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Wie groß die Gefahr durch chinesische Wechselrichter in Europa werden kann

30. April 2025

Wie groß die Gefahr durch chinesische Wechselrichter in Europa werden kann
Detailaufnahme eines Wechselrichters in einem Solarpark. Der Branchenverband Solarpower Europe hat die Sicherheitsrisiken für die europäische Stromversorgung durch Wechselrichter untersuchen lassen. Foto: picture alliance / SVEN SIMON/Frank Hoermann
Wechselrichter sind generell ein Sicherheitsrisiko für die Stromnetze. Eine neue Studie zeigt, warum die chinesische Dominanz bei Wechselrichtern gefährlich für Europa werden könnte.
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Der große Stromausfall in Spanien und Portugal zeigt, wie anfällig das europäische Stromnetz sein kann. Noch ist nicht klar, was genau die Ursache ist. Offizielle Stellen zum Beispiel in Spanien schließen einen Cyberangriff aus, aber möglich wäre er. Dass auch die Energiewende zum Sicherheitsrisiko beiträgt, zeigt ein Bericht, den gestern Abend der europäische Solarbranchenverband Solarpower Europe vorstellte. Die Frage des Verbandes an den Dienstleister DNV, der die Studie erstellte, war: Wie hoch sind Sicherheitsrisiken für Solarstromanlagen und die Netzstabilität in Europa?

Gefahr durch Wechselrichter für Europas Stromnetze: Nur 3 GW manipulierte Kapazität reichen aus

Ergebnis: Nur 3 GW manipulierter Wechselrichterkapazität sind ausreichend, um das europäische Netz zu stören. Das ist wenig, wenn man ein Szenario hinterlegt, in dem nicht nur Cyberkriminelle diese Achillesferse im europäischen Stromsystem nutzen, sondern systematisch auch ganze Staaten. Spätestens seit dem Ausschluss chinesischer Technologie in den 5G-Mobilfunknetzen sind auch andere Bereiche der kritischen Infrastruktur wie die Energieversorgung unter Beobachtung: Welche Technologie liefern chinesische Hersteller und was würde es bedeuten, würden über diese Wechselrichter diese Anlagen massiv manipuliert. Der Bericht von Solarpower Europe verdeutlicht u. a. den Aspekt der Risiken durch die Nutzung chinesischer Wechselrichter in europäischen Solarparks.

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Da chinesische Hersteller den Weltmarkt für Wechselrichter dominieren, ist es kein Wunder, wenn sie bei Berichten über Cybersicherheitsrisiken immer wieder im Visier der Experten stehen. Dem Bericht von Solarpower Europe zufolge verfügt Marktführer Huawei bereits über mindestens 114 GW an installierter Wechselrichterkapazität in Europa, die in Solarparks installiert sind. Nach Schätzungen können sechs chinesische Wechselrichterhersteller auf Abstand jeweils mehr als 5 GW in ganz Europa kontrollieren. Und damit sind die kritischen 3 GW erreicht, die es braucht, um das europäische Stromnetz zu stören.

Warum chinesische Wechselrichter eine Gefahr sein können

Berichterstatter DNV schreibt, dass dem chinesischen Geheimdienstgesetz zufolge Unternehmen zur Zusammenarbeit mit staatlichen Geheimdiensten verpflichtet werden können. Die EU hat aus diesem Grunde schon bereits chinesische Anbieter von bestimmten Produkten als unzuverlässige Anbieter von 5G-Netzen ausgeschlossen. Der Bericht wirft die Frage auf, ob es ähnliche Schutzmaßnahmen für kritische Energieinfrastrukturen wie Wechselrichter bedarf. Das würde Solaranlagen, aber auch Windkraftanlagen betreffen.

Um zu einer „niedrigen“ Risikokategorie für die Cybersicherheit zurückzukehren, empfiehlt der Bericht laut Solarpower Europe zwei übergreifende Lösungen. Die erste würde sicherstellen, dass die bestehenden Gesetze zur Cybersicherheit spezifisch genug für die Bedürfnisse des Solarsektors sind. Die zweite würde neue Regeln einführen, die die Kontrolle der relevanten Solarsysteme über Wechselrichter in der EU oder in Ländern, die ein gleichwertiges Sicherheitsniveau bieten können, belassen.

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