Klappbar und rückenfreundlich 15.03.2016, 11:35 Uhr

Edge Desk ist der Schreibtisch zum Mitnehmen

Heute mal auf der Terrasse arbeiten? Fehlt der Arbeitsplatz für den Praktikanten? Oder wollen Sie ein Buch schreiben, draußen mit Blick auf die Berge? Da wäre ein Schreibtisch  zum Mitnehmen genau das Richtige. Hört sich unspektakulär an? Auf Kickstarter zündet die Idee: Die benötigten 165.000 $ sind schon eingesammelt. 

Edge Desk, der Schreibtisch zum Mitnehmen, benötigt nicht viel Platz und wiegt elf Kilo. Nur wenige Sekunden soll es dauern, ihn aufzubauen oder wieder zusammenzuklappen. 

Edge Desk, der Schreibtisch zum Mitnehmen, benötigt nicht viel Platz und wiegt elf Kilo. Nur wenige Sekunden soll es dauern, ihn aufzubauen oder wieder zusammenzuklappen. 

Foto: Edge Desk

Foto: Edge Desk

Foto: Edge Desk

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Foto: Edge Desk

Foto: Edge Desk

Foto: Edge Desk

Foto: Edge Desk

Foto: Edge Desk

Foto: Edge Desk

Eigentlich komisch, dass es solange gedauert hat, bis jemand zum mobilen Notebook den passenden mobilen Arbeitsplatz erfunden hat. Ob im Büro, Zuhause, in der Bibliothek, im Park – Edge Desk lässt sich zusammenklappen und überall hin mitnehmen.

Es sei zwar dahin gestellt, ob jetzt massenhaft Frischluftfans den elf Kilo schweren Schreibtisch mit fest montiertem Sitz und ihr Laptop in Parks und Wälder schleppen. Aber der Schreibtisch ist auf jeden Fall eine gute Idee, wenn Studenten zu Hause nicht genug Platz für einen großen Schreibtisch haben, im Büro ein zusätzlicher Arbeitsplatz fehlt oder man einfach mal an einem ungewöhnlichen Ort arbeiten oder malen will.

Denn dafür reicht der Edge Desk – was auf deutsch etwas sperrig Kantentisch bedeutet. Die Schreibtischfläche von 51×76 cm genügt, um neben dem Laptop auch noch ein Blatt Papier, Buch und Stifte zu platzieren. Die Kaffeetasse sollte man lieber in eine Klemmhalterung stellen – die gibt es als Extra.

Zusammengeklappt soll der Schreibtisch Edge Desk unters Bett passen.

Zusammengeklappt soll der Schreibtisch Edge Desk unters Bett passen.

Foto: Edge Desk

Und wohin mit dem Schreibtisch nach Benutzung? Die Erfinder versprechen, dass sich das Gerät innerhalb von Sekunden flach zusammenklappen lässt. Dann passt er unters Bett oder im Büro in die Ecke neben den Schrank. 

Edge-Nutzer knien statt zu sitzen

Wer am Edge Desk sitzt, der kniet eigentlich. Das Prinzip ist bekannt und gilt als rückenfreundlich, weil die Körperposition automatisch aufrecht bleibt. Durchhängen geht nicht. Außerdem kann so auf eine Lehne für den Rücken verzichtet werden, was wiederum Platz spart.

Da sich am Schreibtisch für alle Fälle an zwei Stellen die Höhe variieren lässt, kann der Edge Desk an die eigene Körpergröße angepasst werden. Natürlich ist das Unternehmen von seiner Erfindung überzeugt und warnt sogar vor den Folgen des Arbeitens auf dem Sofa oder auf dem Boden. Das sei nicht nur unproduktiv, sondern auch gesundheitsschädlich. Ohnehin hätten zwischen 60 und 70 % der Menschen in ihrem Leben irgendwann Schmerzen im unteren Rücken.

Laut Marc Rosenberg, einer der Erfinder, soll der Klapptisch mit Sitz im Oktober ausgeliefert werden. Die Unterstützer haben 249 $ für den mobilen Arbeitsplatz bezahlt. Auf dem normalen Markt wird er dass Doppelte kosten, nämlich 499 $. Die Kickstarter Kampagne endet am 23. April. 

Mit steckbaren Haltern, die Platz für Lautsprecher, Lampe und Büromaterialien am Rande des Arbeitsplatzes bieten, lässt sich der spartanische Edge Desk ausbauen. 

Mit steckbaren Haltern, die Platz für Lautsprecher, Lampe und Büromaterialien am Rande des Arbeitsplatzes bieten, lässt sich der spartanische Edge Desk ausbauen. 

Foto: Edge Desk

Noch ist der mobile Schreibtisch aus Chicago spartanisch ausgestattet. Aber das System ist ausbaubar. So können Getränkehalter oder andere steckbare Halter wie ein Platz für Lautsprecher, Lampe und Büromaterialien am Rande des Arbeitsplatzes angebracht werden. Was allerdings eher fürs Sesshafte als fürs Mobile spricht.

Für den Edge Desk spricht aber auch dann, dass er keinen Raum für Unordnung bietet. Wer´s trotzdem lieber größer hat, für den gibt es hier Tipps, wie sich der Arbeitsplatz dann optimieren lässt. 

Von Martina Kefer

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