WENIGER KOSTEN UND PLATZ 21.05.2015, 10:27 Uhr

Windkraftanlage ganz ohne Flügel

Wie elegante Stelen wirken die Windturbinen von Vortex im Vergleich zu herkömmlichen Windrädern. Die Bladeless-Anlagen ohne Flügel sollen aber nicht nur schöner aussehen, sondern auch weniger Platz brauchen und wesentlich billiger sein.

Eine Vortex Bladeless-Windkrftanlage wird zu Testzwecken aufgebaut. 

Eine Vortex Bladeless-Windkrftanlage wird zu Testzwecken aufgebaut. 

Foto: Vortex Bladeless

Wenn es wirklich funktioniert, könnte es eine Revolution sein. Schlanke Stelen statt ausladender Windräder, eng beieinander, und das auch an Orten, wo der Wind nicht stetig weht. Funktionieren heißt: Die Bladeless-Windkraftanlagen der spanischen Firma Vortex müssten tatsächlich ähnlich viel Strom produzieren wie ein herkömmliches Windrad. Tests im Windkanal scheinen das zu bestätigen, aber die Versuche auf freiem Feld laufen noch.

Dennoch ist  Vortex-Gründer David Yanez überzeugt, dass die Technik marktreif ist. Anfang Juni startet das Unternehmen eine Crowdfunding-Kampagne, um mit dem eingesammelten Geld die Serienproduktion starten zu können.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Hochschule Esslingen-Firmenlogo
Professor:in für das Lehrgebiet "Konstruktion" Hochschule Esslingen
Göppingen, Esslingen Zum Job 
Safran Data Systems GmbH-Firmenlogo
Testingenieur / Certified Tester (m/w/d) Safran Data Systems GmbH
Bergisch Gladbach Zum Job 
Fraunhofer-Gesellschaft e.V.-Firmenlogo
Sachgebietsleiter*in Technisches Gebäudemanagement - Betrieb, Wartung & Weiterentwicklung Fraunhofer-Gesellschaft e.V.
München Zum Job 
Hochschule Esslingen-Firmenlogo
Professor:in für das Lehrgebiet "Elektrotechnik und Elektrische Energieversorgung" Hochschule Esslingen
Göppingen, Esslingen Zum Job 
Rhein-Sieg Netz GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Netzbetrieb Rhein-Sieg Netz GmbH
Siegburg Zum Job 
Röhm GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Elektrotechnik / Automatisierungstechnik / EMSR Röhm GmbH
Wesseling Zum Job 
BMI Deutschland GmbH-Firmenlogo
Sicherheitsfachkraft / Fachkraft für Arbeitssicherheit (m/w/d) BMI Deutschland GmbH
Dülmen Zum Job 
SWM Services GmbH-Firmenlogo
Inbetriebsetzungsleiter*in für Verfahrenstechnik (m/w/d) SWM Services GmbH
München Zum Job 
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Commissioning Manager Control, Field and Automation Engineering (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
Herrenknecht AG-Firmenlogo
Technischer Redakteur (m/w/d) Herrenknecht AG
Schwanau Zum Job 
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieurin /Bauingenieur (m/w/d) Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Brunsbüttel Zum Job 
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieurinnen / Bauingenieure (m/w/d) Fachrichtung konstruktiver Ingenieurbau Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Brunsbüttel, Rendsburg Zum Job 
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO-Firmenlogo
Wissenschaftliche*r Referent*in der Institutsleiterin Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Stuttgart Zum Job 
Fachhochschule Dortmund-Firmenlogo
Vertretungsprofessur "Produktions- und Qualitätsmanagement"; Fachbereich Maschinenbau Fachhochschule Dortmund
Dortmund Zum Job 
BMI Deutschland GmbH-Firmenlogo
Sicherheitsfachkraft / Fachkraft für Arbeitssicherheit (m/w/d) BMI Deutschland GmbH
Dülmen, Heyrothsberge Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Techniker als Fachexperte für Vertragsmanagement, Ausschreibung, Vergabe & Abrechnung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Krailling bei München Zum Job 
KTR Systems GmbH-Firmenlogo
Berechnungsingenieur (m/w/d) KTR Systems GmbH
ONTRAS-Firmenlogo
Spezialist Strategische Technologie (m/w/d) ONTRAS
Leipzig Zum Job 
FH Münster-Firmenlogo
Professur für "Strömungstechnik" im Fachbereich Maschinenbau FH Münster
Münster Zum Job 
Technische Hochschule Rosenheim-Firmenlogo
Professorin / Professor (m/w/d) für Applied Embedded Computing Technische Hochschule Rosenheim
Rosenheim Zum Job 

Ganze Stele gerät in Schwingung

Die Idee selbst ist gar nicht neu: Schon seit Jahrzehnten wird immer mal wieder mit den unsteten Verwirbelungen experimentiert, die in direkter Umgebung von hoch aufragenden Gebilden entstehen. Was für Architekten von Hochhäusern eine Herausforderung ist, wollen die Spanier sich zunutze machen.

Die Windanlagen von Vortex Bladeless sollen auch Offshore-tauglich sein.

Die Windanlagen von Vortex Bladeless sollen auch Offshore-tauglich sein.

Quelle: Vortex Bladeless

Die Stelen aus Karbon und Glasfasern geraten durch die Luftwirbel in Schwingung, die mithilfe von Magneten im Inneren und der speziellen Konstruktion noch verstärkt werden soll. Diese kinetische Energie wird dann, genau wie bei gewöhnlichen Windrädern, in elektrische umgewandelt.

Wartungskosten sollen dramatisch sinken 

Wie effizient die Technik arbeitet, muss sich noch herausstellen. Doch selbst bei etwas geringerer Leistung könnte sich ihr Einsatz lohnen, wenn die Berechnungen von Vortex stimmen. Demnach liegen Herstellungs- und Betriebskosten bei der Bladeless-Technik um jeweils rund die Hälfte niedriger. Die Wartungskosten seien sogar um 80 Prozent geringer, weil es praktisch keine Materialermüdung gebe, da keine beweglichen Teile einander im Betrieb berühren.

Keine Laterne, sondern ein Teil der Vortex Bladeless-Windkraftanlage ist hier zu sehen. 

Keine Laterne, sondern ein Teil der Vortex Bladeless-Windkraftanlage ist hier zu sehen. 

Quelle: Vortex Bladeless

Weiterer Vorteil ist natürlich der Platzbedarf. Mehr als doppelt so viele Windkraftanlagen wie bei der herkömmlichen Technik könnten auf derselben Fläche installiert sein. Zudem dürfte die Akzeptanz für die elegant wirkenden Anlagen in der Bevölkerung höher sein als für die oft als Landschaftszerstörer kritisierten herkömmlichen Windräder.

1MW-Anlage soll in drei Jahren fertig sein

Außerdem, so die Vortex-Gründer, sei die Technik sowohl für Minianlagen von 4kw Leistung – etwa für kleinere Betriebe oder Privatanwender – als auch für die Massen-Stromproduktion geeignet. In drei Jahren will Vortex so weit sein, dass eine 100 Meter hohe Stele mit einem Megawatt Leistung in der Praxis getestet werden kann.

Frühere Versuche mit demselben Prinzip scheiterten – vor allem deshalb, weil die Anlagen wegen der ständigen Verformung zu stark beansprucht waren. Möglicherweise hat Vortex diese Probleme mithilfe einer ausgeklügelten Architektur und moderner Baustoffe wie Kohlefaser gelöst.

Ein Beitrag von:

  • Werner Grosch

    Werner Grosch ist Journalist und schreibt vor allem über Technik. Seine Fachgebiete sind unter anderem Elektromobilität, Energie, Robotik und Raumfahrt.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.