Mach mal Pause 15.02.2018, 10:23 Uhr

Wie sich Ingenieure vor Stress und Burn-out schützen können

Permanent gestresst im Job? Das kann gefährlich werden und schlimmstenfalls im Burn-out enden. Lesen Sie hier, wie sie sich frühzeitig gegen das Ausbrennen schützen. 

Wochenlange Dunkelheit, Kälte und Nässe können eine Depression -
 oder neudeutsch: Burnout -
 begünstigen. Doch Sie können sich schützen. Und sollten frühzeitig etwas für Ihr Wohlbefinden tun. 

Wochenlange Dunkelheit, Kälte und Nässe können eine Depression - oder neudeutsch: Burnout - begünstigen. Doch Sie können sich schützen. Und sollten frühzeitig etwas für Ihr Wohlbefinden tun. 

Foto: Victoria Bonn-Meuser/dpa

Die meisten Menschen kennen solche Phasen: Große und komplizierte Job-Projekte bringen sie an den Rand der Belastungsgrenze. Wenn dann noch Terminkalender und E-Mail-Postfach überquellen, sich Aufgaben stapeln und die Stimmung im Team nicht stimmt, beginnen erste depressive Symptome wie permanente Müdigkeit oder das Gefühl der Unzulänglichkeit. Hält die Phase zu lang an, ist der berühmte Burn-out nicht mehr weit. Doch dem können Sie frühzeitig entgegensteuern. Hier sind einige Tipps.

Glauben Sie an sich selbst

Die Welt, die wir erleben, ist das Resultat unserer Wahrnehmung und Gedanken. Und beide können wir zu unserem Vorteil verändern. Schritt eins: Das Selbstbewusstsein stärken, an die eigenen Fähigkeiten glauben und ein Gespür für negative Gedanken entwickeln. Allein das schon senkt den Stresspegel, sagt auch Arbeits- und Gesundheitspsychologe Tim Hagemann dem Stern: „Man spricht vom Glauben an die eigene Selbstwirksamkeit. Wenn der stark ausgeprägt ist, sind Sie gegen Stress immuner, weil Sie überzeugt sind, dass Sie Probleme lösen können.“

Seien Sie außerdem gnädig zu sich selbst. Man muss nicht immer alles perfekt machen, Fehler gehören dazu, man darf auch nein sagen, nicht jeder Mensch muss Sie lieben und anerkennen und Sie sind nicht für alles verantwortlich.

Nehmen Sie mitten im Stress eine kleine Pause

Sie haben so viel zu tun, dass Sie sich keine Pause gönnen können? Quatsch. Gerade dann lohnt sich ein kurzer Abstand zum Geschehen – auch, wenn es nur fünf Minuten sind. Lesen Sie kurz Zeitung, machen Sie einen Mini-Spaziergang oder schweifen Sie beim Blick aus dem Fenster gemütlich mit den Gedanken ab. Schon zwei Minuten können das Wohlbefinden stärken.

Danach geht es mit neuer Energie zurück an die drängenden Aufgaben. Und hier heißt es: In den sauren Apfel beißen und unliebsame Aufgaben möglichst zuerst angehen. Ansonsten schwirren sie die ganze Zeit im Kopf herum und sorgen für Unwohlsein.

Trinken und snacken Sie zwischendurch

Die Ernährung ist ein weiterer Schlüsselfaktor, mit dem Sie Stress entgegenwirken können. Achten Sie besonders darauf, ausreichend zu trinken. Und zwar nicht nur Kaffee. Der sorgt zwar für einen kurzfristigen Kick und erhöht die Kreativität. Aber der Körper braucht auch Wasser oder Fruchtsäfte, die zusätzlich Energie spenden.

Auch kleine gesunde Snacks wie Bananen wirken Wunder. Sie geben vor allem am Vormittag Kraft und sorgen dafür, dass man beim Mittagessen etwas zurückhaltender sein kann. Dann bleibt das große Loch nach der Mittagspause aus, dem viele Menschen mit weiterem Kaffeekonsum begegnen.

Praktizieren Sie Sport und Entspannungstechniken

Sport ist ein weiteres Wundermittel, mit dem Sie Stress verbannen können. Er lockert die Muskulatur, löst Anspannungen und flutet jede Ecke des Körpers mit Sauerstoff. Vielleicht lässt sich Sport ja auch direkt in den Berufsalltag integrieren. Radfahren zur Arbeitsstelle beispielsweise trainiert das Herz-Kreislauf-System und baut Fett ab. Lohnenswert sind auch Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Sie mindern Stressphänomene wie Bluthochdruck oder Kopfschmerzen und konditionieren den Körper auf Entspannung.

Viel Erfolg!

 

Von Patrick Schroeder
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