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Tesla eröffnet Hyperloop-Wegbereiter für Elektroautos

22. Dezember 2018

Hell ausgeleuchteter Tunnel mit Schienen
Die Loop-Teststrecke, die The Boring Comany jüngst eröffnete, ist nicht zu verwechseln mit einer Hyperloop-Strecke. Foto: The Boring Company
Elon Musk und die Boring Company enthüllten kürzlich einen Tunnel für Elektroautos auf Schienen. Dieser soll das Verkehrsaufkommen unter die Erde verlagern und Wegbereiter für die Hyperloop-Technologie sein.
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Elon Musk eröffnet die mit seinem eigenen Unternehmen, der Boring Company, entwickelte 1,8 Kilometer lange Teststrecke – in Form eines Tunnels, der sich unterhalb der amerikanischen Metropole von Los Angeles in Kalifornien befindet. Ziel des Pilotprojekts ist es, Elektroautos auf einem Schienensystem verkehren zu lassen. Mit hohen Geschwindigkeiten von bis zu 240 km/h sollen die Autos zwischen den Städten befördert und dadurch vor allem Ballungsräume vom Verkehr entlastet werden. Das ist das Ziel des Vorhabens, über dessen Entstehung wir 2017 in dem Artikel „Elon Musk will Verkehr in riesigen Röhren unter die Erde legen“ berichteten. Zudem soll das Tunnelsystem vollkommen automatisch und energiesparend betrieben werden. Es ist allerdings kein Hyperloop.

Es ist die Bauform der Automobile, die keinen geschlossenen Hyperloop ermöglicht. Dennoch legt dieses Projekt den Grundstein für diese noch viel schnellere zukunftsweisende Technologie. Musk zufolge soll sich daraus eine Art unterirdischer Highway entwickeln, der mit nur wenigen Haltestellen die schnellste Route von A nach B ermöglicht. Die zu transportierenden Fahrzeuge selbst sollen dabei nicht allein auf Tesla-Modelle beschränkt sein, sondern müssten lediglich mit ausklappbaren Laufrollen auf den Seiten ausgestattet werden – was laut Vorstellung des Pioniers bis 2028 realisiert sein könnte. Angekündigt wurden bereits vier Tunnelbauprojekte.

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Ein Rückschlag für die Boring Company und die Entwicklung dieses Vorhabens ist jedoch eine Klage, die den Bau eines 4 Kilometer langen Tunnels im Westen der Stadt der Engel verhinderte. Vor allem Bewohner des betroffenen Gebiets standen hinter diesem Protest. Mittlerweile wurde er einvernehmlich beigelegt und schränkt den Bau der anderen Tunnelbauprojekte laut Musk nicht ein. Musks Bohrgesellschaft expandiert stattdessen kontinuierlich und plant, das abgebaute Material in Ziegel zu pressen und zu vermarkten. Wir hatten Anfang 2018 darüber berichtet, dass Tesla mit der Serienproduktion der Solarziegel begonnen hat.

Unter gänzlich anderen Bedingungen schreitet hingegen ein Projekt des Hamburger Hafens voran, welches sich den effizienten Containertransport per Hyperloop zum Ziel gesetzt hat.

Hamburger Hafen als Logistikmodell der Zukunft

Die Hamburger Hafen und Logistik AG präsentierte bereits am 5. Dezember 2018 den Plan, gemeinsam mit dem US-amerikanischen Unternehmen Hyperloop Transportation Technology (Hyperloop TT), eine Hyperloop-Teststrecke innerhalb des Hafengeländes zu installieren.

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Die Anzahl der Schiffscontainer, die jährlich im Hamburger Hafen bewegt werden, lag 2017 bei rund 5,4 Millionen. Ein großer Teil davon wird per Lastkraftwagen weitertransportiert, beziehungsweise angeliefert. Diese Tatsache sorgt tagtäglich nicht nur für ein hohes Verkehrsaufkommen, sondern auch für schädliche Emissionen – außerdem sei der Faktor Zeit gerade im Logistikgeschäft erwähnt. Der Einsatz neuer Technologien könnte diese Umstände verbessern. Eine sich noch in Entwicklung befindliche Alternative wäre eine Hyperloopstrecke. Das Konzept stammt von Tesla-Gründer Elon Musk. Es sieht vor, Transportkapseln innerhalb einer Unterdruckröhre zu befördern. Dabei wird der Luftwiderstand um ein Vielfaches verringert. Ausgestattet mit entsprechenden Antriebssystemen können Geschwindigkeiten von bis zu 1.200 km/h erreicht werden – ohne große Mengen Energie dafür aufzuwenden. Zwar bezieht sich Elon Musks Projekt in erster Linie auf den Transport von Personen, jedoch wäre die Kapazität ebenso für den Güterverkehr denkbar. Für die zeit- und praxisnahe Realisierung entsteht ein Joint-Venture zwischen der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und der Hyperloop TT. Um Verwechslungen auszuschließen: Dieses Unternehmen gehört nicht zu Elon Musks Imperium.

Das Ziel des gemeinsamen Projekts in Hamburg ist die Konstruktion einer 100 Meter langen Teststrecke inmitten des Containerterminals Altenwerder. Dieses arbeitet bereits seit 2004 hoch automatisiert und bietet dadurch beste Voraussetzungen, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Der für die Logistikbranche wichtige ITS Weltkongress wird 2021 in Hamburg seine Pforten eröffnen. Zu dieser Zeit soll – laut Plänen der Entwickler – das 7 Millionen Euro teure Hyperloopprojekt abgeschlossen sein und direkt auf der Messe präsentiert werden. Dabei wird auch ein Weiterverkauf der Technologie an andere Hafenstandorte ins Auge gefasst.

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