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Human-AI Teaming: So bleibt der Mensch im KI-Zeitalter im Mittelpunkt

06. Juli 2026

Zwei Mitarbeitende und KI
Arbeiten mit KI statt gegen sie: Neues Konzept setzt auf Zusammenarbeit. Foto: Smarterpix/DragosCondreaW
Human-AI Teaming zeigt, wie Unternehmen KI effizient nutzen und zugleich Motivation, Kompetenzen und den Menschen in den Mittelpunkt moderner Arbeitswelten stellen.
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Inhaltsverzeichnis

Künstliche Intelligenz macht Unternehmen effizienter. Darin sind sich viele einig. Doch während Prozesse schneller und automatisierter werden, wächst eine andere Herausforderung: Was passiert mit Motivation, Kreativität und menschlichen Kompetenzen?

Ein neuer Ansatz für die Zusammenarbeit von Mensch und KI

Mit der Zertifikatsweiterbildung „Human-AI Teaming“ hat das Fraunhofer FIT deshalb ein neues, Konzept entwickelt. Ziel ist es, die Lücke zwischen technologischem Fortschritt und menschengerechter Arbeitsgestaltung zu schließen.

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Als eines der ersten Weiterbildungsangebote verbindet das Fraunhofer FIT arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse systematisch mit generativer KI. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die maximale Automatisierung von Aufgaben, sondern die intelligente Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI.

Die Teilnehmenden sollen verschiedene Module entlang eines fiktiven Falls bearbeiten und durchlaufen dabei typische Entwicklungs- und Entscheidungsstationen. Theorie und Anwendung wechseln sich ab, ergänzt durch Übungen, Diskussionen und konkrete Beispiele aus dem Arbeitsalltag.

Ein zentraler Bestandteil ist der direkte Transfer in die Praxis: Dafür werden eigens entwickelte KI-Tools bereitgestellt, die die Anwendung der Methoden unterstützen und auch nach der Weiterbildung im beruflichen Alltag genutzt werden können.

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Die Schattenseite der Automatisierung

Die Entwicklung generativer KI verändert die Arbeitswelt immer weiter. Fachleute aus Wissenschaft und Praxis weisen jedoch darauf hin, dass eine einseitige Ausrichtung auf Effizienz und Automatisierung Risiken mit sich bringt.

Dazu zählen unter anderem der Verlust wichtiger Kompetenzen (De-skilling), sinkende Arbeitszufriedenheit und die Gefahr, dass menschliche Tätigkeiten an Bedeutung verlieren. Wenn KI vor allem als Ersatz und nicht als Unterstützung verstanden wird, kann das langfristig Auswirkungen auf Motivation, Lernprozesse und die Qualität der Arbeit haben.

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Im Ingenieurwesen bedeutet De-skilling durch KI, dass zentrale Aufgaben wie z B. der Entwurf und die Auslegung technischer Systeme, Simulationen und Berechnungen, Fehleranalyse, Planung sowie technische Bewertung zunehmend von KI-Systemen übernommen werden. Dadurch verschiebt sich die Rolle von Ingenieur*innen weg vom aktiven Entwickeln hin zum Überprüfen von KI-Ergebnissen.

Besonders in Bereichen wie Konstruktion und Design zeigt sich das deutlich: Wenn KI automatisch CAD-Entwürfe erstellt oder Bauteile optimiert und Ingenieur*innen diese nur noch kontrollieren, statt selbst verschiedene Lösungsvarianten zu entwickeln, kann langfristig das tiefere Verständnis für konstruktive Zusammenhänge und das Erfahrungswissen in der Entwicklung technischer Lösungen abnehmen.

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Produktiver arbeiten – ohne den Menschen aus dem Mittelpunkt zu drängen

Der neue Ansatz bei der Weiterbildung setzt, wie bereits erwähnt auf eine optimale Aufgabenverteilung: Menschen und KI übernehmen jeweils die Tätigkeiten, die ihren Stärken entsprechen.

Mit anderen Worten: Statt den Menschen zu ersetzen, wird KI zum Partner – und genau darin könnte die Zukunft moderner Arbeitswelten liegen.

Nach Abschluss der Weiterbildung sollen die Teilnehmenden in der Lage sein, die konzeptionelle KI-Strategie ihres Unternehmens aktiv mitzugestalten. Das umfasst die gesamte Entwicklungskette: von der Identifikation geeigneter Anwendungsfälle über die arbeitswissenschaftliche Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI bis hin zur menschzentrierten Bewertung und kontinuierlichen Verbesserung von KI-Lösungen.

Praxisnahe KI-Tools als direkter Mehrwert

Ein Vorteil der Weiterbildung sind extra dafür entwickelte KI-Werkzeuge. Sie unterstützen die Teilnehmenden bei der Anwendung der erlernten Methoden und stehen ihnen auch nach Abschluss der Weiterbildung im Arbeitsalltag als praktische Hilfsmittel zur Verfügung.

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Wissenschaftlich fundiertes Framework für die Arbeitswelt von morgen

„In Zeiten des Fachkräftemangels brauchen Unternehmen nicht nur effiziente Prozesse, sondern Arbeitsplätze, die Menschen motivieren und ihre Kompetenzen stärken. Genau hierfür haben wir ein arbeitswissenschaftlich fundiertes Framework entwickelt, das die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI neu denkt“, erklärt Prof. Dr. Britta Essing Leiterin der Abteilung Human-Centered Engineering & Design am Fraunhofer FIT und Professorin am Institut für Management der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

„Die Weiterbildung ist konsequent praxis- und transferorientiert aufgebaut. Die Teilnehmenden werden durch ein realitätsnahes Szenario geführt und begleiten ein fiktives Unternehmen bei der Entwicklung einer erfolgreichen KI-Strategie.“

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