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Adam Back: Börsengang geplatzt, Millionen-Hack, Klagen – wie angeschlagen ist der Bitcoin-Pionier?

01. Oktober 2026

Adam Back bei einem Branchenevent in Las Vegas im April 2026
Adam Back bei einem Branchenevent in Las Vegas im April 2026. Foto: picture alliance / Sipa USA | Travis Ball
Bitcoin hat ein starkes Quartal hinter sich, doch Pionier Adam Back gerät unter Druck: ein Millionen-Hack bei seiner Firma Blockstream, ein geplatzter Börsengang und Klagen gegen einen Partner von Blockstream Mining. Wie ernst die Lage ist und was Back dazu sagt.
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Bitcoin (BTC) hat eines der besten Quartale aller Zeiten hinter sich, Krypto-Guru PlanB sieht schon im Oktober sechsstellige Kurse.

Ausgerechnet jetzt gerät der wohl bekannteste Bitcoin-Pionier unter Druck. Nach dem Millionen-Hack, der Klagewelle und dem geplatzten Börsengang: Schmeißt Krypto-Legende Adam Back bald hin?

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Inhaltsverzeichnis

Bitcoin: PlanB mit neuem „Szenario“

Für Krypto-Guru PlanB ist klar: „Bitcoin wird stärker“. Das Momentum legt seit geraumer Zeit zu, beschert neue Höchststände, bestätigt den Aufwärtstrend – auch wenn es kurzfristig knirscht im Gebälk: Nach einem Plus von 6,11 % auf dem Monats-Chart geht den Bullen sanft die Puste aus. Letzte Woche noch der Sprung auf 87.174 $, dann die schroffe Ablehnung: Bären treiben den Kurs wieder abwärts, jetzt auf 83.381 $. Wie geht’s von hier aus weiter? Kommt das Q4-Kursfeuerwerk?

PlanB skizziert zwar bereits für Oktober sechsstellige Preise – doch hinter den Kulissen zeichnet sich parallel das nächste Krypto-Drama ab. Zumindest potenziell. Im Mittelpunkt: Niemand Geringeres als Adam Back, der wohl bekannteste Bitcoin-VIP. Kaum ein Name hat in der Szene mehr Gewicht: Der britische Kryptograph wird im Bitcoin-Whitepaper von Satoshi Nakamoto zitiert, gilt seit Jahren als Satoshi-Verdächtiger und führt mit Blockstream eines der ältesten Infrastruktur-Unternehmen der Branche.

Doch genau dieses Reich steht nun unter Beschuss. Es geht um immensen Vertrauensverlust, viele Millionen Dollar Schaden und eine Lichtgestalt, die erstmals Schatten wirft.

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Hack, Klagen, geplatzter Deal: Backs Imperium unter Druck

Der schwerste Schlag: Bei Backs Liquid-Netzwerk, einer 2018 gestarteten „Bitcoin-Neben-Blockchain“, konnten Angreifer jüngst rund 4000 BTC im Wert von etwa 320 Mio. $ erbeuten. 3400 BTC sind zwar zurückgekommen – Bitcoin im Wert von rund 47 Mio. $ haben die Hacker allerdings für sich behalten.

Blockstream bezeichnet das unmissverständlich als „Diebstahl“. Parallel ist der groß angekündigte Börsengang von BSTR Holdings geplatzt: Das von Back beworbene Vehikel wollte Bitcoin im Wert von 4 Mrd. $ anhäufen – scheiterte aber an der geplanten Fusion mit einer Cantor-Fitzgerald-Mantelgesellschaft. Und bei Blockstream Mining, an dem Back eine Minderheitsbeteiligung hält, hagelt es Klagen gegen den Betreiberpartner Exacore – ausgerechnet wegen unbezahlter Strom- und Handwerkerrechnungen.

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Blockstream betont zwar, mit Exacore nicht verbunden zu sein – Back selbst hat Anfragen von Bloomberg aber unbeantwortet gelassen.

„Viel Spaß“: Back gibt sich gelassen

Auf X meldet sich der 56-Jährige dann doch zu Wort. Die Kritik sei ein Nebeneffekt seiner Prominenz: Sichtbarkeit sorge automatisch für Gegenwind. Also alles nur eine Mischung aus Missverständnissen und Gerüchten?

Back gibt sich jedenfalls gelassen. Er werde nun weiter entwickeln, andere könnten weiter mosern: „Viel Spaß.“ Nur gute Miene zum bösen Spiel? Fest steht: Für den Kurs selbst spielt das Drama bislang keine Rolle. Bitcoin hat das dritte Quartal mit rund +40 % abgeschlossen, notiert damit weiterhin rund ein Drittel unter dem aktuellen Allzeithoch von 126.198 $.

Genau diese Lücke könnte sich laut PlanB bald schließen – mit 100.000 $ im Oktober und einem neuen Rekord über $126.000 vor Weihnachten. Das, so PlanB, sei ein mögliches „Szenario“ – es handele sich nicht um eine Bitcoin-Prognose.

Irre Erfindung: Bitcoin senden ohne Internet

Bitcoin gilt als Internetgeld – kommt aber auch gänzlich ohne Netz aus: Ein findiger Programmierer hat ein kleines Gerät gebaut, mit dem sich Bitcoin auch offline verschicken lässt. Als Bote dient Apples iPhone: Dessen „Wo ist?“-App, mit der Nutzer verlorene Geräte oder AirTags aufspüren, leitet die Bitcoin-Transaktion weiter.

Kurz erklärt: iPhones suchen in der Nähe permanent nach Bluetooth-Signalen verlorener Geräte und melden deren Position anonym an Apple – vergleichbar mit Googles „Find Hub“. Genau diesen Mechanismus macht sich die Erfindung zunutze: Das Gerät kommt ohne WLAN und Mobilfunk aus, tarnt die Bitcoin-Daten als Signal eines verlorenen Geräts, fremde iPhones in der Nähe tragen sie weiter – und der Empfänger holt sie schlussendlich bei Apple ab.

„Wahrscheinlich das absurdeste Medium, über das je Bitcoin verschickt worden ist“, schreibt der bekannte Bitcoin-Entwickler Calle über die Bastelei. Der Haken: Lediglich der Sender kommt ohne Internet aus, zudem passen nur winzige Datenmengen durch. Alltagstauglich ist das nicht – ein Beweis für Bitcoins Vielseitigkeit aber allemal.



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