Deutsche verbringen mehr Zeit mit Gaming – das hat wirtschaftliche Folgen
24. August 2021

Es ist noch nicht allzu lange her, da war Computerspielen ein Nischen-Hobby. Gamer waren Nerds, so wollte es das Klischee, und vor den Konsolen saßen vornehmlich Teenager. Dieses Bild ist schon lange überholt. Inzwischen ist Gaming überraschend stark und breit in der Gesellschaft verankert, wie eine aktuelle Bitkom-Erhebung zeigt.
Demnach sagen 41% der Befragten aller Altersklassen, dass sie sich ein Leben ohne Gaming nicht mehr vorstellen können. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat den Trend beflügelt: Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit mit Computerspielen.
Gaming hilft durch die Corona-Pandemie
So sagen 6 von 10 Befragten, ihnen wäre in der Corona-Pandemie ohne Video-oder Computerspiele nach eigenem Bekunden die Decke auf den Kopf gefallen. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als sich 49% entsprechend äußerten. Auch Seniorinnen und Senioren gaben an, dass Computerspiele ihnen während der Corona-Pandemie geholfen haben: 66% gaben an, dass Gaming während der Lockdown-Perioden wichtig für sie was. Das sind doppelt so viele wie noch im Jahr 2020.
„Gaming spielt schon länger eine wichtige Rolle in unserem Alltag. Doch die Bedeutung von Video-und Computerspielen ist in diesem Jahr noch mal deutlich gestiegen“, sagt Olaf May, Mitglied des Bitkom-Präsidiums. „Der Blick auf die vorliegenden Befragungsergebnisse zeigt, dass die digitale Spielewelt viel mehr ist als nur Zeitvertreib. Sie wird zunehmend zum zentralen Element, um das eigene Wohlbefinden zu steigern, in Kontakt mit anderen zu bleiben und Nähe zu finden.“
Gaming: Spieldauer hat sich verdoppelt
Die Deutschen verbringen laut der Bitkom-Umfrage über alle Altersgrenzen hinweg deutlich mehr Zeit mit Gaming. Die Spieldauer hat sich demnach während der Pandemie verdoppelt Die wöchentliche Spielzeit betrug vor Corona durchschnittlich fünf Stunden. Jetzt verbringen die Menschen zehn Stunden mit Computerspielen. Männer und Frauen unterscheiden sich beim Gaming-Verhalten übrigens nur geringfügig.
Auch nach der Pandemie werden viele wohl weiterhin mehr spielen als vorher. Die Befragten gehen davon aus, dass sie nach der Pandemie durchschnittlich 8,5 Stunden pro Woche mit Gaming verbringen werden. Mehr als 30% sagen gar, es werde ihnen schwer fallen, nach der Corona-Pandemie weniger Zeit mit Videospielen zu verbringen.
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Was verdienen Game Developer?
Die Gehaltsspanne variiert je nach Standort, Unternehmensgröße und Berufserfahrung. Im Schnitt können Game Developer 55.000 Euro brutto im Jahr verdienen. Weitere Einsichten in die Gehälter von Ingenieuren und Ingenieurinnen erhalten Sie in unserer Gehaltsstudie.
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