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Hohe Millionenstrafen für Recyclingkartell vieler Autobauer

02. April 2025

Hohe Millionenstrafen für Recyclingkartell vieler Autobauer
Um Kosten und um Dokumentationen zu umgehen, haben viele große Automobilhersteller ein Kartell gebildet. Zulasten von Verwertern und Besitzern von Abwrackfahrzeugen. Foto: picture alliance/REUTERS/Thomas Peter
Die EU-Kommission hat Strafen in Millionenhöhe gegen 16 Autobauer wegen eines Kartells im Zusammenhang mit dem Recycling verschrotteter Fahrzeuge verhängt.
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Es liest sich wie ein Krimi: 16 Automobilhersteller sowie als Drahtzieher der Automobil-Branchenverband ACEA (Association des Constructeurs Européens d’Automobiles) haben laut EU-Kommission Absprachen untereinander getroffen, Informationen zum Recycling ihrer Fahrzeuge absichtlich zurückzuhalten.

Konkret geht es darum, dass die Unternehmen eine wettbewerbswidrige Vereinbarung getroffen hätten, keine freiwilligen Angaben dazu zu machen, welche Teile ihrer Autos recycelbar sind und wie hoch der Anteil recycelter Materialien an einem Fahrzeug ist.

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Es handelt sich bei den Autoherstellern um VW, BMW, Ford, Mitsubishi, Honda, Hyundai, Jaguar, Mazda, Opel, der Mutterkonzern General Motors, Stellantis, Renault, Suzuki, Toyota und Volvo. Mercedes geht straffrei aus, weil der Konzern das Kartell in Brüssel offengelegt hatte.

15 Jahre Recyclingkartell

Über einen Zeitraum von 15 Jahren (2002 bis 2017) haben einige der größten Automobilhersteller das geheime Kartell geführt, um die Kosten für das Recycling von Fahrzeugen zu minimieren. Die Autohersteller haben sich damit zum Nachteil von Recyclingunternehmen und Verbrauchern jahrelang rechtswidrig abgesprochen. Zudem haben sie laut dpa vereinbart, nicht damit zu werben, wie gut ihre Autos recycelt werden könnten, sodass Verbraucher diese Infos bei der Wahl eines Fahrzeugs nicht berücksichtigen konnten.

Die Autobauer hätten zudem ihre individuellen Vereinbarungen mit Autodemontagebetrieben untereinander ausgetauscht und ihr Verhalten koordiniert. So sollte Druck auf die Unternehmen verringert werden, über die gesetzlichen Anforderungen hinauszugehen und im Endeffekt sogar für die Demontage der Altfahrzeuge selber bezahlen zu müssen.

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Das führte nun zu Strafzahlungen in Gesamthöhe von 550 Mio. €, da auch die britische Wettbewerbsbehörde Strafen von etwa 93 Mio. € verhängte. Am härtesten trifft es VW mit rund 127 Mio. €, BMW kommt mit 25 Mio. € dagegen fast glimpflich davon. Stellantis muss 75 Mio. € zahlen, Opel selbst knapp 25 Mio. €. Ford muss mehr als 40 Mio. € zahlen, Toyota etwa 24 Mio. €.

Whistleblower Mercedes geht straffrei aus

Mercedes geht als „Whistleblower“ straffrei aus, ansonsten wären für die Stuttgarter wohl 35 Mio. € fällig gewesen. Eigentlich hätten laut dpa die Strafen sogar doppelt so hoch ausfallen müssen, den Autoherstellern wurde aber wohl ein Rabatt gewährt, weil sie mit der EU-Kommission zusammengearbeitet haben.

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