Bitcoin: Kult-Analyst verrät Krypto-Strategie – so entsteht jetzt „generationenübergreifender Reichtum“
Zinserhöhung, gescheitertes Krypto-Gesetz, Kursrutsch – Bitcoin hält sich trotzdem über 76.000 $. Top-Analyst PlanB sieht ein seltenes Kaufsignal. Dazu: Warum Ethereum-Erfinder Buterin 90 % seines Vermögens auf KI-gestützte Cyberabwehr setzt.
Bitcoin hält sich trotz Zinserhöhung und gescheitertem CLARITY Act über 76.000 $ (Symbolbild).
Foto: Smarterpix/ivanoel
Zinserhöhung, Gesetzes-Pleite, Kursrutsch – Bitcoin (BTC) steckt eine Woche voller Tiefschläge weg, hält sich aber weiter über 76.000 $. Der populäre Analyst PlanB sieht darin ein Signal, das es in der Geschichte der Kryptowährung erst dreimal gegeben hat – und jedes Mal ist daraus „generationenübergreifender Reichtum“ entstanden. Wiederholt sich das Muster erneut – geht’s Richtung Allzeithoch?
Inhaltsverzeichnis
PlanB: Bitcoin in bullishem Territorium
Der CLARITY Act scheitert, die Notenbank erhöht die Zinsen – doch Bitcoin zuckt nur mit den Schultern, legt innerhalb der letzten 24 Stunden sogar zu. Zwar bescheidene +1 %, aber die Botschaft ist klar: So leicht geben sich die Bullen nicht geschlagen. Der Kampf liegt in den letzten Zügen: Die Bären hoffen auf den Septemberfluch, auf einen letzten Rücksetzer – doch Top-Analyst PlanB winkt ab.
Der pseudonyme Niederländer, Erfinder des Stock-to-Flow-Modells und mit mehr als 2 Mio. Followern eine der reichweitenstärksten Stimmen auf X, glaubt den Tiefpunkt überwunden. Sein Argument: der Regenbogen. Sein berühmter Chart färbt den Kurs je nach Abstand zum langfristigen Preis-Durchschnitt ein – vereinfacht gesagt: rot heißt teuer, blau heißt billig.
Das Schnäppchen-Gebiet hat die Kryptowährung bereits im Sommer erreicht, bei rund 65.000 $. PlanBs Prognose: „Jeder Zyklus-Boden ist entstanden, als der Regenbogen blau geworden ist. Wer die letzten drei Male gekauft hat, hat generationenübergreifenden Reichtum aufgebaut“, schreibt der Holländer auf X. Seine Strategie ist denkbar simpel: kaufen, wenn niemand kaufen will – und danach jahrelang nichts tun.
Prognose: Darauf kommt’s für BTC jetzt an
Aktuell notiert Bitcoin nach einem Rückgang um -2,02 % in den letzten sieben Tagen bei rund 76.500 $ – knapp -40 % unter dem Allzeithoch von 126.080 $. Der CLARITY Act, das wichtigste Krypto-Gesetz der Trump-Ära, ist im Senat mit 49 zu 50 Stimmen an der 60-Stimmen-Hürde gescheitert. Fast zeitgleich hat die US-Notebank den Leitzins erstmals seit 2023 angehoben – auf 3,75 bis 4,00 %, einstimmig. „Double Whammy“, ein doppelter Schlag, nennt es Top-Publikation Bloomberg.
Worauf kommt’s jetzt an, auf was sollten Anleger sich kurzfristig einstellen? PlanB rechnet vor: Rund 1 Million BTC wurden bei 62.000 bis 65.000 $ gekauft, eine weitere Million bei 84.000 bis 87.000 $. Die Folge: Unten eine Mauer aus Käufern, die ihre Gewinne verteidigen – oben eine Mauer aus Anlegern, die nur darauf warten, verlustfrei auszusteigen. „In welche Richtung bricht [Bitcoin] aus – 65.000 oder 84.000?“, spekuliert der Analyst in der Prognose. Unter 62.000 $ ist die Vorhersage hinfällig – über 87.000 $ die Bahn zum Allzeithoch frei. Die Bullen haben diese Woche geliefert, jetzt muss der Kurs nachziehen.
KI gegen Hacker: Ethereum-Erfinder setzt 90 % seines Vermögens auf die Verteidigung
Werden Hacker durch Künstliche Intelligenz immer mächtiger – vielleicht sogar so mächtig, dass kein Computersystem mehr sicher ist? Die Sorge geht seit Monaten durch die Tech- und Krypto-Branche – auch, weil KI-Modelle inzwischen Sicherheitslücken finden, die menschlichen Prüfern jahrelang entgangen sind. Vitalik Buterin, Multi-Millionär, Erfinder von Ethereum (ETH) und mit 32 Jahren einer der einflussreichsten Köpfe der Krypto-Welt, hält dagegen.
„Ich denke, Cybersicherheit begünstigt naturgemäß die Verteidigung – sobald die Leute sich zusammenreißen“, so die Prognose. Seine Logik: Wenn KI mathematische Jahrhundertprobleme lösen kann, dann taugt sie auch für Cybersicherheit. Doch es gibt einen Haken: Geprüft werden müsse dann eben vollumfänglich – das komplette Programm, Datenbank, Netzwerk, jede Zwischenschicht – nicht nur der Teil, den Entwickler für kritisch halten. Genau daran seien frühere Versuche gescheitert.
In einem ausführlichen Essay erläutert der russisch-kanadische Programmierer, wie er sich die Zukunft der Software-Entwicklung vorstellt: KI schreibt den Code und liefert den Nachweis gleich mit, dass er sich nicht knacken lässt. Für Ethereum und andere Blockchains gebe es dazu keine Alternative. Buterin lässt seinen Worten Taten folgen: Er hält rund 90 % seines Nettovermögens in Kryptowährungen, setzt also viele Millionen darauf, dass die Verteidigung am Ende gewinnt.
Ein Beitrag von: