Anzeige

Auf dem Weg zu besseren Akkus für E-Autos

19. März 2025

Grafik eines E-Autos an einer Ladestation.
Neue Materialien und Technologien sollen Akkus für E-Autos leistungsfähiger machen.
Foto: PantherMedia / Fahroni (YAYMicro)
Leistungsfähigere Batterien für E-Autos sind der Schlüssel zur Verkehrswende. Im EU-Projekt „SeNSE“ haben Forschende wichtige Fortschritte erzielt: Neue Materialien und Technologien ermöglichen schnelleres Laden, größere Reichweiten und einen geringeren ökologischen Fußabdruck. Die Ergebnisse sollen zeitnah in die Produktion einfließen.
Anzeige
Anzeige


Das Ziel der EU, ab 2035 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen, erfordert einen technologischen Quantensprung bei der Elektromobilität. Insbesondere die Leistungsfähigkeit der Batterien muss bis dahin verbessert werden, um E-Autos alltagstauglich zu machen und Vorbehalte auszuräumen. An diesem Punkt setzt das auf vier Jahre angelegte Projekt „SeNSE“ an, das vom EU-Förderprogramm „Horizon 2020“ finanziert wurde. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Helmholtz-Instituts Münster (HI MS) haben gemeinsam mit zehn weiteren Forschungs- und Industriepartnerinnen und -partnern aus ganz Europa an zukunftsweisenden Lösungen gearbeitet. Ziel war es, neue Materialien und Technologien zu entwickeln, die innerhalb weniger Jahre den Weg in die Serienproduktion finden.

Die Verbesserungen betreffen alle Kernkomponenten einer Lithium-Ionen-Batterie. So gelang es den Forschenden beispielsweise, die Brennbarkeit des Elektrolyts – jener Flüssigkeit, die den Ionentransport zwischen den Elektroden ermöglicht –  zu reduzieren, ohne die für schnelles Laden relevante Leitfähigkeit einzuschränken. Dank neuer Ansätze war es zudem möglich, den Einsatz kritischer Rohstoffe wie Kobalt und Grafit zu verringern. In der Kathode findet sich nur noch halb so viel Kobalt, in der Anode wurde ein Teil des Grafits durch Silizium ersetzt – eines der häufigsten Elemente überhaupt.

Anzeige
Anzeige

E-Autos laden schneller dank neuer Akku-Technik

Die im Labor entwickelten Smartphone-großen Zellen wurden in einem nächsten Schritt vom Austrian Institute of Technology (AIT) produiziert und von der FPT Motorenforschung AG in ein komplettes Modul integriert, wie es in E-Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Um die Schnellladefähigkeit der Batterien zu verbessern, hat die Coventry University gemeinsam mit FPT ein spezielles Temperaturmanagementsystem für das Pilot-Modul entwickelt.

Eine Herausforderung bestand darin, die im Labor erzielten Ergebnisse erfolgreich auf einen größeren Maßstab zu übertragen, um diese zeitnah in die industrielle Praxis überführen zu können. Das ist gelungen: Die Neuentwicklungen wurden erfolgreich vom Labor- in den Pilotmaßstab skaliert, es entstanden Pilotproduktionsanlagen, zudem meldeten die Beteiligten mehrere Patente an. Auch die Investorengelder für die nächsten Schritte sind bereits gesichert.

Breites Konsortium deckt gesamte Wertschöpfungskette ab

Initiiert und geleitet wurde „SeNSE“, das über ein Gesamtbudget von mehr als zehn Millionen Euro verfügte, von Forschenden des Schweizer Empa-Labors „Materials for Energy Conversion“. Zu den insgesamt elf Projektpartnerinnen und -partner zählten neben dem HI MS auch das MEET Batterieforschungszentrum der Universität Münster, die Coventry University aus Großbritannien, das AIT Austrian Institute of Technology und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Anzeige
Anzeige

Entscheidend für den Erfolg des Vorhabens war es, namhafte Industriepartner einzubinden, die eine anwendungsnahe Entwicklung der neuen Akku-Technologien sicherstellen konnten. Mit an Bord waren unter anderem der schwedische Batteriehersteller Northvolt, das Schweizer Innovationszentrum von FPT Industrial, die FPT Motorenforschung AG, die französischen Start-ups Solvionic und Enwires sowie der Chemiekonzern Huntsman. Auf diese Weise wurde die gesamte Wertschöpfungskette einer Batterie abgedeckt – von der Materialforschung bis hin zum Einbau in E-Autos.

Weg frei für eine emissionsfreie Zukunft des Verkehrs

Die Ergebnisse des „SeNSE“-Projekts leisten einen Beitrag zur Entwicklung der Elektromobilität. Mithilfe der neuen Entwicklungen könnten die europäischen Klimaziele im Verkehrssektor vermutlich schneller erreicht werden. Zusammengefasst lässt sich sagen: Dank der neuen Materialien und Technologien werden die Batterien leistungsfähiger, schnellladefähiger, reichweitenstärker und zugleich ressourcenschonender. Weil in diesem Fall Wissenschaft und Wirtschaft eng verzahnt miteinander gearbeitet haben, ist der Weg für eine zügige Überführung in marktreife Produkte bereits geebnet.

Anzeige
Anzeige

Mit dem erfolgreichen Abschluss von „SeNSE“  endet die Forschung an zukunftsfähigen Akkus aber nicht: Vielmehr hat das Projekt eine Dynamik angestoßen, in deren Folge die beteiligten Partner sowie zahlreiche andere Akteurinnen und Akteure in Europa und weltweit die Batterietechnologie weiter voranbringen wollen. Das erworbene Wissen soll in vielfältige Anschlussprojekte und -entwicklungen einfließen.



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Firmenprofile

Anzeige
Anzeige