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TU München und Neura Robotics bauen weltgrößtes Robotik-Lernzentrum auf

12. März 2026

Das TUM RoboGym powered by Neura: 17 Mio. € für ein Robotik-Trainingszentrum, in dem humanoide Roboter mithilfe menschlicher Trainer neue Fähigkeiten lernen.
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Das Robotik-Institut der TU München (TUM) und Neura Robotics investieren gemeinsam 17 Mio. € in das sehr spezielle Fitness-Studio. Neura trägt den Hauptanteil – in Form von Robotern und Wartung. „Im Gegenzug partizipiert das Unternehmen an unserer Forschung“, sagt Prof. Achim Lilienthal. Der wissenschaftliche Koordinator des „TUM RoboGym (powered by Neura)“ genannten neuen Robotik-Hubs ist überzeugt: „Das Zusammenwirken von High-End-Robotiktechnologie und akademischer Forschung in Künstlicher Intelligenz der Spitzenklasse wird der Entwicklung einen gewaltigen Schub geben.“

Humanoide werden Teil des Alltags

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann betont: „Humanoide Roboter haben den Status von Science Fiction längst verlassen. Schon in naher Zukunft werden sie fester Bestandteil unseres Alltags sein und die Menschen bei vielen Aufgaben unterstützen. Zusammen mit Neura Robotics arbeiten wir an der TUM daran, diese Entwicklung zu beschleunigen und neben der Funktionalität vor allem auch die Sicherheit des Zusammenlebens von Mensch und Roboter zu gewährleisten.“

Lesetipp: Humanoide bekommen einen siebten Sinn

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Der Gründer und CEO von Neura Robotics, David Reger, sagt: „Der entscheidende Wettbewerbsfaktor in der intelligenten Robotik ist nicht mehr die Mechanik, er liegt in den Daten. Wer über hochwertige, realitätsnahe Trainingsdaten verfügt, definiert das Tempo. Genau hier bringen wir unsere Stärke ein: Mit dem weltweiten Aufbau von Robotergyms und der Vernetzung von Trainingsdaten über unsere Plattform Neuraverse, schaffen wir skalierbare Trainingsinfrastrukturen für physische KI. So setzen wir neue Maßstäbe in der intelligenten Robotik und stärken nachhaltig die technologische Führungsrolle Deutschlands und Europas in einer der zentralen Zukunftstechnologien unserer Zeit.“

Lesetipp: 1 Mrd. € für die Humanoiden von Neura Robotics

Für den Direktor des TUM RoboGym Prof. Lorenzo Masia bietet die Kooperation die Chance, künftige Entwicklungen in der Robotik weltweit mitzubestimmen: „Europäische Souveränität ist in Zeiten des geopolitischen Wettbewerbs zwischen Ost und West enorm wichtig. Mit diesem Forschungs- und Trainingszentrum schaffen wir für unsere Forschenden und Studierenden eine einzigartige Infrastruktur in Europa, in der sie neue Ansätze in Robotik und KI erleben, entwickeln und erlernen können und so beim Eintritt in den Arbeitsmarkt zu einem starken Kern europäischer Expertinnen und Experten werden.”

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Aus menschlichen Bewegungen wertvolle Daten gewinnen

Anders als bei Sprachmodellen wie ChatGPT ist es in der verkörperten KI nicht möglich, auf fast beliebig viele Daten aus dem Internet zurückzugreifen und mit ihrer Hilfe zu lernen. Web-Videos sind kaum zu finden, in denen etwa Roboterarme eingesetzt werden, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Zudem ist auch noch unklar, wie gut sich Bewegungen aus Videos herauslesen lassen. Simulationen sind zudem meist viel zu unpräzise und können etwa Reibungskräfte, die in der realen Welt vorhanden sind, nicht zuverlässig reproduzieren.

„Das sind die Gründe, weshalb es ein Trainingszentrum braucht, in dem Menschen den Robotern einzelne Fähigkeiten beibringen, etwa eine Schachtel zu falten oder Bauteile zusammenzustecken“, sagt Prof. Lilienthal. „Die Roboter werden im RoboGym allgemeine Fertigkeiten erlernen, die sie dann selbständig auf spezielle Aufgaben übertragen können.“ Die Voraussetzung dafür sind sehr viele Datensätze, die nun im RoboGym von menschlichen Roboter-Trainern erstellt werden.

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