RKI und DIVI Auswertung des Intensivregisters 13.01.2022, 15:13 Uhr

Neue Auswertung: Zwei Drittel der Corona-Intensivpatienten ungeimpft

Die Mehrheit der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen ist ungeimpft. Das geben RKI und das DIVI bekannt. Fast zwei Drittel der Patienten haben sich nicht gegen Corona immunisieren lassen.

Patient Intensivbett

Zuletzt waren von knapp 9.000 Intensivpatienten, bei denen der Impfstatus bekannt war, 62 Prozent ungeimpft. So die Analyse von RKI und DIVI.

Foto: panthermedia.net/ sudok1

Der überwiegende Anteil aller Covid-19-Aufnahmen auf Intensivstationen geht auf Ungeimpfte zurück. Das geht aus den Auswertungen des Intensivregisters des Robert-Koch-Instituts und der DIVI, der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, hervor. Seit Mitte Dezember 2021 wird zusätzlich der Impfstatus erfasst. Die Informationen werden täglich für neu aufgenommene Intensivpatienten anonymisiert aufgenommen.

Ungeimpfte machen Mehrheit aller Covid-19-Fälle auf Intensivstationen aus

Fast zwei Drittel (62 %) aller Covid-19-Neuaufnahmen mit bekanntem Impfstatus waren zwischen dem 14. Dezember 2021 und dem 12. Januar 2022 ungeimpft. Diese Daten geben RKI und der DIVI in einer gemeinsame Presseinformation bekannt. Konkret lag der Impfstatus für 8.912 Covid-19-Aufnahmen vor, das entspricht etwa 90 Prozent der in diesem Zeitraum übermittelten Fälle (9.946). 5.521 dieser Fälle waren ungeimpft. 9,6 Prozent (856 Fälle) wiesen einen unvollständigen Immunschutz auf, das heißt Genesen ohne Impfung beziehungsweise Teil-Immunisierung. Über ein Viertel der Patienten auf der Intensivstation (28,4 Prozent, 2.535 Fälle) hatte in diesem Zeitraum einen vollständigen Impfschutz (Grundimmunisierung oder Booster). Der Anteil mit Boosterimpfung lag laut RKI und DIVI bei knappen 6 Prozent (520 Fälle).

Zukünftig wird der Covid-19-Wochenbericht des RKI ab dem 21. Januar 2022 veröffentlicht werden.

RKI und DIVI weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Intensivregister-Daten in dieser Form nicht geeignet sind, um die Wirksamkeit der Impfung einzuschätzen. Zur Beurteilung des Effektes der Impfung müssen die oben genannten Daten unter anderem in ein Verhältnis mit der Entwicklung der allgemeinen Impfquote der Bevölkerung gesetzt werden.

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STIKO empfiehlt Booster ab 12 Jahre

Zuvor hat die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre Empfehlung zur Covid-19-Impfung aktualisiert und empfiehlt eine Auffrischungsimpdung allen 12- bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen. Die Empfehlung sei aufgrund der stark ansteigenden Fallzahlen durch die Omikron-Variante und den möglichen Konsequenzen für das Gesundheitssystem in Deutschland erforderlich. Für die Booster-Impfung ab 12 wird der mRNA-Impfstoff Comirnaty in der altersentsprechenden Dosierung (30 µg) empfohlen. Die dritte Impfung soll in einem Mindestabstand von drei Monaten zur vorangegangenen Impfung verabreicht werden.

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Ein Beitrag von:

  • Sarah Janczura

    Sarah Janczura

    Sarah Janczura ist Content Manager und verantwortliche Redakteurin für ingenieur.de. Nach einem Volontariat mit dem Schwerpunkt Social Media war sie als Online-Redakteurin in einer Digitalagentur unterwegs. Sie schreibt über Technik, Forschung und Karrierethemen.

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