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Zuwachs bei Sensorik und Messtechnik, Optimismus in der Robotik

15. Januar 2026

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e. V. (AMA) hat die Ergebnisse seiner Quartalsumfrage unter den rund 450 Mitgliedsunternehmen veröffentlicht. Im dritten Quartal 2025 verzeichnete demnach die Sensorik- und Messtechnikbranche eine spürbare Verbesserung der Geschäftslage. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorquartal um 7 %. Im Vergleich zum…
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Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e. V. (AMA) hat die Ergebnisse seiner Quartalsumfrage unter den rund 450 Mitgliedsunternehmen veröffentlicht. Im dritten Quartal 2025 verzeichnete demnach die Sensorik- und Messtechnikbranche eine spürbare Verbesserung der Geschäftslage.

Der Umsatz stieg den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorquartal um 7 %. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q3 2024) legte der Umsatz um 6 % zu. Der Auftragseingang erhöhte sich im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 ebenfalls um 7 %. Das Book-to-Bill-Ratio von 1,02 weist auf einen leichten Nachfrageüberhang hin.

Für das vierte Quartal 2025 erwarten die befragten Unternehmen eine weitere Umsatzsteigerung von 3 %, so der Verband weiter. Damit habe sich der vorsichtige Aufwärtstrend fortgesetzt, wenn auch mit gedämpfter Dynamik.

Stabilisierung und erste Wachstumsimpulse

„Die Zahlen des dritten Quartals 2025 zeigen eine Stabilisierung und erste Wachstumsimpulse“, erklärt Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbandes. „Der Ausblick auf das vierte Quartal bestätigt, dass sich die Branche teilweise erholt, für andere Mitglieder bleibt die Lage angespannt.“ Denn trotz der positiven Entwicklung haben 11 % der Mitgliedsunternehmen im dritten Quartal Kurzarbeit angemeldet. Diese Entwicklung unterstreicht, dass die wirtschaftliche Situation innerhalb der Branche weiterhin uneinheitlich ist und einzelne Marktsegmente unter Nachfrageschwächen leiden.

Umsatz und Auftragseingang für Sensorik und Messtechnik. Grafik: AMA

„Kurzarbeit und Wachstum existieren derzeit nebeneinander“, so Gutmann weiter. „Das zeigt, wie differenziert die Lage in der Sensorik und Messtechnik zu bewerten ist. Entscheidend wird sein, ob sich die Nachfrage in den Anwenderindustrien im weiteren Verlauf nachhaltig belebt.“

IT-Sicherheit bleibt ein zentrales Thema in der Branche

Vor dem Hintergrund des aktuellen BSI-Lageberichts zur IT-Sicherheit (November 2025) habe die Quartalsumfrage gezeigt, dass sich ein Großteil der Unternehmen in der Sensorik und Messtechnik bereits intensiv mit IT-Sicherheit und Cyberresilienz auseinandersetzt. 77 % der befragten Unternehmen geben an, IT-Sicherheit aktiv und systematisch zu adressieren, etwa durch regelmäßige Updates, klar definierte Prozesse und feste Verantwortlichkeiten, heißt es weiter.

Weitere 15 % befassen sich punktuell oder anlassbezogen mit dem Thema. Nur 5 % der Unternehmen sehen IT-Sicherheit aktuell nicht als relevantes Thema, während keines der befragten Unternehmen angibt, den Handlungsbedarf zwar zu erkennen, aber noch nicht begonnen zu haben.

Cyberresilienz bleibt eine Daueraufgabe

„Die Ergebnisse zeigen, dass IT-Sicherheit in der Sensorik und Messtechnik angekommen ist, gleichzeitig bleibt Cyberresilienz eine Daueraufgabe, insbesondere angesichts zunehmender Vernetzung und digitaler Wertschöpfungsketten“, so Philipp Gutmann.

Die Branche blickt insgesamt mit verhaltener Zuversicht auf die kommenden Monate. Treiber wie Automatisierung, Künstliche Intelligenz und nachhaltige Produktionsprozesse stärken die langfristigen Perspektiven. Mit einem Exportanteil von rund 48 % bleibt die Sensorik- und Messtechnik jedoch weiterhin auf stabile wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen angewiesen.

Langzeitanalyse: Robotik und Automation blicken optimistisch in die Zukunft

Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds blicken die Aussteller der Leitmesse automatica mit großer Zuversicht auf die kommenden Jahre. Die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Branche lagen 2025 sogar auf einem historischen Höchstwert. Damit setzt die Branche zu Jahresbeginn auf Investitionsbereitschaft, Innovationskraft und langfristiges Wachstum.

Für diese Erhebung wurden die in Zusammenarbeit mit dem Institut Gelszus Messe-Marktforschung durchgeführten Ausstellerbefragungen ausgewertet. Die Unternehmen wurden um ihre Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Branche sowie ihre Erwartungen an die zukünftige Entwicklung gebeten.

VDMA: „Eindrucksvoller Beleg für Potenzial der Branche“

Auch wenn die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation seit 2018 zunehmend negativer ausfällt, bleibt der Blick in die Zukunft klar positiv. Selbst die Corona-Pandemie, die anhaltenden Handelskonflikte oder geopolitische Spannungen haben nicht an der grundsätzlichen Überzeugung der Unternehmen gerüttelt, dass Automatisierung, Robotik und intelligente Produktionslösungen zu den zentralen Zukunftstechnologien zählen.

„Der ausgeprägte Optimismus ist ein eindrucksvoller Beleg für das Potenzial der Branche“, sagt Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation. „Die gute Nachricht ist, dass die Bedeutung der Automation weiterwachsen wird. Bereits der sich beschleunigende demographische Wandel sowie gestiegene Anforderungen an die Wettbewerbsfähigkeit sind wichtige Treiber für weltweite Automation auf viele Jahre hinaus.“

Umsatz und Auftragseingang für Sensorik und Messtechnik. Grafik: AMA

„Auf der automatica 2025 war deutlich zu spüren, dass die Branche sich zwar in einem herausfordernden Marktumfeld bewegt, aber nichts von ihrem Optimismus verloren hat“, sagt Exhibition Director Anja Schneider. „Die Langzeitanalyse belegt mit Zahlen, was die meisten Besucher und Aussteller der Messe bereits gespürt haben. 97 % der Aussteller und 98 % der Besucherinnen und Besucher sind überzeugt davon, dass die Bedeutung der Leitmesse weiter zunehmen oder auf dem aktuell hohen Niveau bleiben wird.“

Die nächste automatica findet von 22. bis 25. Juni 2027 in München statt.



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