Frauen im Ingenieurberuf 23.04.2010, 19:46 Uhr

Weibliche Denkansätze sind in der Technikwelt gefragt

Chancen und Hürden weiblicher Karrieren in Technik und Naturwissenschaften war das Thema einer Podiumsdiskussion zum Auftakt des VDI-Projekts „MINT Role Models“ auf der Hannover Messe. Die Meinungen gingen teils weit auseinander.

Die besten Freundinnen können auch fatale Chancenbremser sein. „Mädchen, die sich für Naturwissenschaft und Technik begeistern könnten, opfern ihre Neugierde oft dem Gruppenzwang desinteressierter Freundinnen“, beklagte Daniela Nicklas, Juniorprofessorin für Datenbank- und Internettechnologien an der Universität Oldenburg, in Hannover.

„Zu sich selbst stehen“ hieß denn auch die Botschaft der Podiumsdiskussion „MINT Role Models“ auf der Industrie-Messe. „Und sich mit Gleichgesinnten zusammenschließen“, ergänzte Petra Quickert, Qualitätsprojektleiterin neue Fahrzeugprojekte bei VW.

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Die Teilnehmerinnen des Podiums jedenfalls waren sich einig, dass nicht immer die Männerwelt als Erklärung herhalten dürfe, warum es so wenige Ingenieurinnen gibt, sondern sich Frauen oft selbst eine attraktive Laufbahn verbauen. Etwa weil sie Technik nicht für weiblich halten. Oder weil sie nicht verstehen, dass „weibliche“ Denkansätze und Stärken auch in der Technikwelt gefragt sind.

Schließlich habe der Beruf nichts mit physischer Stärke, aber viel mit Analytik und Kunst zu tun, betonte Michael Groß, Leiter Personalmarketing bei Audi, und einziger Mann auf dem Podium. „Als Ingenieurin muss man sein Frausein nicht verleugnen – man sollte es im Gegenteil betonen“, resümierte Daniela Nicklas.

Ob weibliche Selbstversicherungen allein den niedrigen Anteil von 15 % Frauen in Ingenieurberufen verbessern können, war zumindest umstritten. Als strukturelle Maßnahme wünscht sich Nicklas ergänzend eine Quote. „Denn Frauen haben zwar die gleichen Rechte wie Männer, die gleichen Möglichkeiten aber haben sie noch nicht.“

Doch die „Quotenfrau“ hat heute einen schlechten Ruf. Junge Ingenieurinnen möchten lieber Vorbild als Quote sein, sie fühlen sich gut in ihrer Umgebung, wie Gesa Aßhauer, Sales Engineer bei GEA Ecoflex, betonte. Auch wenn sie oft nur männliche Kollegen haben. Sie sind gut ausgebildet, verdienen gut und haben einen ziemlich krisensicheren Job, wie Aßhauer sagt.

Die neue Ingenieurinnen-Generation sieht ihre Situation entspannt. Für sie scheint selbstverständlich, dass Frauen ohne Zwang das machen, was sie interessiert. rkb

Ein Beitrag von:

  • Ruth Kuntz-Brunner

    Ruth Kuntz-Brunner ist Karriereautorin und schreibt über die Schwerpunkte Arbeitsleben und Arbeitssicherheit.

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