Karrierestart

Tipps für den erfolgreichen Berufseinstieg

Sie sind Ingenieur und haben sich in Ausbildung, Praktika und Studium jahrelang auf den Berufseinstieg vorbereitet. Trotz guter Jobchancen ist der Weg zum ersten Job jedoch steinig und gespickt mit Stolperfallen. Ingenieur.de hat die wichtigsten Tipps für den erfolgreichen Berufseinstieg.

Fallen lauern für Berufseinsteiger überall.

Fallen lauern für Berufseinsteiger überall.

Foto: panthermedia.net/pressefotograf

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Als Berufseinsteiger gilt, wer den angestrebten Beruf oder einen vergleichbaren Job bisher noch nicht ausgeübt hat. Der Kreis der Berufsanfänger gliedert sich dabei in 2 Gruppen. Da ist zum einen die große Gruppe von Ingenieuren und Informatikern, die kürzlich ihr Studium an Uni oder Fachhochschule abgeschlossen hat und den Arbeitsvertrag für den ersten Job unterschreiben will.

Die zweite Gruppe sind die Quereinsteiger, also Menschen, die schon länger im Berufsleben stehen. Sie haben eine Umschulung, eine Weiterbildung oder ein berufsbegleitendes Studium absolviert und wollen künftig als Ingenieur oder Informatiker arbeiten. Gehören Sie zu dieser Gruppe, so haben Sie in der Regel jede Menge Berufserfahrung, aber eben nicht im angestrebten Berufsfeld.

Muss- und Kann-Anforderungen unterscheiden lernen

Trotz derzeit sehr guter Jobaussichten für Ingenieure und Informatiker bedeutet das nicht automatisch, dass Ihnen als Berufseinsteiger die erste Stelle quasi hinterhergetragen wird. Schließlich fehlt es Ihnen zum Berufseinstieg vor allem an Berufserfahrung. Und die ist in den meisten Stellenanzeigen neben vielen anderen Skills gefordert. Klar ist: Arbeitgeber suchen immer nach dem perfekten Kandidaten, der schnell studiert hat, vorher idealerweise noch eine Ausbildung absolviert hat und 3 Fremdsprachen fließend beherrscht.

Und natürlich sollte er 3 bis 5 Jahre Berufserfahrung mitbringen, falls möglich im geforderten Verantwortungsbereich. Wer das alles mitbringt und seine Stationen zügig durchgezogen hat, dem wird wahrscheinlich nur noch mangelnde Lebenserfahrung vorgeworfen.

Machen Sie sich für den erfolgreichen Karrierestart bewusst, dass der Arbeitgeber ebenso wie Sie immer den perfekten Kandidaten suchen wird. Ob es tatsächlich Bewerber gibt, die die geforderten Erfahrungen und Kompetenzen in Gänze mitbringen, sei dahingestellt. Dennoch sollten Sie Stellenanzeigen im Umkehrschluss nicht unterschätzen.

Unterscheiden Sie deswegen zwischen Muss- und Kann-Anforderungen. Denn wer sich auf Stellen bewirbt, aber nicht mal die Muss-Anforderungen erfüllt, der macht sich nur unnötige Arbeit. Erfahrungen und Kompetenzen mit dem Prädikat „wünschenswert“ sollten Sie hingegen nicht von einer Bewerbung abhalten. Den folgenden Anforderungen an die Berufserfahrung sollten Sie jedoch für den erfolgreichen Berufseinstieg und Karrierestart entsprechen:

  • Die Stellenanzeige fordertErste Kenntnisse“: Auch wenn Sie als frischgebackener Ingenieur oder Informatiker frisch von Uni oder Fachhochschule kommen, in puncto Berufserfahrung bringen Sie mit Sicherheit schon „erste Kenntnisse“ mit. Beispielsweise haben Sie Praktika absolviert, als Werkstudent gearbeitet, ein Auslandssemester gemacht und/oder waren ehrenamtlich tätig. Das heißt, Sie haben bereits Arbeits- und Unternehmensstrukturen kennenglernt. Sie haben mit Kollegen und Vorgesetzten zusammengearbeitet und wissen, worauf es hier ankommt.
  • Die Stellenanzeige fordertEinschlägige Kenntnisse“: Wenn die Stellenanzeige des Arbeitgebers „einschlägige Kenntnisse“ verlangt, sollten Sie sich als Berufseinsteiger nur darauf bewerben, wenn Sie in dieser Branche schon Erfahrungen sammeln konnten. Sie haben zum Beispiel schon Praktika in diesem Arbeitsbereich absolviert oder als Werkstudent entsprechend gearbeitet. Der Arbeitgeber erwartet hier also, dass Sie sich auch als Berufseinsteiger durch Ihre Vorkenntnisse recht schnell einarbeiten.
  • Die Stellenanzeige fordert „Fundierte Kenntnisse“: Erwartet der Arbeitgeber „fundierte Kenntnisse“ in bestimmten Bereichen der Berufserfahrung, dann sind Sie als Berufseinsteiger fast ohne Chance. Fundierte Kenntnisse kann nur vorweisen, wer über Jahre hinweg in diesem Bereich gearbeitet hat. Auch eine fundierte Berufserfahrung aus einem anderen Bereich bringt hier wenig, falls die geforderten Kenntnisse nicht gleich mit abgedeckt werden.

Man hat es als Berufseinsteiger also nicht leicht. Dennoch sollte man sich für den erfolgreichen Karrierestart von derlei Anforderungen nicht abschrecken lassen. Schließlich haben Sie in der Regel im Rahmen von Praktika, Praxissemestern und/oder berufsbegleitenden Jobs wie gesagt schon Erfahrungen gesammelt. In Anbetracht der aktuellen Arbeitsmarktsituation reicht das oftmals für den Berufseinstieg aus.

Alternative Wege für den Berufseinstieg

Wer den klassischen Weg des Direkteinstiegs – aus welchen Gründen auch immer – nicht gehen möchte oder kann, dem bieten sich alternative Wege für den Jobeinstieg:

Einstieg durch ein Praktikum

Sie absolvieren bei Ihrem Wunscharbeitgeber ein Praktikum oder haben bereits während des Studiums ein Praktikum dort gemacht. So verschaffen Sie sich einen Einblick in das angestrebte Arbeitsfeld. Ganz nebenbei lernen Sie die Unternehmensstruktur kennen und können entscheiden, ob Ihnen Arbeitgeber, Art des Jobs und Ort der Tätigkeit passen. Wer sich in einem solchen Praktikum bewährt, der hinterlässt einen guten Eindruck und steigert seine Chancen als Berufseinsteiger.

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Berufseinstieg durch einen Job als Werkstudent

Diese Tätigkeit bezieht sich auf die Zeit während des Studiums. Im Rahmen einer Werkstudententätigkeit arbeiten Sie studienbegleitend für den Wunscharbeitgeber. Aus diesem Job kann sich zum Beispiel die Option ergeben, die eigene Masterarbeit im Unternehmen zu verfassen. Durch Ihre Ergebnisse liefern Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber wertvolle Informationen und Erkenntnisse. Hieraus kann sich der Berufseinstieg ergeben. Schließlich kennen Sie das Unternehmen bereits gut und haben ihm wertvolle Dienste geleistet.

Jobeinstieg als Trainee

Wer im Rahmen eines Traineeprogramms einsteigt, der war als Berufseinsteiger bereits erfolgreich. Der Direkteinstieg ist gelungen und einem Großteil winkt danach ein Arbeitsvertrag. Allerdings handelt es sich bei den Anstellungsverhältnissen häufiger um befristete Arbeitsverträge.

So finden Sie als Berufseinsteiger den ersten Job

Wer als Ingenieur oder Informatiker den ersten Job sucht, der braucht für den erfolgreichen Karrierestart vor allem Geduld. Trotz sehr guter Jobaussichten kann es bis zu einem Jahr dauern, bis die passende Stelle gefunden ist. Schließlich müssen verschiedene Voraussetzungen für den erfolgreichen Berufseinstieg zusammenkommen: Sie müssen die in Frage kommende(n) Stelle(n) erstmal finden und sich darauf bewerben.

Die eigentliche Bewerbungsphase kann Wochen bis Monate andauern und Kennenlern-, Bewerbungs- sowie Einstellungsgespräche umfassen. Der Erfolg ist hier nicht garantiert. Wenn sich das Unternehmen kurz vor dem Ziel doch für einen anderen Bewerber entscheidet, beginnt die Suche von Neuem. Man sollte als Berufsanfänger also reichlich Zeit einkalkulieren.

Arbeitsfelder und Arbeitgeber während des Studiums sondieren

Für den erfolgreichen Berufseinstieg sollte man sich als Ingenieur oder Informatiker schon vor dem Ende des Studiums je nach Ausrichtung auf die Suche nach passenden Arbeitsfeldern und Arbeitgebern machen. So setzen Sie sich schon frühzeitig mit der späteren Stellensuche und vorhandenen Jobchancen auseinander. Machen Sie sich bewusst, dass Sie während des Studiums nicht nur fachliche Qualifikationen erworben haben, sondern auch gelernt haben, sich (und andere) zu organisieren. Zudem haben Sie Problemlösungsstrategien entwickelt und können Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Sie sind also schon in der Lage, Aufgabenstellungen in einen größeren Zusammenhang zu setzen – über die fachliche Ebene hinaus.

Wer als Berufseinsteiger vorher schon „echte“ Berufserfahrung vorweisen will oder muss, der kann diese wie beschrieben als Werkstudent oder im Rahmen von Praktika sammeln. So finden Sie auch heraus, was Ihnen gefällt und was nicht. Für die Bewerbungsphase sollten Sie sich die eigenen Stärken bewusst machen und diese auch in den Bewerbungsunterlagen und Vorstellungsgesprächen deutlich machen. Das hilft auch dabei, passende von unpassenden Stellen zu unterscheiden.

Career-Service für den erfolgreichen Berufseinstieg

Bereits während des Studiums können Sie für den erfolgreichen Berufseinstieg die Beratungs- und Informationsangebote der Career-Services an Universitäten und Fachhochschulen in Anspruch nehmen. Sie verfügen oftmals über Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern und fungieren als Bindeglied zwischen Hochschule und Unternehmen. Die Career-Services können Ihnen zudem praktische Tipps für die Bewerbung geben und Fragen zum Arbeitsvertrag oder zur Gehaltsverhandlung beantworten.

Karriereevents oder Jobmessen sind eine weitere Möglichkeit, um den Wunscharbeitgeber zu finden und/oder zu kontaktieren. Auf derlei Veranstaltungen können Sie sich über Unternehmen informieren und sich als erfolgversprechenden Kandidaten präsentieren. Darüber hinaus sollten Sie frühzeitig und kontinuierlich Ihr Netzwerk ausbauen. Auch Alumni-Netzwerke können für Berufseinsteiger wichtig sein. Beim „Netzwerken“ geht es vor allem darum, Kontakte zu pflegen und nicht aktiv um Gefälligkeiten oder gar einen Job zu bitten. Der erste Job sollte sich daraus von selbst ergeben und nicht, indem Sie darauf drängen.

 

Informieren Sie sich über:

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