und Motivationsfähigkeit erfolgreich abgeschlossen, sollten Sie das unbedingt schon im Lebenslauf aufführen.

 

Ein Beitrag von:

  • Julia Klinkusch

    Julia Klinkusch ist freiberufliche Texterin und Medizinautorin.

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