Modell 777-9 09.01.2015, 12:31 Uhr

Boeing baut Flugzeug mit hochklappbaren Tragflächen

Die 777-9 von Boeing soll zukünftig direkt nach der Landung die Enden ihrer Tragflächen hochklappen können. Damit wird das Großraumflugzeug kompakt genug, um auch kleinere Flughäfen anzufliegen. Die Markteinführung ist für 2020 geplant. 

Die 777 gehört zu den Erfolgsmodellen des US-amerikanischen Flugzeugbauers Boeing. Ab 2020 soll das Großraumflugzeug dank hochklappbarer Tragflächen auch kleinere Flughäfen anfliegen können. 

Die 777 gehört zu den Erfolgsmodellen des US-amerikanischen Flugzeugbauers Boeing. Ab 2020 soll das Großraumflugzeug dank hochklappbarer Tragflächen auch kleinere Flughäfen anfliegen können. 

Foto: Boeing

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing stattet die neueste Variante seines Erfolgsmodells Boeing 777, die 777-9, mit Tragflächen aus, deren 3,5 Meter lange Endstücke sich nach oben klappen lassen. Damit verringert sich die Spannweite des Flugzeugs von 71,8 auf 64,8 Meter, sodass es auch kleinere Flughäfen ansteuern kann. Bislang darf die 777 lediglich Flughäfen der Kategorie F ansteuern, die für besonders große Jets zugelassen sind und entsprechend große Passagier-Gates haben.

Boeing 777-9 soll 2020 auf den Markt kommen

Um von der technischen Weltluftfahrorganisation ICAO in Montreal die Zulassung für kleinere Flughäfen der Kategorie E zu erhalten, muss die 777-9 nicht nur in Gebäudenähe, sondern schon auf den Rollwegen die Breite verringern können. Das geschieht direkt nach der Landung durch das Hochklappen der Tragflächenenden, die über mehrere Scharniere mit dem starren Teil der Tragfläche verbunden sind. Wie Boeing weiter bestätigt, soll die 777-9 ab 2020 an die Besteller ausgeliefert werden.

Produktion der Boeing 777. Beim neuen Modell 777-9 sollen die 3,5 Meter langen Tragflächenenden hochklappbar sein. Die Spannweite reduziert sich dann von 71,8 auf 64,8 Meter.

Produktion der Boeing 777. Beim neuen Modell 777-9 sollen die 3,5 Meter langen Tragflächenenden hochklappbar sein. Die Spannweite reduziert sich dann von 71,8 auf 64,8 Meter.

Quelle: Boeing

Boeing hatte sich bereits 1990 mit abklappbaren Tragflächen beschäftigt. Damals ging es um die seinerzeit neue 777-200. Schließlich wurde dieser Plan aber fallen gelassen, weil es aus damaliger Sicht doch genügend Flughäfen gab, die dieses Flugzeug aufnehmen konnten. Das hat sich inzwischen gewandelt, weil zum einen der Langstrecken-Passagierverkehr rasant gewachsen ist und damit größere Flugzeuge erfordert und es zum anderen immer mehr Direktflüge statt Umsteigeverbindungen gibt. Damit aber müssen die großen Flugzeuge auch auf kleineren Plätzen landen können.

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Abklappbare Tragflächen gab es schon im Zweiten Weltkrieg

Historisch lassen sich abklappbare Tragflächen bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurückverfolgen. Damals kam der Anstoß von den Flugzeugträgern, deren Flug- und Parkdecks von der verfügbaren Fläche her äußerst begrenzt waren. Im Zweiten Weltkrieg verfügte die Mehrheit der amerikanischen Flugzeugträger-Kampfflugzeuge über abklappbare Tragflächen. Dabei wurde sogar mit Tragflächen experimentiert, die sich doppelt abklappen ließen, um auch die Höhe zu reduzieren. Mit dem Übergang zu riesigen modernen Flugzeugträgern waren abklappbare Tragflächen aber gänzlich aus der Mode gekommen.

 

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

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