Umbau 06.11.2020, 10:35 Uhr

Planetarium im Gasometer

Das Weltall, unendliche Weiten und unendlich viele Sterne. Damit man das All, die Weite und die Sterne in Halle an der Saale beobachten kann, wird in einem denkmalgeschützten Gasometer ein neues Planetarium errichtet.

Das neue Planetarium in Halle an der Saale wächst im Inneren des Gasometers in die Höhe. Foto: PASCHAL

Das neue Planetarium in Halle an der Saale wächst im Inneren des Gasometers in die Höhe.

Foto: PASCHAL

2013 hat das Hochwasser der Saale in Halle das Raumflugplanetarium „Sigmund Jähn“ auf der Peißnitzinsel so sehr beschädigt, dass ein Wiederaufbau nicht möglich war. Man entschied sich daher für den Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes von 1978. Mit den Fluthilfemitteln des Landes Sachsen-Anhalt soll Halle ein neues Planetarium erhalten. 14,4 Millionen Euro investiert die Stadt für einen Ersatzbau. Das neue Planetarium wird seinen Platz im ehemaligen Gasometer am Holzplatz in Halle finden. Innerhalb der denkmalgeschützten Ziegelfassade des fast 130 Jahre alten Gasometers entsteht der Sternensaal.

Integration in eine alte Fassade

Das sechzehn Meter hohe Gasometer wird in drei Geschosse aufgeteilt. Das Erdgeschoss wird zum Herz des Planetariums. Hier wird der kuppelförmige Sternensaal eingebaut. Zudem findet man im Erdgeschoss ein Foyer mit Ausstellungsfläche und Café. Neue Lehr- und Verwaltungsräume werden im Obergeschoss errichtet. Dort haben dann unter anderem die Studierenden des Instituts für Physik am Weinberg-Campus die Gelegenheit, die Räume zu nutzen. Auf dem Dach des Gasometers entsteht die Kuppel der Sternenwarte. Ein modernes, automatisches Teleskop, geplant ist ein Zeiss ZKP4, ermöglicht, das All zu beobachten. Durch die Verbindung mit Projektoren, geplant sind Zeiss Velvet Projektoren, können im Sternensaal oder in den Unterrichtsräumen Fotos aus dem All live übertragen werden.

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Spürbare Industriegeschichte

Im modernen Betonneubau soll die besondere Atmosphäre des alten Gasspeichers erhalten bleiben. Um dies zu erreichen, wird die denkmalgeschützte Ziegelfassade saniert und instand gesetzt. Im Inneren soll das Mauerwerk ebenfalls sichtbar bleiben. Hierzu wird im Rondell mit seinem Durchmesser von 34 Metern die Innenfassade vom Foyer und den Treppen durch eine raumhohe Verglasung sichtbar sein. Damit die Lehr- und Verwaltungsräume ihren Platz finden, wird im Gasometer eine Zwischendecke aus Ortbeton eingebaut.

Bauablauf im Denkmal

Die Leinetaler Hochbau GmbH aus Wallhausen hat den Zuschlag für die Rohbauarbeiten erhalten. Zur Herstellung der Betonbauteile für den Planetariumsneubau nutzen sie die Schalung von Paschal. Um im Fundamentbereich das Bauwerk errichten zu können, kommen rund 350 Quadratmeter Universalschalung zum Einsatz. Durch die Kombination mit Vieleck-Ausgleichselementen ist es möglich, die gerundeten Grundrisse von bis zu 3,20 Metern Höhe polygonal im System zu schalen. 500 Quadratmeter Rundschalung sind nötig, um die gebogenen Stahlbetonwände in den Geschossen auszuführen. Der Schalungshersteller liefert für die Baustelle bereits vorgerundete und aufgestockte Rundschalungselemente. Durch diese sind hohe Schalungen von bis zu 7,875 Metern in einem Takt möglich. Entstanden ist eine perfekte Rundung des Baukörpers. Damit die geraden Wände mit Höhen von 2,70 Metern bis 7,80 Metern errichtet werden, kommen rund 250 Quadratmetern Wandschalung zum Einsatz. Für die Zwischendecke wird die Deckenschalung genutzt. Dadurch ist es möglich, dass sich die Decke an die Gegebenheiten im Bestand anpasst. Damit alles auf der Baustelle möglichst reibungslos klappt, unterstützt der Hersteller mit der Erstellung von Schalplänen durch die Anwendungstechnik.

Erste Schritte zum neuen Quartier

Mitte 2021 soll das neue Planetarium eröffnet werden. Durch die Integration in den Gasometer beginnt die Wiederbelebung des Holzplatzes. An diesem Ort wurde Jahrzehnte lang Holz gelagert, das für die Salzgewinnung in Halle genutzt wurde. Um 1900 wurde bereits die Gelegenheit genutzt, das Gelände um 2,70 Meter zu erhöhen, um der Hochwassergefahr aus dem Weg zu gehen. Auf diesem erhöhten Gebiet entstand das Gaswerk, das bis 1972 in Betrieb war. Nun wird die Industriebrache umgenutzt. Neben dem Planetarium werden 50 Millionen Euro in eine Schule, ein DLRG-Stützpunkt, ein Erlebnis- und Gesundheitszentrum und einen Grünzug investiert.

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Von Heike van Ooyen / Paschal