Berufsprofile

Produktmanagement

Einführung

Allgemeines zum Produktmanagement

Dort, wo es um die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung von Serienprodukten geht, nimmt das Produktmanagement als Querschnittsfunktion eine große Bedeutung in den Unternehmen ein. Die Ingenieure verantworten die konkrete Umsetzung der Produktstrategie und eine Reihe von Koordinationsaufgaben in der Schnittstelle zwischen Kunden, Entwicklung/Konstruktion, Fertigung, Vertrieb, Marketing. Die Mitarbeiter im Produktmanagement können dabei für ein einzelnes Produkt, eine Produktgruppe oder alle Produkte bzw. Services z. B. für eine Branche zuständig sein. Sie begleiten und verantworten das Schicksal ihrer Produkte während des gesamten Produktlebenszyklus, d. h. von der Ideengenerierung über die Entwicklung, Vermarktung bis zur Eliminierung. Dabei werden sie immer stärker global tätig und unterstützen z. B. die Vertriebseinheiten weltweit.Daraus folgt einerseits, dass Ingenieur im Produktmanagement ständig ihr Ohr am Markt und bei den Kunden haben müssen, um Problemstellungen zu erkennen und die Entwicklung neuer Lösungen anzustoßen. Am Anfang der Entwicklung steht die Produktdefinition. Bei der späteren Umsetzung geht es darum, gleichermaßen Belange der unternehmensinternen Bereiche und des Marktes unter einen Hut zu bringen.

Fürs Produktmanagement brauchen Ingenieure Know-how der Branche

Ohne technische Kenntnisse und branchenbezogenes Know-how dürften sich Ingenieure im Produktmanagement demnach schwer tun. Während des gesamten Entwicklungsprozesses achten sie darauf, dass die ursprünglich getroffenen Produktvereinbarungen wirklich eingehalten werden. Ist das Produkt entwickelt, konzentrieren sich letztlich die Aktivitäten des Produktmanagements auf das Marketing. Es wird dabei über den Einsatz aller Marketinginstrumente der Sortiments-, Preis- und Konditionen-, Kommunikations- und Distributionspolitik entschieden.In letzter Konsequenz ist das Produktmanagement für den Markterfolg seiner Produkte verantwortlich. Je technischer und komplexer die Produkte, desto mehr Ingenieurexpertise ist bei der Ausübung der Tätigkeiten gefragt. Andererseits müssen Produktmanager stark kunden- und vertriebsorientiert denken und handeln. Dieser Spagat erfordert in der Regel eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis. Verständlicherweise kämpfen auf diesem Gebiet Betriebswirtschaftler und Ingenieure gemeinsam um die offenen Stellen. Hinsichtlich der Führungsaufgaben ist der Leiter des Produktmanagements verstärkt mit strategischen, planerischen und steuernden Aufgaben befasst. Er sorgt für die Sicherung und Steigerung von Marktanteilen, Realisierung von Marktpotenzialen, Gewinnung von Neukunden usw.

Branchen im Produktmanagement

Branchen, in denen für den Funktionsbereich „Produktmanagement“ (Ingenieure, Techniker) neue Arbeitskräfte gesucht werden, geordnet nach Anzeigenaufkommen in ingenieurkarriere.de:

  • Fahrzeugbau
  • Maschinenbau
  • Elektrotechnik / Automatisierungstechnik
  • Automobilindustrie / -zulieferer
  • Elektronik / Mess- und Regeltechnik / Halbleiter
  • Anlagenbau
  • Produktmanagement in der Kunststoffindustrie
  • IT / EDV / Telekommunikation
  • Medizintechnik / Gesundheit / Sozialwesen
  • Konsum- und Gebrauchsgüter
  • Energieerzeugung / -versorgung / -handel
  • Getriebe- und Antriebstechnik / Lager
  • Feinmechanik und Optik
  • Technische Dienstleistungen
  • Armaturen / Pumpen / Verdichter
  • Chemische-/pharmazeutische Industrie / Raffinerien
  • Luft- und Raumfahrttechnik
  • Architektur / Bau / Bauindustrie / Gebäudetechnik
  • Heizung / Klima / Lüftung / Sanitär
  • Consulting / Beratung fürs Produktmanagement

Kombination im Produktmanagement

Positionen für Ingenieure werden oftmals schlicht mit Produktmanager oder Produktmanagement überschrieben. Häufig werden diese Titel dann mit der jeweiligen ingenieurtechnischen Fachrichtung kombiniert z. B. Fahrzeugtechnik, Medizintechnik, Steuerungstechnik. Oft sind zudem die Gegenstände zu erkennen, mit denen sich der Ingenieur auseinandersetzen soll: Elektroniksysteme, Antriebe, Solarmodule usw. Um der technischen Dimension einen entsprechenden Stellenwert zu verleihen, findet sich häufig auch das Adjektiv „technisch“ in der Positionsbezeichnung wieder, z. B. „Technischer Produktmanager“.

Basisdaten für das Produktmanagement

Die Datenbasis für die nachstehenden Ausführungen lieferten Auswertungen zum Online-Stellenmarkt und zur Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de zum Bereich Produktmanagement.

  • Aufgaben, Anforderungen, Positionsbezeichnungen, Branchenschwerpunkte stammen aus einer Auswertung von Stellenanzeigen zum Berufsfeld Produktmanagement des Online-Stellenmarktes von ingenierkarriere.de. Es wurden sehr umfangreich Stellenanzeigen zu dem Funktionsbereich ausgewertet.
  • Aussagen über Bewerberpräferenzen ergeben sich aus der Auswertung der Zielvorstellungen von über 20.000 Ingenieuren aus der Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de zum 01.01.2013. Um Aussagen zum Stellenmarkt treffen zu können, wurden Stellenangebote, die vom 30.06.2009 bis 01.01.2013 auf ingenieurkarriere.de geschaltet wurden, herangezogen. Die eingetragenen Ingenieure setzen sich dabei aus Professionals, Young Professionals und Hochschulabsolventen aus allen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, Branchen, Funktionsbereichen und Hierarchieebenen zusammen.

Fach- und Führungsaufgaben

Aufgabenschwerpunkt 1 im Produktmanagement

Marktforschung, Ideengenerierung, Produkt-/Servicedefinition fürs Produktmanagement

  • Systematische Erforschung und Analyse von Markt-/Umfeldinformationen: Markttrends, Marktpotenziale, Marktanforderungen, Kundenanforderungen, Produkt-/Servicemöglichkeiten für Kunden, Wettbewerb, Technologien, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Vertriebswege
  • Bewertung (inter)nationaler Markt-/Kundenanforderungen und Marktchancen im Produktmanagement
  • Ideenfindung bzw. Anstoß für die Neu-/Weiterentwicklung von Produkten, Dienstleistungen, Produktbausteinen, Produktprogrammen, Produktportfolio, Marken, Prozessen als Lösungen für Fragestellungen von Kunden
  • Bewertung von Ideen, anfertigen von Entscheidungsgrundlagen und Roll-In von neuen Entwicklungsideen
  • Prüfen der technischen Machbarkeit
  • Übersetzen der Kundenanforderungen in die Sprache der Entwicklung fürs Produktmanagement
  • Erstellen von Anforderungsprofilen, Lastenheften und Pflichtenheften für neue Produkte, Dienstleistungen, Marken usw.

Aufgabenschwerpunkt 2 im Produktmanagement

Produktpolitik, Produktentwicklung, Outsourcing im Produktmanagement

  • Verantwortung für das Produktprogramm, eine Produktlinie, ein Produkt, das Produktportfolio, Produkt Roadmap …
  • Zuständig für den Programmausbau, die Programmbereinigung (Sortimentspolitik), die Standardisierung des Produktprogramms
  • Entwicklung der Produktkonzeption und der Vermarktungskonzeption gehören zum Produktmanagement
  • Gestaltung des Prozesses von der Produktidee über die Projektierung und Entwicklung bis zur Vermarktung und Eliminierung, ggf. Projektverantwortung
  • Produktneu- und Produktweiterentwicklung insbesondere im Hinblick auf die europäischen/globalen Märkte
  • Bearbeiten von Projekten vom Lastenheft bzw. Pflichtenheft bis zur Produktionseinführung
  • Synchronisieren von Entwicklungsaktivitäten und Fertigung fürs Produktmanagement
  • Mitwirkung an der Produktplanung: Auswahl von Produktionsverfahren, Produktkalkulation, Bewertung des Investitionsvolumens
  • Auswahl und Betreuung wettbewerbsfähiger Lieferanten und Kooperationspartner
  • Planung, Koordination, Überwachung extern vergebener Leistungen (Forschung, Entwicklung, Konstruktion, Prototypen-, Werkzeug-, Vorrichtungsbau u.ä.)
  • Sorge für die Einhaltung vertrieblicher, produkttechnischer, rechtlicher Anforderungen
  • Einhaltung von Kosten-, Mengen-, Termin- und Qualitätszielen
  • Erprobung von Prototypen, interne und externe Produkteinführung Roll-out/Roll-in von Lösungen
  • Erstellen der Produktdokumentation fürs Produktmanagement
  • Pflege der Produktdatenbank (Hersteller, Zulieferer, Lieferanten)
  • Erarbeiten von Service- und Wartungskonzepten
  • Sicherstellung der After-Sales-Betreuung und Feedbackanalyse
  • Sicherstellung der Produktpflege bis zum Produktauslauf

Aufgabenschwerpunkt 3 im Produktmanagement

Produktvermarktung im Produktmanagement

  • Verantwortung des strategischen und operativen Marketings
  • Wahrnehmung der produktbezogenen Budgetverantwortung im Produktmanagement
  • Technische und kaufmännische Verantwortung für das Produkt, das Produktportfolio …
  • Koordinieren/Steuern der Marketing-Mix-Maßnahmen während des gesamten Produktlebenszyklus
  • Planung und Umsetzung von Marktkampagnen und Werbemaßnahmen
  • Erarbeiten der Basisargumentation für die Vertriebsorganisation
  • Erstellen und Pflege von Werbemitteln fürs Produktmanagement
  • Wahrnehmung der Pressearbeit
  • Erarbeiten von Datenblättern, Applikationsbeispielen, Fachartikeln, Presse-Informationen, Anzeigen, Mailing-Aktionen für die Produktvermarktung
  • Festsetzung von Preisen und Konditionen (Preis- und Konditionengestaltung)
  • Kalkulation, Angebotserstellung, Angebotsverfolgung und Vertragsabschluss mit Vertrieb
  • Überwachung des Markterfolges der Produkte im Produktmanagement
  • Ggf. Übernahme des Key Account Managements

Aufgabenschwerpunkt 4 im Produktmanagement

Kommunikation und Abstimmung im Produktmanagement

  • Arbeiten in interdisziplinären Projektteams bei der Entwicklung und Markteinführung von neuen Lösungen
  • Vertretung des Produktbereiches nach innen und außen, national und international (Messen, Symposien, Schulungen, Seminare, Vorträge, Publikationen)
  • Beteiligung an Verkaufsgesprächen als technischer Produktexperte
  • Technische Beratung, Schulung und Betreuung von Verkaufsverantwortlichen, Kunden, Distributoren
  • Auf- und Ausbau der Kontakte zu Key-Accounts auf Anwender- und Entscheiderebene, Fachwelt und Meinungsführern
  • Koordination von Kooperationsprojekten mit externen Partnern im Produktmanagement
  • Koordination und Vermittlung als Moderator zwischen den internen Funktionsbereichen (Vertrieb, Fertigung, Entwicklung, Qualität) und den Kunden
  • Enge Zusammenarbeit mit Technik, Logistik, Vertrieb, Marketing, Lieferanten

Aufgabenschwerpunkt 5 im Produktmanagement

Managementaufgaben im Produktmanagement

  • Erstellen, umsetzen, überwachen von Business- und Budgetplänen
  • Auf- und Ausbau des Produktmanagements im Unternehmen
  • Definition des Produktportfolios nach technischen und kommerziellen Parametern
  • Entwicklung und Realisierung des Produktportfolios in Zusammenarbeit mit der zentralen Entwicklung, dem weltweiten Vertrieb und Marketing
  • Verantwortung der Absatzplanung, Werbung, Verkaufsförderung, PR im Produktmanagement
  • Optimierung des Marketing-Mixes für mehrere oder alle Produkte
  • Internationale Koordination des Marktauftritts
  • Erarbeitung neuer Geschäftsfelder, Geschäftsfeld-, Produkt-, Innovationsstrategien
  • Bestimmung von Zielmärkten und Erarbeitung teilmarkt- und wettbewerbsbezogener Produktpositionierung, Produktstrategien
  • Optimierung des Produktportfolios im Produktmanagement

Voraussetzungen

Abschlüsse fürs Produktmanagement

Chancen im Produktmanagement haben in erster Linie Ingenieure mit einem Diplomabschluss der Fachhochschule, Universität oder technischen Hochschule. Es wird kein nennenswerter Unterschied zwischen Absolventen der Fachhochschule, Universität oder technischen Hochschule gemacht. Bedingt gute Möglichkeiten dürften sich für Absolventen der Berufsakademien ergeben, da in den Anzeigen häufig lediglich eine „fundierte Ingenieurausbildung“ oder allgemein ein „technisches Studium“ nachgefragt wird. Techniker haben im Bereich Produktmanagement durchaus Chancen, wenn auch begrenzt. Promovierte Ingenieure werden dagegen in den Stellenanzeigen für diesen Funktionsbereich nicht ausdrücklich nachgefragt. Erst vereinzelt vertreten sind in den Anzeigen zu diesem Berufsfeld die Bachelor- und Masterabschlüsse.

Studienfächer fürs Produktmanagement

Die Studienfächer bzw. Studienrichtungen der Ingenieure spielen im Produktmanagement keine entscheidende Rolle. Viel wichtiger ist die einschlägige Berufserfahrung. Zwar werden in den Anzeigen häufiger Maschinenbau-, Elektro- und Wirtschaftsingenieure im Text aufgeführt, vielfach werden Studienfach oder Studienrichtung jedoch offen gelassen oder nur sehr vorsichtig wünschenswerte Studienschwerpunkte angesprochen, die am besten zur Branche passen. Bedeutender als Studienfach und Studienrichtung scheint ein großes Verständnis für Fragestellungen aus Marketing und Vertrieb zu sein, das die Ingenieure unbedingt mitbringen müssen.Bei den meisten Stellenausschreibungen im Produktmanagement stehen die Ingenieure in direkter Konkurrenz zu den Betriebswirtschaftlern, bei denen umgekehrt ein großes technisches Verständnis vorhanden sein muss. Konkurrenz erwächst den Ingenieuren bei Stellenangeboten für den Bereich Produktmanagement auch von den Naturwissenschaftlern, die in Abhängigkeit von Produkt und Branche gleichfalls gefragt sind. Sehr selten taucht in einer Anzeige die Forderung bzw. der Wunsch nach einem MBA-Studium auf.

Berufspraxis fürs Produktmanagement

Während Studienfach und Studienrichtung in den Stellenanzeigen für das Produktmanagement in den Hintergrund treten, spielt die Berufserfahrung der Ingenieure eine ganz wesentliche Rolle. Neben dem Hochschulstudium werden in den Stellenanzeigen überwiegend vorausgehende Berufserfahrungen gefordert. Bei mehr als 60 % der ausgeschriebenen Fachpositionen werden erste oder mehrjährige Berufserfahrungen verlangt. Generelle Berufserfahrungen reichen dabei häufig nicht aus, meistens werden einschlägige Berufserfahrungen vorausgesetzt. Es wird in solchen Anzeigen ausdrücklich betont, dass Berufserfahrungen in der gleichen Branche (möglichst ähnliches Produkt) und/oder in den Funktionen Vertrieb, Marketing, Produktmanagement und/oder auf der gleichen Hierarchieebene erwartet werden.Hochschulabsolventen werden dennoch hin und wieder zur Abgabe ihrer Bewerbung aufgefordert. Das Produktmanagement betrachten die meisten Unternehmen als Disziplin für Praktiker aus dem Produktmanagement. „Umsteiger“ unter den Ingenieuren sind daher von den Unternehmen nur selten gefragt.

Zusatzwissen fürs Produktmanagement

Bei den Zusatzqualifikationen werden von Ingenieuren in den Stellenanzeigen fürs Produktmanagement häufig Erfahrungen im Vertrieb oder Marketing und/oder gute Betriebswirtschaftskenntnisse als unumgänglich gefordert. Für besonders hilfreich halten die inserierenden Unternehmen Marketingkenntnisse (Portfolio- und Marketingplanung, Marketing-Mix etc.) und Kenntnisse in der Kostenrechnung, insbesondere der Kalkulation.Umgekehrt sollten Betriebswirtschaftler unter den Bewerbern ein ausgeprägtes Gefühl für die Technik mitbringen. Ansonsten kann es nicht verkehrt sein, wenn sich Kandidaten im Projektmanagement auskennen. Diese Expertise ist hier allerdings weitaus weniger ausdrücklich in den Anzeigen gefragt als etwa in den Bereichen Forschung und Entwicklung oder Konstruktion. Aufgrund der Schnittstellenbedeutung helfen Kenntnisse oder Praxis in Fertigung, Entwicklung, Konstruktion gleichfalls dem Unternehmen bzw. dem Kandidaten weiter. Wichtig bzw. notwendig können auch Markt-, Branchen- oder Produktkenntnisse sein.

EDV im Produktmanagement

Ingenieure im Produktmanagement müssen den PC in erster Linie als Hilfsmittel für administrative Aufgaben einsetzen. Es reicht im Grunde aus, einen PC mit den üblichen Office-Produkten gut benutzen zu können. Selten werden darüber hinausgehende Anforderungen in den Anzeigen genannt. Je nach Branche und Produkt werden CAD-Kenntnisse als wünschenswerte Qualifikation aufgeführt. Mit Sicherheit müssen Mitarbeiter dieses Berufsfeldes aber nicht am PC konstruieren. Da Produktmanagement eine höchst kommunikative Aufgabe ist, kann die Beherrschung des einen oder anderen Grafik- oder Präsentationsprogramms für Unternehmen und Kandidaten hilfreich sein.

Sprachen fürs Produktmanagement

Aufgrund der internationalen Märkte gehört das Produktmanagement zu den Funktionsbereichen im Unternehmen, die sehr stark international geprägt sind. Denken Unternehmen heute über Märkte nach, werden die nationalen Grenzen schnell verlassen, insbesondere in einem Land, das so stark exportabhängig ist wie Deutschland. Aber auch andere wichtige Unternehmensbereiche wie Entwicklung, Produktion, Einkauf können im Ausland liegen und sind von den Produktmanagern im Rahmen ihrer Arbeit zu integrieren.Ohne sichere Englischkenntnisse geht daher im Produktmanagement nichts. In fast allen Anzeigen werden von Ingenieuren Englischkenntnisse gefordert. Das Produktmanagement gehört zu den wenigen Disziplinen, zu denen in den Stellenanzeigen andere Sprachen als wünschenswerte Zusatzqualifikation angesprochen werden. Dabei handelt es sich meist um Französisch, in seltenen Fällen um Spanisch.

Softskills fürs Produktmanagement

Unternehmen fordern in den Stellenanzeigen zum Berufsfeld Produktmanagement folgende Persönlichkeitsmerkmale von Ingenieuren (alphabetisch geordnet):

  • Analytisches Denken, analytische Fähigkeiten
  • Durchsetzungsstärke, Durchsetzungsvermögen
  • Engagement, Leistungsbereitschaft
  • Flexibilität (zeitlich, inhaltlich) der Ingenieure
  • Interdisziplinäres Denken, interdisziplinäres Handeln
  • Interkulturelle Kompetenz, internationale Erfahrung
  • Kommunikationsstärke, Kommunikationsfähigkeit
  • Kreativität, Phantasie, Erfindungsgabe
  • Mobilität und (weltweite) Reisebereitschaft fürs Produktmanagement
  • Präsentationsstärke
  • Selbstständigkeit, Eigenständigkeit
  • Teamgeist, Teamorientierung, Teamplayer
  • Verantwortungsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein
  • Zielgerichtetes Handeln, zielorientiertes Vorgehen im Produktmanagement

Kommunikations- und Präsentationsstärke stellt aufgrund der ausgeprägten Schnittstellenfunktion zwischen Produktion, Entwicklung, Technik, Vertrieb und Kunden die herausragende persönliche Eigenschaft dar, neben Kreativität, Teamorientierung und Teamfähigkeit.Für Führungskräfte können keine von den generellen Persönlichkeitsmerkmalen abweichenden Fähigkeiten in den Stellenanzeigen fürs Produktmanagement ausgemacht werden.

Positionsbezeichnungen

Fachliche Laufbahn im Produktmanagement

Auf der Ebene Ingenieur/Sachbearbeiter werden häufiger Positionen mit den folgenden Bezeichnungen im Produktmanagement besetzt (alphabetisch geordnet):Customer Product Manager, Experte Produktmanagement, Ingenieur Produktplanung und Marketing, International Product Manager, Junior Produktmanager, Mitarbeiter im Produktmanagement, Product Manager Vertrieb, Product Development Spezialist,Produktmanager, Sales-Support-Ingenieur im Produktmanagement, Senior-Produktmanager, Technischer Produktmanager

Managementlaufbahn im Produktmanagement

Auf den Ebenen Projektmanager, Team-, Abteilungs-, Bereichsmanager werden häufiger Positionen mit den Bezeichnungen besetzt (alphabetisch geordnet):Leiter Produktmanagement, Projektmanager im Produktmanagement, Business Development Manager

 Anmerkung fürs Produktmanagement

Die zunehmende Globalisierung schlägt sich auch in den Positionsbezeichnungen im Produktmanagement nieder, die teilweise angelsächsisch gewählt werden. Das Wort „Manager“ wird in diesem Sprachraum durchaus auch für Sachbearbeiterposition verwendet, klingt aber gewaltiger. Zum Teil suchen aber auch ausländische Unternehmen in Deutschland nach Kandidaten und verwenden dann internationale Stellenbezeichnungen. Häufig findet auch eine Vermischung aus deutschen und englischen Begriffen in den Bezeichnungen statt.

Bewerberkonkurrenz

Bewerberpräferenzen beim Produktmanagement

Rund 7 % aller Berufswünsche der Ingenieure aus der Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de gingen zum 01.01.2013 in Richtung Produkmanagement. Tendenz gegenüber Auswertungen früherer Jahre: Steigend. Es lässt sich damit feststellen, dass dieses Berufsfeld relativ gut von den Ingenieuren gefragt ist. Lediglich Forschung und Entwicklung, Projektmanagement, Planung/Beratung/Dienstleistung bzw. Engineering schneiden besser ab. Das Berufsfeld Produktion bewegt sich auf gleichem Level.

Erfolgsaussichten im Produktmanagement

Der relativ hohen Nachfrage bei den Ingenieuren nach dem Produktmanagement steht eine relativ moderate Zahl an Stellenanzeigen gegenüber. Das Ingenieurinteresse übersteigt die Anzahl der Stellenangebote. Daher müssen sich Ingenieure bei der schriftlichen Bewerbung und im Bewerbungsprozess absolut professionell verhalten und sich auf diese Weise eine Chance bei den Unternehmen erarbeiten. Sicherlich spielen Branchensituation, Unternehmensgröße, Unternehmensimage und die Region gleichfalls eine wichtige Rolle, um hier eine endgültige Aussage treffen zu können.

Von Bernd Andersch

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