Mobilität wird strenger und teurer 12.11.2025, 17:30 Uhr

Auf diese Veränderungen müssen sich Autofahrer 2026 einstellen

Neue Regeln, neue Fristen, steigende Kosten – so lässt sich der Jahreswechsel aus Sicht der Autofahrerinnen und Autofahrer zusammenfassen. Hier finden Sie alle wichtigen Neuerungen.

Autos

Autofahrerinnen und Autofahrer müssen sich zum neuen Jahr auf Veränderungen und steigende Kosten einstellen.

Foto: PantherMedia / Madrabothair

Mit Beginn des neuen Jahres 2026 werden Umweltauflagen weiter verschärft, neue Sicherheitsvorgaben ergänzt und Preisänderungen spürbar. Der ACV Automobil-Club Verkehr hat kurz zusammengefasst, worauf sich Autofahrerinnen und Autofahrer im nächsten Jahr einstellen müssen. Es besteht zum Teil sogar konkreter Handlungsbedarf für alle Betroffenen.

Steigende Kosten an den Zapfsäulen für Autofahrer ab 2026

Los geht es direkt am 1. Januar 2026. Ende 2025 endet geltende Festpreisphase und die CO2-Bepreisung steigt deshalb weiter an. Hintergrund ist der nationalen Emissionshandel (nEHS) und die Tatsache, dass Mineralölunternehmen die erforderlichen Zertifikate ab dem 1. Januar 2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO2 ersteigern müssen. Dieser preisliche Rahmen ist vorgegeben.

An den Zapfsäulen wird sich das sicherlich bemerkbar machen. Die Kraftstoffpreise erhöhen sich um etwa 15 bis 20 Cent pro Liter. Eine genaue Einschätzung gibt es nicht, denn die Preise hängen noch von weiteren Faktoren ab, unter anderem der Marktentwicklung und der Preisgestaltung der Mineralölfirmen.

Kfz-Versicherungen werden teurer – versäumte HU kostet Punkte

Auch bei den Versicherungen steigen die Belastungen. Höhere Kosten für Ersatzteile und Werkstätten führen zu teureren Tarifen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft zahlen rund 5,9 Millionen Versicherte künftig mehr, während 4,5 Millionen entlastet werden.

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Ein Blick auf die Hauptuntersuchung zeigt ebenfalls, ob Handlungsbedarf besteht. Fahrzeuge mit blauer HU-Plakette müssen 2026 geprüft werden. Ein Versäumnis kostet nicht nur ein ordentliches Bußgeld, sondern bringt auch noch einen Punkt in Flensburg.

Neuer Führerschein ist fälschungssicher

Zahlreiche Jahrgänge haben den Umtausch bereits hinter sich. Nun gilt die Verpflichtung für alle Autofahrerinnen und Autofahrer, deren Führerschein zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurde. Bis zum 19. Januar 2026 müssen sie ihren Führerschein erneuern lassen.

Statt der Papiervariante gibt es dann eine Plastikkarte – ähnlich dem Personalausweis. Der neue EU-Kartenführerschein besitzt erhöhte Fälschungssicherheit und bleibt 15 Jahre gültig. Der Tausch erfolgt über die Fahrerlaubnisbehörde oder das Bürgeramt und kostet etwa 25 Euro. Wer die Frist verpasst, riskiert ein Verwarngeld.

Sicherheitsvorgaben ändern sich für Autofahrer 2026

Automobilhersteller müssen ab Januar alle neu entwickelten Pkw und Transporter mit dem digitalen Notrufsystem Next Generation eCall ausstatten. Das System arbeitet mit modernen Mobilfunkstandards und übernimmt im Ernstfall automatisch den Notruf. Ein Jahr später gilt diese Pflicht auch für alle Neuzulassungen. Ziel ist es, Reaktionszeiten bei Unfällen weiter zu verkürzen.

Im Sommer werden EU-weite Sicherheitsrichtlinien schrittweise weiter umgesetzt: Ab 7. Juli 2026 sind weitere Sicherheitssysteme für alle neuen Fahrzeugtypen Pflicht, beispielsweise Notbrems- und Spurhalteassistent sowie Müdigkeitswarner.

Umweltschutz und Euro-7-Norm verschärft sich 2026 für Autofahrer

Ende November 2026 verschärft sich die Abgasnorm. Dann tritt die sogenannte Euro 7 in Kraft. Sie gilt zunächst für neue Pkw-Modelle und leichte Transporter. Erstmals werden auch ultrafeine Partikel aus Brems- und Reifenabrieb erfasst und höhere Anforderungen an Haltbarkeit und Reinigungssysteme gestellt. Ab Ende 2027 ist dies dann auch für alle Neuzulassungen bindend.

Für leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen ist bei Auslandsfahrten oder Inlandsfahrten ausländischer Speditionen ab dem Sommer ein intelligenter Fahrtenschreiber Vorschrift. Diese Geräte dokumentieren Grenzübertritte, Fahr- und Ruhezeiten und erkennen Manipulationen. Ein weiterer Schritt der Änderungen für Autofahrer 2026 hin zu mehr Transparenz im EU-Güterverkehr.

Steuerliche Anpassungen für Autofahrer 2026

Wer einen Dienstwagen fährt, kann künftig profitieren: Die Grenze für die begünstigte 0,25-Prozent-Regel bei Elektrofahrzeugen steigt auf 100.000 Euro Listenpreis. Damit profitieren auch höherwertige Modelle weiterhin von steuerlichen Vergünstigungen, während Fahrzeuge darüber mit 0,5 Prozent versteuert werden. Diese Änderung ist Teil des Jahressteuergesetzes 2025 und bedarf noch der parlamentarischen Zustimmung.

Unternehmen sollen zudem eine degressive Abschreibung nutzen können, wenn sie zwischen 2025 und 2028 neue Elektrofahrzeuge anschaffen. Auch hier soll die Elektromobilität gezielt gestärkt werden. Eine weitere Umstellung betrifft die Kfz-Steuer: Sie wird ab 2026 grundsätzlich als Einmalzahlung erhoben, um den Verwaltungsaufwand zu senken.

Bahnfahren 2026

Bahnreisende müssen sich ebenfalls auf Änderungen einstellen: Das Deutschlandticket kostet künftig 63 Euro monatlich. Dagegen sollen Fernverkehrstarife stabil bleiben – so zumindest die aktuellen Pläne der Deutschen Bahn. Am 14. Dezember 2025 erweitert die Deutsche Bahn mit dem Fahrplanwechsel auch ihr Fernverkehrsnetz. Künftig sollen deutlich mehr Städte im Halbstundentakt erreichbar sein. Das Hochgeschwindigkeitsnetz wächst auf rund 2.000 Kilometer. Der neue ICE L feiert seine Premiere zwischen Berlin und Köln.

Gleichzeitig werden internationale Verbindungen einfacher buchbar. Über die Website der Bahn und den DB Navigator können Reisende ab 2026 neben ÖBB- und SBB-Zügen auch TGV-, Eurostar- und Nightjet-Tickets erwerben. Bis Ende 2026 plant die Bahn, Angebote der meisten europäischen Partnerbahnen zu integrieren. Damit wird die europäische Reiseplanung noch komfortabler.

Änderungen im Ausland für Autofahrer 2026

Die Nachbarn in Österreich erhöhen ebenfalls die Preise: Die Autobahnvignette kostet für zehn Tage künftig wohl 12,80 Euro und für ein Jahr 106,80 Euro. Das sind drei Prozent mehr als aktuell. Das Klebe-Pickerl, wie die Vignette alle liebevoll nennen, wird 2027 wohl komplett durch eine digitale Version ersetzt.

Ein Beitrag von:

  • Nina Draese

    Nina Draese hat unter anderem für die dpa gearbeitet, die Presseabteilung von BMW, für die Autozeitung und den MAV-Verlag. Sie ist selbstständige Journalistin und gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Automobil, Energie, Klima, KI, Technik, Umwelt.

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