Verhaltener Jahresauftakt bei den Pkw-Neuzulassungen
Der Jahresstart 2026 fällt für den Pkw-Markt kühl aus: Weniger Neuwagen, aber ein klarer Trend zu alternativen Antrieben und sinkendem CO2-Ausstoß. Ein Überblick über die Pkw-Neuzulassungen 2026 nach Antriebsarten, Marken und Segmenten.
Zu Beginn des Jahres zeigt sich der Automarkt eher schwach im Vergleich zum letzten Jahr.
Foto: smarterPix / npershaj
Das vergangene Jahr schloss mit einem doch hohen Niveau ab: Im Dezember 2025 wurden 246.439 Neuwagen zugelassen. Das neue zeigt einen verhaltenen Start des Automarktes. Eine Anknüpfung an die positiven Zahlen des Vorjahres ist nicht zu erkennen. Im Januar 2026 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt 193.981 Personenkraftwagen neu zugelassen, was einem Minus von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.
Der Anteil gewerblicher Kundinnen und Kunden steigt dabei auf 69,8 Prozent – was einem Plus von 2,1 Prozent entspricht. Die privaten Zulassungen gingen deutlich zurück: um 14,4 Prozent auf 30,2 Prozent. Insgesamt spiegeln die Pkw-Neuzulassungen 2026 im Januar eine spürbare Zurückhaltung der Käufer und Käuferinnen wider. Die Nachfrage ist gesunken.
Pkw-Neuzulassungen 2026: Antriebe im Vergleich
Ein genauer Blick auf die Antriebsarten zeigt ein deutliches Bild zugunsten elektrifizierter Modelle. 79.996 Neuwagen sind mit Hybridtechnik unterwegs, was einem Anteil von 41,2 Prozent an allen Pkw-Neuzulassungen 2026 im Januar entspricht.
Darunter befinden sich 21.790 Plug-in-Hybride, die 11,2 Prozent Marktanteil erreichen und konnten. Der Absatz ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 23,0 Prozent gestiegen. Reine Elektro-Pkw kommen mit 42.692 Einheiten auf einen Anteil von 22,0 Prozent, was ein Wachstum von 23,8 Prozent im Vergleich zum Januar 2025 bedeutet.
Auch Gebrauchtwagenmarkt eher verhalten gestartet
Neben dem Neuwagenmarkt spielt der Handel mit gebrauchten Kfz zu Jahresbeginn eine wichtige Rolle. Im Januar 2026 wechseln 567.942 Kraftfahrzeuge die Halterin oder den Halter, was einem Rückgang von 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Zusätzlich werden 29.260 Kfz-Anhänger umgesetzt, deren Zahl um 16,2 Prozent sinkt. Damit zeigt der Gebrauchtwagenmarkt ebenfalls eine eher verhaltene Dynamik zum Start des Jahres, ähnlich wie die Pkw-Neuzulassungen 2026.
Flüssiggasbetriebene Pkw bleiben mit 280 Einheiten und einem Anteil von 0,1 Prozent eine Randerscheinung und brechen um 67,4 Prozent ein. Für Erdgasfahrzeuge werden im Januar keinerlei Pkw-Neuzulassungen 2026 erfasst, ebenso gibt es kaum Bewegung bei Wasserstoffautos.
Deutsche Marken punkten bei Pkw-Neuzulassungen 2026
Trotz rückläufiger Stückzahlen bleibt VW bei den Pkw-Neuzulassungen 2026 klar die erste Adresse. Die Marke kommt im Januar auf einen Anteil von 19,7 Prozent, obwohl die Zulassungen um 17,5 Prozent sinken. Dahinter schiebt sich Škoda als stärkste Importmarke mit 18.550 Neuwagen nach vorn, was einem Plus von 12,2 Prozent und 9,6 Prozent Marktanteil entspricht.
Unter den deutschen Herstellern sticht Opel mit einem Zuwachs von 27,4 Prozent auf 4,6 Prozent Marktanteil hervor, während Mercedes, Audi und Ford teils deutliche Rückgänge hinnehmen müssen. Die Importmarken Fiat und Hyundai können sich mit mehr als 4.000 Neuzulassungen im Markt behaupten und weisen eine positive Entwicklung auf. Seat und Peugeot hingegen müssen ebenfalls Rückgänge von 29,8 beziehungsweise 9,5 Prozent vermelden, obwohl sie mit 5,0 und 2,3 Prozent weiterhin relevante Anteile halten.
Pkw-Neuzulassungen 2026: Segmente im Überblick
Bei den Segmenten ist keine Veränderung festzustellen. SUVs geben weiterhin den Ton an. Mit einem Anteil von 32,5 Prozent dominieren sie trotz eines leichten Rückgangs von 0,6 Prozent die Pkw-Neuzulassungen im Januar 2026. Die Kompaktklasse folgt mit 15,2 Prozent und einem Minus von 12,5 Prozent, knapp vor Kleinwagen mit 12,6 Prozent und Geländewagen mit 12,3 Prozent, die jeweils ebenfalls Marktanteile verlieren.
Das stärkste Wachstum verzeichnen Wohnmobile, die um 11,8 Prozent zulegen und auf 2,1 Prozent Marktanteil kommen, gefolgt von der Mittelklasse mit einem Plus von 0,5 Prozent und 8,3 Prozent Anteil.
Das sind die Verlierer unter den Pkw-Neuzulassungen im Januar 2026
Deutlich unter Druck stehen zu Jahresbeginn vor allem höherpreisige und familienorientierte Fahrzeugklassen. Oberklasse-Pkw büßen 28,5 Prozent ein und halten nur noch 0,6 Prozent Marktanteil. Großraum-Vans sinken um 25,7 Prozent auf 1,9 Prozent, Mini-Vans verlieren 23,5 Prozent und kommen auf 0,7 Prozent Anteil. Rückläufige Neuzulassungen zeigen sich auch bei Sportwagen und in der oberen Mittelklasse mit Rückgängen von 6,0 beziehungsweise 3,9 Prozent.
Deutlich weniger CO2-Ausstoß
Parallel zum Wandel bei den Antrieben sinkt der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagen spürbar. Im Januar 2026 liegt er bei 102,4 Gramm pro Kilometer und damit 9,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Das liegt vor allem am steigenden Anteil von Hybrid- und Elektrofahrzeugen an den Pkw-Neuzulassungen 2026, während klassische Verbrenner an Gewicht verlieren. Damit setzt sich der bereits in der Jahresbilanz 2025 erkennbare Trend weiter fort, wonach neu zugelassene Pkw im Schnitt weniger CO2 emittieren.
Nutzfahrzeuge neu zugelassen im Januar 2026
Auch der Nutzfahrzeugmarkt liefert im Januar 2026 interessante Signale. Kraftomnibusse legen bei den Neuzulassungen kräftig zu – um 76,4 Prozent. Sonstige Kraftfahrzeuge, zu denen unter anderem Feuerwehr-, Polizei- und Postfahrzeuge sowie selbstfahrende Arbeitsmaschinen für Land- und Forstwirtschaft zählen, weisen ein Plus von 19,0 Prozent aus.
Zugmaschinen steigern sich insgesamt um 3,7 Prozent, obwohl Sattelzugmaschinen leicht um 0,3 Prozent nachgeben. Lastkraftwagen dagegen rutschen um 21,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat ab. Insgesamt lag die Zahl der erstmals zugelassenen Kfz bei 225.932 Fahrzeugen
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