Neuer Ornithopter entwickelt 16.01.2014, 14:00 Uhr

Fliegende Mini-Qualle könnte in Zukunft Luftverkehr überwachen

Es sieht aus wie eine Qualle, sein Element ist aber die Luft. New Yorker Wissenschaftler haben ein winziges Fluggerät entwickelt, das sich in der Luft bewegt wie eine Qualle im Wasser.

New Yorker Wissenschaftler haben ein winziges Fluggerät entwickelt, das sich in der Luft bewegt wie eine Qualle im Wasser.

New Yorker Wissenschaftler haben ein winziges Fluggerät entwickelt, das sich in der Luft bewegt wie eine Qualle im Wasser.

Foto: dpa

Die Forschung beschäftigt sich schon länger mit der Entwicklung winziger Fluggeräte, die in der Luft technische Aufgaben übernehmen können. Entwickelt werden in erster Linie Ornithopter – Fluggeräte, die sich durch den Schlag von Flügeln bewegen. Ihr Vorteil: Die schwingenden Flügel erzeugen den Auftrieb und die Manövrierfähigkeit in einem System. Dadurch lässt sich Gewicht einsparen. Bislang orientierten sich die Wissenschaftler dabei vor allem an Vögeln und Insekten. Die erwiesen sich bislang aber als nicht stabil genug.

Stabiler als bisherige Mini-Flieger

Das Fluggerät der New Yorker Forscher Leif Ristroph und Stephen Childress ahmt die Bewegung einer Qualle nach. Das Gerät ist 2,1 Gramm leicht und besteht aus drei Ringen aus Carbonfasern, einem kleinen Motor und vier acht Zentimeter langen Flügeln, die mit einer transparenten Polyesterfolie bespannt sind. Es sei der erste Ornithopter, der ohne Regelung und aerodynamische Stabilisierung etwa durch Segelflächen auskomme, sagen seine Erfinder Leif Ristroph und Stephen Childress von der Universität New York. Durch die quallenförmige Konstruktion sei es stabiler als die bisherigen Mini-Fluggeräte, die Insekten nachempfunden waren.

Der Radius des neuen Fluggeräts ist bislang allerdings eingeschränkt: Der Motor wird nicht mit einer Batterie betrieben, sondern über eine externe Stromquelle. Mit ihr ist der Flieger über ein Kabel verbunden. Auf diese Weise lässt sich die Volt-Zahl und damit die Frequenz der Flügelschläge regulieren.

Gerät soll noch kleiner werden

Die Forscher gehen davon aus, dass ihre Entwicklung in Zukunft für die Überwachung der Luft und des Verkehrs benutzt werden kann. Dafür wollen sie das winzige Fluggerät noch weiter verkleinern – ihr Ziel ist ein ein Zentimeter kleines Flugzeug. So käme es auch in enge Zwischenräume und könne weitgehend unbeobachtet fliegen. Dafür, so Ristroph, müsse es möglichst einfach sein. „Und unseres ist das Einfachste“, ist er überzeugt.

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Ein Beitrag von:

  • Andrea Ziech

    Redakteurin Andrea Ziech schreibt über Rekorde und Techniknews. Darüber hinaus ist sie als Kommunikationsexpertin tätig.

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