Das sind 2026 die teuersten Städte der Welt
Hohe Mieten, teure Dienstleistungen, hohe Kaufkraft: Das zeigt der Numbeo-Index 2026 zu den teuersten Städten weltweit – mit überraschenden Ergebnissen.
Die Schweiz gehört zu den teuersten Pflastern weltweit und Zürich hat den Spitzenplatz inne.
Foto: PantherMedia / Sergey Borisov
Hohe Mieten, steigende Lebensmittelpreise und stetig wachsende Ausgaben für Dienstleistungen – In vielen Metropolen der Welt wird das Leben nicht nur gefühlt immer teurer. Wer heute international arbeitet, umzieht oder einfach nur Standorte miteinander vergleicht, kommt an der Frage der Lebenshaltungskosten nicht vorbei. Die teuersten Städte der Welt lassen sich dabei aber nicht nur an Mieten oder Gehältern messen, sondern an der Summe sämtlicher alltäglicher Kosten.
Inhaltsverzeichnis
- Wie ist der Index entstanden?
- Platz 10: San Francisco (USA)
- Platz 9: Honolulu (USA)
- Platz 8: Reykjavik (Island)
- Platz 7: New York (USA)
- Platz 6: Bern (Schweiz)
- Platz 5: Lugano (Schweiz)
- Platz 4: Lausanne (Schweiz)
- Platz 3: Basel (Schweiz)
- Platz 2: Genf (Schweiz)
- Platz 1: Zürich (Schweiz)
-
So ordnen sich Deutschlands teuerste Städte 2026 ein
- München setzt den Maßstab – Spitzenreiter im nationalen Vergleich
- Frankfurt und Heidelberg: Hohe Preise durch Struktur, nicht durch Größe
- Rhein-Main als Kostentreiber: Wiesbaden und Darmstadt im Sog der Metropole
- Große Städte, gebremste Preise: Hamburg, Köln, Stuttgart und Essen
- Deutschland im internationalen Vergleich: deutlich unter der globalen Spitze
- Was der Numbeo-Index zeigt – und was nicht
Wie ist der Index entstanden?
Grundlage dieses Rankings ist der Cost of Living Index von Numbeo (Stand: Januar 2026). Numbeo sammelt kontinuierlich Preisdaten aus Städten weltweit und bildet daraus vergleichbare Indizes. Dieser Index setzt New York als Referenzwert (Index = 100). Städte mit höheren Werten gelten als teurer, Städte mit niedrigeren als günstiger – und daraus lässt sich ein aktuelles, vergleichbares Ranking abbilden.
Der Index basiert auf nutzergemeldeten Preisdaten und bildet relative Lebenshaltungskosten ab, erlaubt jedoch keine Aussage über Kaufkraft, Steuern oder individuelle Leistbarkeit.
Das sind 2026 die teuersten Städte der Welt:
| Rang | Stadt | Land | Cost of Living Index |
| 1 | Zürich | Schweiz | 118,5 |
| 2 | Genf | Schweiz | 116,5 |
| 3 | Basel | Schweiz | 112,4 |
| 4 | Lausanne | Schweiz | 111,5 |
| 5 | Lugano | Schweiz | 110,1 |
| 6 | Bern | Schweiz | 110,0 |
| 7 | New York | USA | 100,0 |
| 8 | Reykjavik | Island | 98,9 |
| 9 | Honolulu | USA | 98,2 |
| 10 | San Francisco | USA | 97,6 |
Platz 10: San Francisco (USA)
Die Tatsache, dass San Francisco trotz sinkender Bevölkerungszahlen auch weiterhin zu den teuersten Städten der Welt zählt, wirkt auf den ersten Blick vielleicht widersprüchlich. Im Numbeo-Ranking 2026 reicht es dennoch für Platz 10 mit einem Index von 97,6. Der Grund liegt hier aber weniger im klassischen Wohnraummangel als in der ganz speziellen Wirtschaftsstruktur der Region. Kaum eine Stadt ist so stark von hochbezahlten Technologie- und Finanzjobs geprägt wie das Zentrum des Silicon Valley.
Während Einkommen in der Tech-Branche weit über dem US-Durchschnitt liegen, ziehen Preise für Dienstleistungen, Gastronomie und alltägliche Konsumgüter entsprechend gleich. Dazu kommt, dass hohe Gehälter in wenigen Branchen einem sehr angespannten Arbeitsmarkt im Dienstleistungssektor gegenüberstehen. San Francisco bleibt damit teuer – weniger wegen akuten Wohnraummangels als aufgrund der hohen Kaufkraft einzelner Branchen und eines insgesamt überdurchschnittlichen Preisniveaus bei Dienstleistungen und Konsumgütern.
Platz 9: Honolulu (USA)
Insellage ist in vielen Szenarien ein Standortvorteil – aber auch ein möglicher Kostentreiber. Honolulu landet im Ranking mit einem Index von 98,2 auf Platz 9 der teuersten Städte der Welt, vor allem wegen diverser struktureller Faktoren, die sich kaum beeinflussen lassen. Ein Großteil der Konsumgüter muss zum Beispiel importiert werden, von Lebensmitteln über Baumaterialien bis hin zu Alltagswaren. Das schlägt sich direkt in den Preisen nieder.
Dazu kommen hohe Energiekosten und ein stark regulierter Immobilienmarkt, der neue Bauvorhaben massiv einschränkt. Gleichzeitig ist Honolulu wirtschaftlich zweigeteilt. Tourismus, Militär und der öffentliche Dienst prägen die Stadt ebenso wie zahlreiche wohlhabende Zweitwohnsitzbesitzer. Die Folge ist ein dauerhaft hohes Preisniveau, das nicht mit entsprechend hohen Durchschnittseinkommen einhergeht. Für viele Einheimische gilt Honolulu demnach als einer der teuersten Wohnorte der USA.
Platz 8: Reykjavik (Island)
Hohe Lebenshaltungskosten entstehen nicht nur in Finanzzentren oder Millionenmetropolen. Reykjavik belegt mit einem Index von 98,9 den Platz 8 in der Rangliste – und zeigt, wie stark Geografie und Wirtschaftsstruktur die Preise beeinflussen können. Islands Hauptstadt ist klein, abgelegen und komplett auf Importe angewiesen. Das betrifft nicht nur Lebensmittel, sondern auch viele weitere Konsumgüter, Fahrzeuge oder Baumaterialien.
Zwar verfügt Island über günstige erneuerbare Energie in großem Ausmaß, doch diese vermeintliche Entlastung wird durch andere Faktoren überlagert: ein schwacher Arbeitsmarkt, hohe Löhne, starke Währungsschwankungen und eine Tourismusbranche, welche die Preise noch weiter nach oben zieht. Gerade Gastronomie und Dienstleistungen bewegen sich auf sehr hohem Niveau. Für internationale Fachkräfte und Expats wirkt Reykjavik daher oft überraschend teuer – nicht wegen Luxusausgaben, sondern wegen der Vielzahl alltäglicher Kosten, die sich im täglichen Leben schnell einmal addieren.
Platz 7: New York (USA)
Im Numbeo-Ranking 2026 dient New York als Referenzgröße: Mit einem Indexwert von 100 werden die Lebenshaltungskosten aller anderen Städte ins Verhältnis gesetzt. Platz 7 steht aber nicht für ein moderates beziehungsweise „normales“ Preisniveau, sondern für eine Stadt, die international als Referenz für hohe Lebenshaltungskosten gilt.
Die hohen Ausgaben ergeben sich aus der Kombination von Wohnkosten, Mobilität, Gesundheitsversorgung und Dienstleistungen. Selbst außerhalb Manhattans sind die Mieten und Alltagskosten auf hohem Niveau. Gleichzeitig sorgt die große wirtschaftliche und soziale Vielfalt dafür, dass die Preisunterschiede innerhalb der Stadt stark variieren – New York ist teuer, aber eben nicht überall gleich teuer. Für internationale Fachkräfte bleibt die Metropole also überaus attraktiv, doch die nominell hohen Einkommen werden durch das Preisniveau schnell wieder relativiert.

Numbeo nimmt New York als Referenzwert, die Stadt hat einen Index von 100.
Foto: Smarterpix / johnanderson
Platz 6: Bern (Schweiz)
Der 6. Platz im Ranking geht mit einem Index von 110 an Bern. Die Bundesstadt ist zwar kleiner als Zürich oder Genf, bewegt sich beim Preisniveau aber auf einem ähnlich hohen Niveau. Eine wichtige Rolle spielt beispielsweise Berns Funktion als politisches Zentrum der Schweiz. Bundesverwaltung, diverse Verbände und zahlreiche staatsnahe Einrichtungen sorgen für viele sichere und vor allem auch gut bezahlte Arbeitsplätze. Das hält die Nachfrage nach Wohnraum dauerhaft hoch, während das Angebot nur langsam hinterherwächst.
Besonders ins Auge sticht der Kontrast zwischen Stadtbild und Kosten. Bern wirkt ruhig, überschaubar und wenig hektisch. Doch gerade diese hohe Lebensqualität in Kombination mit stabiler Beschäftigung und begrenztem Wohnraum zeigt, warum die Lebenshaltungskosten hier deutlich über dem internationalen Durchschnitt liegen.
Platz 5: Lugano (Schweiz)
Lugano verbindet mediterranes Lebensgefühl mit dem Schweizer Preisniveau – und genau diese Mischung macht die Stadt zu einem der teuersten Pflaster der Welt. Im Ranking erreicht Lugano mit einem Indexwert von 110,1 Platz 5. Die Lage spielt dabei eine zentrale Rolle. Zwischen See, Bergen und italienischer Grenze ist der Raum stark begrenzt, Bauland rar und entsprechend teuer. Gleichzeitig zieht Lugano viele wohlhabende Privatpersonen (und Zweitwohnsitzbesitzer) sowie internationale Finanzdienstleister an.
Hinzu kommt eine klare Ausrichtung auf Qualität statt Quantität: Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Freizeitangebote bewegen sich in Lugano eher im gehobenen Segment. Selbst Alltagsausgaben fallen deutlich höher aus als in vielen anderen europäischen Städten vergleichbarer Größe. Lugano ist damit kein klassisches Wirtschaftszentrum in dem Sinne, sondern ein Standort, bei dem vor allem Lebensstil, Lage und Kaufkraft die Preise bestimmen.
Platz 4: Lausanne (Schweiz)
Lausanne gehört zu jenen Städten, deren hohe Lebenshaltungskosten sich erst auf den zweiten Blick erklären. Mit einem Cost of Living Index von 111,5 erreicht die Stadt Platz 4 – und liegt damit noch vor größeren und international bekannteren Metropolen.
Ein nicht unwesentlicher Faktor ist die Funktion Lausannes als internationales Verwaltungs- und Bildungszentrum. Rund um den Sitz des Internationalen Olympischen Komitees sowie nahe den zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen besteht eine dauerhaft hohe Nachfrage nach Wohnraum, die mit dem begrenzten Angebot kaum noch Schritt halten kann.
Auch im Alltag zeigt sich das, wie etwa in Gastronomie und Freizeitangeboten. Diese bewegen sich überwiegend im oberen Segment. Gleichzeitig ist die Kaufkraft hoch, was die Preissteigerungen etwas abfedert, aber nicht gänzlich verhindert.
Platz 3: Basel (Schweiz)
Basel erreicht 2026 Platz 3 im Ranking der teuersten Städte der Welt. Der Indexwert liegt bei 112,4 und spiegelt ein insgesamt hohes Preisniveau wider, das sich durch nahezu alle Lebensbereiche zieht. Gleichzeitig ist Basel aber ein wirtschaftlich attraktiver Standort. Die starke Präsenz der Chemie- und Pharmaindustrie sorgt für viele gut bezahlte Arbeitsplätze, wodurch eine hohe Nachfrage nach Wohnraum entsteht.
Der Wohnungsmarkt in Basel gilt seit Jahren als angespannt, da kaum neue Wohnflächen entstehen. In Kombination mit hoher Kaufkraft und stabiler Nachfrage bleiben die Lebenshaltungskosten auf einem konstant hohen Niveau. Basel zeigt damit ansehnlich, dass auch vergleichsweise kleine Städte zu den teuersten der Welt zählen können.
Platz 2: Genf (Schweiz)
Genf belegt 2026 Platz 2 und zählt mit einem Numbeo-Wert von 116,5 zu den teuersten Städten weltweit. Die hohen Kosten sind vor allem strukturell bedingt und betreffen beinahe alle Bereiche des täglichen Lebens.
Die Stadt gilt als internationales Zentrum für Diplomatie, Finanzdienstleistungen und internationale Organisationen. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Wohnraum und hochwertiger Infrastruktur. Mieten, Gastronomie und Alltagsausgaben liegen dort auf extrem hohem Niveau.
Hinzu kommen hohe Preise für Gesundheitsleistungen, Mobilität und private Dienstleistungen. Die starke Kaufkraft vieler Beschäftigter stabilisiert dieses Preisgefüge jedoch ein wenig. Dennoch ist für viele Menschen das Leben in Genf finanziell anspruchsvoll.
Platz 1: Zürich (Schweiz)
Zürich führt zu Beginn des Jahres 2026 das Numbeo-Ranking an und weist aktuell den höchsten Cost of Living Index aller erfassten Städte auf. Mit einem Indexwert von 118,5 gehört die Schweizer Metropole damit zu den teuersten urbanen Standorten weltweit – zumindest auf Basis der im Januar 2026 verfügbaren Preisdaten.
Das hohe Preisniveau zeigt sich nicht in einzelnen Extremwerten, sondern über nahezu alle Lebensbereiche hinweg. Nicht nur Wohnen ist teuer, sondern auch Lebensmittel, Gastronomie, Dienstleistungen und Mobilität. Gleichzeitig trifft diese Kostenstruktur auf eine außergewöhnlich hohe Kaufkraft. Zürich ist ein internationaler Finanz- und Wirtschaftsstandort mit einer hohen Dichte an gut bezahlten Arbeitsplätzen in Banken, Versicherungen, Industrie und Technologie.
Das Zusammenspiel aus stabiler Wirtschaft, hoher Nachfrage und begrenztem Wohnraum sorgt dafür, dass sich Preise schnell auf einem hohen Niveau einpendeln – und dort auch bleiben.

Wenig überraschend ist München die teuerste Stadt in Deutschland.
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So ordnen sich Deutschlands teuerste Städte 2026 ein
Deutschland taucht im globalen Vergleich der teuersten Städte auch 2026 nicht an der Spitze auf. Dennoch zeigt der Numbeo-Index klar, dass das Leben in vielen deutschen Groß- und Mittelstädten spürbar teurer geworden ist. Angeführt wird das nationale Ranking von München mit einem Cost-of-Living-Index von 77,2.
Damit liegt die bayerische Landeshauptstadt zwar deutlich unter der internationalen Referenz New York, setzt innerhalb Deutschlands aber den Maßstab. Treiber sind vor allem die hohen Mieten, eine überdurchschnittliche Kaufkraft sowie ein Arbeitsmarkt, der von Industrie, IT und wissensintensiven Dienstleistungen geprägt ist. Das Preisniveau zieht sich längst nicht mehr nur durch den Wohnungsmarkt, sondern auch durch Gastronomie, Handwerk und alltägliche Dienstleistungen.
Hier die Top-10 in Deutschland nach dem Numbeo-Index:
| Rang | Stadt | Cost of Living Index |
| 1 | München | 77,2 |
| 2 | Frankfurt | 76,2 |
| 3 | Heidelberg | 75,2 |
| 4 | Düsseldorf | 74,7 |
| 5 | Wiesbaden | 73,4 |
| 6 | Darmstadt | 73,4 |
| 7 | Hamburg | 73,3 |
| 8 | Essen | 73,3 |
| 9 | Köln | 72,9 |
| 10 | Stuttgart | 72,8 |
München setzt den Maßstab – Spitzenreiter im nationalen Vergleich
Die hohen Lebenshaltungskosten in München sind kein kurzfristiger Effekt, sondern das Ergebnis einer langfristigen Entwicklung. Der Wohnungsmarkt gilt seit Jahren als angespannt, während die Nachfrage durch Zuzug, wirtschaftliche Stärke und hohe Einkommen konstant hoch bleibt. Gleichzeitig steigen die Preise für Dienstleistungen und Konsumgüter, weil die Kaufkraft groß ist und Anbieter diese Zahlungsbereitschaft einpreisen. München ist damit die teuerste Stadt Deutschlands – bleibt im internationalen Vergleich aber klar unter den globalen Hochpreisstandorten.
Frankfurt und Heidelberg: Hohe Preise durch Struktur, nicht durch Größe
Auf Platz zwei folgt Frankfurt mit einem Index von 76,2. Als internationales Finanzzentrum zieht die Stadt gut bezahlte Fachkräfte aus aller Welt an. Der Wohnungsmarkt steht unter hohem Druck, gleichzeitig liegen Preise für Dienstleistungen, Gastronomie und Mobilität über dem deutschen Durchschnitt.
Direkt dahinter rangiert Heidelberg. Die Universitätsstadt überrascht im Ranking, doch die Ursachen sind klar: geringe Stadtfläche, hohe Nachfrage durch Studierende, Wissenschaft und Forschung sowie ein sehr begrenztes Wohnungsangebot. Die Preise steigen weniger wegen wirtschaftlicher Masse, sondern wegen struktureller Enge.
Rhein-Main als Kostentreiber: Wiesbaden und Darmstadt im Sog der Metropole
Mit Wiesbaden und Darmstadt folgen zwei Städte, die stark vom Rhein-Main-Gebiet geprägt sind. Beide profitieren von der Nähe zu Frankfurt, ohne selbst klassische Metropolen zu sein. Stabile Einkommen im öffentlichen Dienst, in der Wissenschaft und in technologieorientierten Branchen sorgen für eine konstant hohe Nachfrage. Gleichzeitig ist das Wohnungsangebot begrenzt, was die Lebenshaltungskosten dauerhaft auf hohem Niveau hält.
Große Städte, gebremste Preise: Hamburg, Köln, Stuttgart und Essen
Auch Hamburg, Köln, Stuttgart und Essen zählen zu den teuersten Städten Deutschlands. Hohe Mieten, steigende Kosten für Dienstleistungen und Mobilität belasten die Haushalte spürbar. Gleichzeitig wirken größere Stadtflächen, ausgeprägte Pendlerströme und stärkere Preisunterschiede innerhalb der Städte dämpfend auf den Durchschnitt. Besonders Essen fällt auf, weil hier weniger die Mieten als vielmehr Alltags- und Dienstleistungskosten den Index nach oben treiben.
Deutschland im internationalen Vergleich: deutlich unter der globalen Spitze
Entscheidend für die Einordnung ist der internationale Maßstab. Alle deutschen Städte liegen mit ihren Indexwerten deutlich unter der Referenz New York und weit unter den teuersten Städten weltweit, die vor allem in der Schweiz zu finden sind. Das bedeutet: Leben in deutschen Metropolen ist teuer, aber nicht extrem teuer im globalen Kontext. Wer international vergleicht, erkennt schnell, dass sich hohe Mieten in Deutschland nicht in allen Lebensbereichen gleichermaßen niederschlagen.
Was der Numbeo-Index zeigt – und was nicht
Der Numbeo-Index vergleicht das Preisniveau alltäglicher Ausgaben wie Wohnen, Lebensmittel, Gastronomie, Mobilität und Dienstleistungen. Er misst jedoch nicht, wie gut sich diese Kosten mit lokalen Einkommen tragen lassen. Steuern, Sozialabgaben und individuelle Kaufkraft fließen nur indirekt ein.
Genau darin liegt aber auch die Stärke des Rankings: Es macht sichtbar, dass deutsche Städte innerhalb Europas zu den teureren Standorten zählen, im weltweiten Vergleich jedoch weiterhin im oberen Mittelfeld bleiben – teuer, aber kein globales Hochpreisniveau.
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