Anzeige

ZVEI-Studie: So stark treibt KI die Elektro- und Digitalindustrie

20. April 2026

Symbolbild KI und Industrie
ZVEI-Umfrage zeigt: Die Elektro- und Digitalindustrie investiert verstärkt in industrielle KI und sieht darin einen zentralen Treiber für Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Foto: Smarterpix/BiancoBlue
Eine ZVEI-Studie zeigt: Künstliche Intelligenz treibt die Elektro- und Digitalindustrie massiv an – doch bei Datennutzung und Regulierung gibt es Nachholbedarf.
Anzeige
Anzeige


„Industrielle KI-Anwendungen verändern die Unternehmen in hohem Maße“, gibt sich ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel mit Blick auf eine aktuelle ZVEI-Mitgliederbefragung überzeugt. „Nahezu alle Unternehmen befassen sich mit industrieller KI und wollen ihre Wachstumschancen nutzen.“

Inhaltsverzeichnis

Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant zu einem der wichtigsten Treiber für Innovation, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit in der Industrie. Entsprechend investieren Unternehmen verstärkt in industrielle KI: Mehr als die Hälfte kann ihre Budgets bereits konkret planen und will zwischen 10 und 25 % der Gesamtinvestitionen in entsprechende Technologien stecken.

Anzeige
Anzeige

Industrielle KI als Wachstumsmotor der Industrie

„Technologisch herrscht Aufbruchstimmung“, konstatiert Dr. Kegel. „Wir stehen nach Industrie 4.0 an der Schwelle des nächsten großen industriellen Entwicklungsschritts.“

Auch wirtschaftlich zahlt sich der Einsatz von KI schnell aus. Rund 60 % der Unternehmen erwarten, dass sich ihre Investitionen bereits innerhalb von ein bis zwei Jahren amortisieren. Damit ist klar: Industrielle KI ist längst nicht mehr nur Zukunftsvision, sondern liefert schon heute messbare Vorteile für Unternehmen.

Datennutzung entscheidet über den Erfolg von KI

Damit Unternehmen das volle Potenzial von KI ausschöpfen können, besteht jedoch noch Nachholbedarf. Darauf weist Dr. Kegel im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Hannover Messe hin. „Weiterhin ist die Bereitschaft zum Datenteilen entlang der Wertschöpfungskette unzureichend.“

Anzeige
Anzeige

Ein genauer Blick zeigt: Vor allem kleinere Unternehmen zögern beim Datenaustausch – rund 80 % geben bislang keine Daten weiter. Bei großen Unternehmen sind es lediglich etwa 10 %. Hier besteht also deutlicher Handlungsbedarf.

Mehr Datenteilen für mehr Innovation

„Wir brauchen endlich mehr gezieltes Datenteilen, das den Schutz von Know-how im Unternehmen wahrt und zugleich entstehende Wertschöpfung fair verteilt“, fordert Dr. Kegel.

Anzeige
Anzeige

Ohne bessere Rahmenbedingungen droht das Potenzial industrieller KI ungenutzt zu bleiben. Gleichzeitig könnte Europa im globalen Wettbewerb – insbesondere gegenüber China – an Boden verlieren. Deshalb sei es entscheidend, auch die regulatorischen Voraussetzungen zu verbessern.

Bessere Regulierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Dr. Kegel macht deutlich, dass die KI-Regeln im EU AI Act stärker an den Bedürfnissen der Industrie ausgerichtet werden müssen. Nur so könne die europäische Industrie ihre Stärken voll entfalten und langfristig wettbewerbsfähig bleiben.

Neben der KI sieht der ZVEI auch in anderen Bereichen Herausforderungen. Vor allem die hohe Regulierungsdichte belastet Unternehmen zunehmend und bremst Innovationen aus.

Weniger Bürokratie, mehr unternehmerische Freiheit

„Die Bundesregierung ist im Obligo – der Reformstau muss endlich aufgelöst werden“, fordert der ZVEI-Präsident.

Dr. Kegel betont, dass Deutschland mehr Spielraum für Unternehmen schaffen müsse. Dazu gehören niedrigere Steuern, weniger bürokratische Hürden – etwa durch den Abbau von „Gold Plating“ – sowie eine konsequente Elektrifizierung, um die Wirtschaft widerstandsfähiger zu machen.

Lesen Sie auch: AI Act auf der Kippe: Warum der TÜV jetzt Alarm schlägt

Geopolitik und Prognosen im Blick

Gerade angesichts globaler Unsicherheiten seien diese Maßnahmen wichtiger denn je. Gleichzeitig bleibt der ZVEI vorsichtig optimistisch: Für 2026 wird ein Produktionswachstum von 2 % erwartet – vorausgesetzt, die geopolitische Lage stabilisiert sich.

Die Auftragseingänge liegen aktuell über dem Vorjahr, mögliche Auswirkungen internationaler Konflikte sind jedoch noch nicht vollständig absehbar.

EU-Binnenmarkt gewinnt an Bedeutung

„In diesen weltpolitisch herausfordernden Zeiten erkennen wir den hohen Wert des EU-Binnenmarkts. Hier spiegelt sich ein auffällig starker Anstieg, während das Geschäft mit dem Rest der Welt schwieriger wird“, betont Dr. Kegel.

Europa sollte daher gezielt daran arbeiten, seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber globalen Krisen zu werden.

Industrie als Schlüssel für Verteidigungsfähigkeit

Europa und Deutschland stehen zudem vor der Aufgabe, ihre Verteidigungsfähigkeit stärker eigenständig zu sichern. Dabei wird deutlich: Diese entsteht nicht nur bei klassischen Rüstungsunternehmen, sondern entlang der gesamten industriellen Wertschöpfungskette.

Ein wichtiger Faktor ist der steigende Elektronikanteil in Verteidigungsgütern – von rund 10 % im Jahr 2000 auf voraussichtlich 25 % im Jahr 2035. Dadurch gewinnt die Elektro- und Digitalindustrie weiter an Bedeutung.

Zugang zur Verteidigungsindustrie erleichtern

Viele Unternehmen – insbesondere innovative Mittelständler – sind bereit, sich in diesem Bereich zu engagieren. Allerdings erschweren komplexe Vorschriften, hohe Sicherheitsanforderungen und aufwendige Zertifizierungen aktuell den Markteintritt.

„Diese Vorgaben sind in weiten Teilen notwendig, aber sie müssen gerade für neue Akteure aus dem zivilen Bereich besser erschließbar werden“, fordert Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung.

Moderne Strukturen für eine starke Industrie

Weber hebt hervor, dass vor allem das Beschaffungswesen modernisiert werden müsse. Schnellere Prozesse, klare Zuständigkeiten, standardisierte Vergaben und ein professionelles Lieferkettenmanagement seien entscheidend.

Zudem wird die enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Auftraggebern immer wichtiger. Moderne Verteidigungssysteme basieren zunehmend auf Technologien wie Sensorik, Software und Datenkommunikation – häufig entwickelt in der zivilen Industrie.

Lesen Sie auch: Jobkiller oder Retter? Wie die Industrie auf humanoide Roboter blickt

Plattform für Sicherheit und Verteidigung

Um Unternehmen besser zu unterstützen, hat der ZVEI die Plattform „Sicherheit und Verteidigung“ gestartet. Sie hilft Mitgliedsunternehmen dabei, den Einstieg in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu erleichtern und ihre Position im Markt nachhaltig zu stärken.

Mehr Informationen



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige