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Bau

Aus Alt wird Hightech: So modernisiert BIM eine Biotech-Fabrik

03. Juni 2026

Miltenyi Biotec nutzt BIM zur Planung eines modernen Produktionsgebäudes für Zelltherapien
BIM-gestützte Planung im CPMB-Projekt in Köln: Digitale Modelle vernetzen Bau, Technik und Produktion für eine hochmoderne Zelltherapie-Infrastruktur. Foto: Miltenyi Biotec
BIM wird zum zentralen Steuerungsinstrument beim Ausbau des CPMB-Standorts in Köln. So verbindet Miltenyi Biotec digitale Planung, nachhaltige Technik und medizinische Innovation auf höchstem Niveau.
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Die Biotechnologie in Köln erlebt einen starken Wandel. Miltenyi Biotec treibt den Ausbau eines hochmodernen Produktionsstandorts voran und setzt dabei konsequent auf BIM. Diese digitale Planungsmethode vernetzt alle Bau- und Betriebsprozesse in einem zentralen Modell.

Inhaltsverzeichnis

So entsteht ein Projekt, das nicht nur physisch wächst, sondern auch digital präzise gesteuert wird. Gleichzeitig reagiert das Unternehmen auf die weltweit steigende Nachfrage nach Zell- und Gentherapien. BIM hilft dabei, komplexe Anforderungen frühzeitig zu erkennen und effizient umzusetzen.

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Wenn BIM auf steigende Nachfrage trifft

Im Projekt CPMB spielt BIM eine entscheidende Rolle, weil die Produktionsanforderungen stark steigen. Miltenyi Biotec erweitert in Köln seine Kapazitäten für klinische Reagenzien und moderne Zelltherapien.

Martin Meyer, Head of Clinical Production bei Miltenyi Biotec, beschreibt die Ausgangslage so:
„Inzwischen haben wir über 19 000 Produkte in unserem Portfolio, die von automatisierten Produktionssystemen über Analyse- und Diagnosetools bis hin zu klinischen Reagenzien reichen.“ Er ergänzt klar den Handlungsdruck: „Wir kernsanieren und modernisieren deshalb den gesamten Gebäudekomplex in Köln, um künftig noch mehr Platz für die Produktion von klinischen Reagenzien nach höchsten Qualitätsstandards zu schaffen.“ BIM unterstützt dabei, diese komplexe Modernisierung strukturiert und transparent umzusetzen.

Brownfield wird mit BIM zum Hightech-Standort

Das Projekt nutzt einen bestehenden Gebäudekomplex mit rund 12 000 m2 Fläche. Genau hier zeigt BIM seine Stärke. Die digitale Modellierung hilft, alte Strukturen präzise zu analysieren und neue Nutzungskonzepte effizient einzubinden. Harald Gräfe, Manager und Experte für Pharmabauten bei Drees & Sommer SE, erklärt: „Sogenannte Brownfield-Projekte wie dieses fordern uns besonders heraus, weil wir bestehende Flächen so umgestalten müssen, dass sie den Anforderungen der Nachnutzung entsprechen.“ Er ergänzt: „Dazu schauen wir immer zuerst, was sich von der ursprünglichen Infrastruktur erhalten und für die weitere Nachnutzung verwenden lässt.” Mit BIM lassen sich diese Entscheidungen datenbasiert treffen. Das reduziert Risiken und verbessert die Planungsqualität deutlich.

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Präzision trifft BIM und digitale Planung

Drees & Sommer übernimmt im Projekt zentrale Aufgaben wie Projektmanagement, Controlling und BIM-Management. Dabei bildet BIM das Rückgrat der gesamten Planung. Sebastian Sebold, Spezialist für BIM-Lösungen, beschreibt den Vorteil so: „Dank des strukturierten BIM-Managements gelingt eine nachvollziehbare und qualitätsgesicherte Projektabwicklung, denn damit sorgen wir teamübergreifend für Transparenz und erhöhen die Effizienz über alle Projektphasen hinweg.” So entsteht ein digitaler Zwilling des Gebäudes, der alle Gewerke miteinander verbindet. Dadurch behalten Teams jederzeit den Überblick und reagieren schneller auf Änderungen.

Nachhaltige Energie für CPMB und intelligente Produktion

Neben der digitalen Planung spielt auch die Energieversorgung eine zentrale Rolle. CPMB setzt auf ein dezentrales Energiesystem, das klassische zentrale Strukturen ersetzt. Harald Gräfe beschreibt die technologische Weiterentwicklung so: „In Zukunft kommen hier Hoch- und Höchsttemperatur-Wärmepumpen zum Einsatz.“ Und weiter: „Diese können sowohl Prozesswärme bis zu 200 °C als auch Dampf mit hoher Energieeffizienz bereitstellen.” Diese Lösung senkt den Energieverbrauch deutlich und reduziert gleichzeitig den CO2-Ausstoß. So verbindet das Projekt Nachhaltigkeit und industrielle Leistungsfähigkeit.

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BIM als Treiber der Innovation

Miltenyi Biotec zählt zu den wichtigsten Innovatoren der deutschen Biotechnologie. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für Zelltherapien, die weltweit in der Krebsbehandlung eingesetzt werden. Durch den Einsatz von BIM gelingt es, komplexe Produktionsprozesse besser zu planen und schneller umzusetzen. Die digitale Struktur unterstützt die enge Verzahnung von Forschung, Bau und Produktion. So entsteht in Köln ein Standort, der nicht nur produziert, sondern Innovation aktiv beschleunigt und medizinischen Fortschritt greifbar macht.

CPMB als Symbol für Biotech „Made in Germany“

Der Ausbau in Köln zeigt, wie stark sich die Biotechnologie in Deutschland weiterentwickelt. BIM spielt dabei eine zentrale Rolle, weil es Planung, Bau und Betrieb intelligent verbindet.

Martin Meyer bringt die strategische Bedeutung auf den Punkt: „Deutschland hat die Chance, sich in den kommenden Jahren neben den Märkten USA und China als führende Biotechnologie-Nation zu positionieren. Mit dem Projekt CPMB leisten wir unseren Beitrag dazu, diesem Ziel näherzukommen und Therapien Made in Germany für deutlich mehr Patientinnen und Patienten weltweit schneller und wirtschaftlicher verfügbar zu machen.“

Miltenyi Biotec plant die Inbetriebnahme des modernisierten Standorts bis Ende 2026. CPMB zeigt damit, wie digitale Planung und biotechnologische Innovation gemeinsam Zukunft gestalten.

(Drees & Sommer)

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