Anzeige

So werden Sie das China-Virus auf dem Smartphone wieder los

07. Juli 2016

So werden Sie das China-Virus auf dem Smartphone wieder los
Googles Play Store hat sich erneut als unsicher entpuppt: Derzeit verbreitet sich die Malware HummingBad aus China über Googles Einkaufsladen.
Rasant breitet sich das Virus HummingBad inzwischen auch in Deutschland aus. Das China-Virus hat die zwei fiesesten Eigenschaften von Malware: Gefährlich und schwer loszuwerden. Wie Sie es trotzdem schaffen könnten …
Anzeige
Anzeige


Vor zwei, drei Jahren dachten Nutzer von Android-Geräten noch: Viren? Ach was, kein Thema für mich. Schließlich behauptete ja auch Google steif und fest, dass alle Anwendungen aus seinem Playstore garantiert sauber seien. Wer also Apps nur von dort herunterlädt, soll auf der sicheren Seite sein.

Inzwischen weiß man, dass das nicht stimmt. Auch Android-Nutzer plagen sich häufig mit Schadsoftware herum, zuletzt mit einem besonders fiesen Erpresservirus, der das Handy komplett lahmlegt und für die Freischaltung ein Lösegeld verlangt. Sogar TV-Geräte mit Android-Betriebssystem wurden schon von Hackern und Schadsoftware gekapert, die Bildschirme lahm gelegt.

Anzeige
Anzeige

Eine Milliarde Android-Geräte waren im Sommer 2015 von einer Sicherheitslücke betroffen. Und besonders blöd: Oft stammt die Schadsoftware aus Google Play Store, beispielsweise im April diesen Jahres.

Und jetzt kommt das Sicherheitsunternehmen CheckPoint daher und erklärt, dass der weltweit schon mehr als 80 Millionen Mal verbreitete Virus HummingBad (angelehnt an das englische Wort „Hummingbird“ für Kolibri) bereits rund 200 Apps in Googles Play Store infiziert habe. Und so sei es auch dazu gekommen, dass schon zehntausende Android-Geräte in Deutschland betroffen seien. Die Rede ist von rund 40.000 bislang.

Schaden begrenzt, Gefahr groß

Hinter dem Angriff soll das chinesische Unternehmen Yingmob stecken, das auch schon für die Malware namens „YiSpecter“ verantwortlich gemacht wurde, die ihrerseits Geräte mit iOS-Betriebssystem attackierte. Der Schaden, den „HummingBad“ bislang angerichtet hat, ist zwar noch einigermaßen überschaubar, weil die Nutzer nur mit zusätzlicher Werbung belästigt werden, für die die Angreifer bei den Produktherstellern angeblich rund 10.000 Dollar pro Tag kassieren können.

Anzeige
Anzeige
Hinter der Malware soll das chinesische Unternehmen Yingmob stecken: Hier ein Screenshot der Webseite. Das Unternehmen verdienst sein Geld mit Werbung. Deshalb sind besonders viele Android-Smartphones in Asien von HummingBad betroffen.

Potenziell soll das Virus aber noch viel Schlimmeres anrichten, denn es ist nach Expertenangaben in der Lage, die Kontrolle über das gesamte System zu übernehmen. Beispielsweise könnte der Zugang zu den Nutzerhandys auch an andere Kriminelle verkauft werden, die diesen dann für ihre eigenen Zwecke nutzen.

So werden Sie den Virus wieder los

1)    Bin ich betroffen?

Anzeige
Anzeige

Ob man von HummingBad betroffen ist, lässt sich gar nicht so leicht feststellen. Verstärkte Werbung ist ein Indiz, aber nach bisherigem Stand wird ja kein direkter Schaden auf dem Gerät angerichtet.

Ein weiterer Hinweis auf das Virus sind Apps auf Ihrem Gerät, die Sie gar nicht heruntergeladen haben. Denn HummingBad tut genau das: unerlaubt einfach weitere Apps installieren.

Besonders betroffen sein sollen die Android-Versionen Kitkat (4.4) und Jelly Bean ( 4.1 bis 4.3).

2) Findet der Virenscanner das Virus?

Wer den Verdacht hat, dass sein Android-Smartphone betroffen ist, kann zunächst einen Virenscanner benutzen. Die meistverbreiteten kostenlosen Programme sollten das Virus in Kürze zielsicher erkennen können. Die Virenscanner von Kaspersky erkennen die Malware „Trojan.AndroidOS.Iop.c“.

3) Wie kann ich HummingBad wieder löschen?

Leider gar nicht: Löschen ist nach übereinstimmender Auskunft von Experten bislang nur möglich, indem man einen kompletten Reset des Handys vornimmt, also zu den Werkseinstellungen zurückkehrt. Und dafür muss man erstmal alle wichtigen persönlichen Daten wie die Kontakte anderweitig sichern, um sie nachher wieder aufzuspielen. Machbar, aber sehr lästig.

4) Und wie kann ich mich schützen?

Es ist natürlich gemein, dass ausgerechnet im offiziellen Play Store von Google die Schadsoftware aufgetaucht ist. Nach Einschätzung des Sicherheitsunternehmens CheckPoint sind etwa 200 Apps im Play Store mit Vorsicht zu genießen. Meist kommt die Software aus China. Dann sollte man unbedingt besonders vorsichtig sein. Oft fallen die Apps durch ihre chinesische Beschreibung und holprige Übersetzung ins Englische und Deutsche auf.

Das Problem von Google ist, dass die Apps im Play Store nicht annähernd so überwacht und geprüft werden wie im App Store von Apple. Dort wird erst jede Software durchgecheckt, bevor sie im Store auftaucht.

Hier haben wir die wichtigsten Tipps aufgeschrieben, was Sie tun sollten, bevor Sie im Play Store eine App downloaden sollten.

 



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige