183 Milliarden Kubikmeter 25.03.2013, 14:06 Uhr

Stabile Wasservorräte in Deutschland

In den vergangenen sechs Jahrzehnten haben sich die Wasservorräte in Deutschland kaum verändert. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) vergleicht die Daten der Niederschläge und Zuflüsse mit den verbrauchten, verdunsteten und abgeflossenen Wassermengen. Demnach ergibt sich ein erneuerbarer Wasservorrat von durchschnittlich 183 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.

Eine Web-Cam der BfG nimmt auf etwa 100 Metern Höhe auf der Festung Ehrenbreitstein jede Minute ein aktuelles Bild vom Zusammenfluss von Rhein und Mosel auf. Hier sind oftmals Unterschiede in der Farbe sichtbar, je nach Wasserständen und Anteilen von Schwebstoffen. 

Eine Web-Cam der BfG nimmt auf etwa 100 Metern Höhe auf der Festung Ehrenbreitstein jede Minute ein aktuelles Bild vom Zusammenfluss von Rhein und Mosel auf. Hier sind oftmals Unterschiede in der Farbe sichtbar, je nach Wasserständen und Anteilen von Schwebstoffen. 

Foto: BfG

Nur 0,007 Prozent allen Wassers auf der Erde kann vom Menschen genutzt werden. Es befindet sich in Flüssen, Seen, Sümpfen und Grundwasserreservoirs. Von den geschätzten 12.500 Kubikmetern Wasser, die der Menschheit damit zur direkten Nutzung jährlich zur Verfügung stehen, verbraucht sie bereits heute nahezu die Hälfte.

In Deutschland erreichten die Wasservorräte den höchsten Wert mit 188 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erreichten im Zeitraum zwischen 1961 und 1990. Zwei Drittel dieser Menge wurde dabei innerhalb des Bundesgebietes gebildet. Das restliche Drittel des Wasservorrates speiste sich aus der Summe der Zuflüsse der ausländischen Flussgebietsanteile von Donau, Rhein und Elbe. In den letzten 30 Jahren, zwischen 1981 und 2010 lagen die erneuerbaren Wasservorräte mit 184 Milliarden Kubikmeter pro Jahr leicht über dem Durchschnitt des gesamten 60-jährigen Zeitraumes.

Extreme Hochwasser und Trockenperioden

Die Statistik zeigt auch, wie in einzelnen Jahren mit Hochwasser oder Trockenperioden die Wassermengen deutlich schwanken. So lagen im Jahr 2002, als Elbe und Donau sowie der Rhein Hochwasser führten, die Wasservorräte bei insgesamt rund 260 Milliarden Kubikmeter, davon waren allein etwa 170 Milliarden im Bundesgebiet entstanden. Ein Jahr später, im Trockenjahr 2003, fielen die Vorräte auf rund 100 Milliarden Kubikmeter, davon waren nur 45 Milliarden in Deutschland gebildet worden.

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde mit Sitz in Koblenz ist für die Bundeswasserstraßen zuständig und berät etwa das Bundesumweltministerium sowie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Die BfG untersucht Wasserstände und Abflüsse, den Zustand der Wasserstraßen und die Wechselwirkung mit dem Grundwasser. Die BfG beobachtet regelmäßig die Freisetzung und Auswirkungen verschiedener Stoffe und entwickelt Konzepte und Maßnahmen für ökologisch verträgliche Gewässerbewirtschaftung.

Regelmäßige Kontrolle der Wassergüte

Als Service bietet die BfG auf ihrer Internetseite die aktuellen Pegelstände von ausgewählten Bundeswasserstraßen an. An den beiden Messstationen Koblenz/Rhein und Koblenz/Mosel, etwa zwei Kilometer flussaufwärts vom Deutschen Eck, wird vier Mal täglich die Wassergüte gemessen und veröffentlicht. Dazu gehören neben der Wassertemperatur die elektrische Leitfähigkeit, der pH-Wert, die Trübung und der Gehalt an Sauerstoff, Chlorid und Nitrat. Außerdem liefert eine Web-Cam auf etwa 100 Metern Höhe auf der Festung Ehrenbreitstein jede Minute ein aktuelles Bild vom Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Hier sind oftmals Unterschiede in der Farbe sichtbar, je nach Wasserständen und Anteilen von Schwebstoffen.

Von Gudrun von Schoenebeck
Von Gudrun von Schoenebeck

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