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3x schneller im Job: Warum ein Studium in Deutschland internationale Karrieren beschleunigt

13. Mai 2026

Internationale Studierende
Internationale Studierende in MINT-Fächern verbessern ihre Jobchancen in Deutschland vor allem durch Deutschkenntnisse, Praxiserfahrung im Studium und ein stabiles soziales Netzwerk. Foto: Smarterpix/fizkes
Ausländische MINT-Fachkräfte finden nach einem Studium in Deutschland bis zu dreimal schneller Jobs und bleiben langfristig im Land.
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Internationale Studierende aus MINT-Fächern, die an deutschen Hochschulen ihren Abschluss machen, haben klare Vorteile: Sie finden bis zu dreimal schneller einen Job, integrieren sich leichter und bleiben häufiger langfristig in Deutschland als Personen, die direkt zur Jobsuche einreisen.

Das zeigt die Studie „Zwischen Abschluss und Anschluss – Internationals Employability Framework“, herausgegeben vom Stifterverband und der Deutsche Gesellschaft internationaler Studierender (DEGIS).

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Studium als Schlüssel für Job, Integration und Verbleib

Zuwanderung ist ein zentraler Hebel, um die Innovationskraft in Deutschland langfristig zu sichern. Besonders ein Arbeitsplatz spielt dabei eine entscheidende Rolle als Bleibefaktor. Internationale Studierende und Arbeitssuchende, die ursprünglich nur vorübergehend in Deutschland bleiben wollten, entscheiden sich bei erfolgreicher Jobsuche 60 % häufiger für einen dauerhaften Verbleib als Personen ohne Job.

Wenn sie Deutschland dennoch verlassen, liegt das meist an Visa-Problemen oder fehlender gesellschaftlicher Integration. Das zeigen Ergebnisse einer Umfrage im Rahmen des Internationals Employability Framework, herausgegeben vom Stifterverband und der Deutsche Gesellschaft internationaler Studierender (DEGIS).

Warum internationale Absolventen bessere Chancen haben

Internationale Fachkräfte, die bereits in Deutschland studiert haben, sind klar im Vorteil:

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  • Sie finden dreimal so häufig einen Job wie Personen, die direkt zur Jobsuche nach Deutschland kommen
  • Sie haben während des Studiums Deutsch gelernt und interkulturelle Kompetenzen aufgebaut
  • Praktika und Kontakte zu Unternehmen erleichtern den Berufseinstieg
  • Ein deutscher Studienabschluss stärkt die Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Integration als Erfolgsfaktor

Junge Menschen, die in Deutschland studiert haben, sind meist besser integriert und verfügen über ein soziales Netzwerk. Das erleichtert nicht nur den Berufseinstieg, sondern steigert auch die Zufriedenheit im Alltag.

Die Folge: Die Wahrscheinlichkeit steigt deutlich, dass internationale Talente langfristig in Deutschland bleiben wollen.

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MINT-Talente werden immer wichtiger

Der demografische Wandel und der technologische Fortschritt verschärfen den Fachkräftemangel in Deutschland weiter. Gleichzeitig kommt es in einigen Branchen zu vielen Kündigungen, während viele Bewerberinnen und Bewerber trotz zahlreicher Bewerbungen weiterhin Absagen erhalten. Während immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, steigt der Bedarf – besonders an qualifizierten Fachkräften in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

MINT-Fachkräftemangel verschärft sich durch Renteneintritt

„In den kommenden zehn Jahren gehen ein Viertel der MINT-Fachkräfte in Rente. Das sind bis zu zwei Millionen Beschäftigte. Gleichzeitig erfordern neue Technologien immer mehr MINT-Fachkräfte. Diese klaffende Lücke ist mit den stagnierenden Nachwuchszahlen nicht zu schließen“, sagt Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbandes.

„Mehr als die Hälfte der internationalen Studierenden an deutschen Hochschulen belegen ein MINT-Fach. Diese Absolventinnen und Absolventen gilt es, für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Um die Innovationskraft in Deutschland zu stärken, muss die Fachkräftezuwanderung über die Hochschulen gestärkt werden.“

So lassen sich internationale MINT-Talente besser in den Arbeitsmarkt integrieren

Im Internationals Employability Framework werden konkrete Handlungsempfehlungen formuliert, um den Übergang internationaler Studierender in den deutschen Arbeitsmarkt zu verbessern:

  • Ein wichtiger erster Schritt ist die stärkere Verzahnung von Hochschulen mit Programmen wie „Make it in Germany“, dem offiziellen Portal der Bundesregierung zur Fachkräfteeinwanderung.
  • Hochschulen sollten praxisnahe Inhalte stärker gemeinsam mit Unternehmen in die Studiengänge integrieren. Auch Career Services müssen ausgebaut werden, damit z. B. passende Nebenjobs, Praktika oder Kooperationen für Abschlussarbeiten leichter entstehen.
  • Für bessere Integration ist es wichtig, extra-curriculare Angebote für internationale und deutsche Studierende auszubauen und den Erwerb der deutschen Sprache stärker in den Hochschulalltag einzubinden.

„Zuwanderung über die Hochschule kann als das zentrale Element gesehen werden, die Fachkräftebasis langfristig zu stabilisieren. Gelingt den internationalen Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium der Berufseinstieg in Deutschland, erzielen sie als hoch qualifizierte Fachkräfte außerdem schnell positive wirtschaftliche Effekte“, heißt es im Expose zur Studie.

Lesen Sie auch: Deutschland setzt auf ausländische Fachkräfte – Ingenieure und Pflege vorne

Umfrage zu internationalen Studierenden und Fachkräften in Deutschland

Im September 2025 führte der Stifterverband gemeinsam mit der Fintiba GmbH eine Onlineumfrage unter 6.418 internationalen Studierenden, Absolventinnen und Absolventen sowie Berufstätigen aus 134 Ländern durch. Die Teilnehmenden stammen aus dem Kundenstamm der Fintiba GmbH, einer digitalen Plattform, die internationale Studierende und Arbeitssuchende bei ihrem Weg nach Deutschland unterstützt – unter anderem mit Versicherungen und der Einrichtung von Sperrkonten.

Durch diesen einzigartigen Zugang konnten nicht nur Studierende, sondern auch bereits berufstätige internationale Fachkräfte einbezogen werden. Ziel der Studie ist es, besser zu verstehen, wann der Übergang in den deutschen Arbeitsmarkt gelingt und welche Faktoren den Berufseinstieg sowie eine langfristige Integration unterstützen.

Erfolgsfaktoren für Jobstart und Integration in Deutschland

Als Analysegrundlage wurde das Internationals Employability Framework entwickelt. Es identifiziert zentrale Einflussfaktoren, die sowohl den Berufseinstieg als auch das „Ankommen im Beruf“ in Deutschland beeinflussen.

Für einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt sind besonders wichtig:

  • Deutschkenntnisse
  • Praxisbezug im Studium und Kontakte zur Wirtschaft
  • Selbstwirksamkeit und Studienleistung
  • Das gewählte Studienfach

Für eine gelingende Integration und hohe Zufriedenheit im Beruf spielen vor allem ein starkes soziales Netzwerk und Selbstwirksamkeit eine zentrale Rolle.

Das Internationals Employability Framework wurde von der Allianz für MINT-Fachkräfte im Rahmen der Zukunftsmission Bildung des Stifterverband entwickelt. Ziel ist es, das Bildungssystem an eine sich wandelnde Welt anzupassen und mehr Menschen schneller mit relevanten Kompetenzen aus- und weiterzubilden.

Hier geht es zur Studie



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