Solarmodule von Panasonic 17.01.2018, 13:01 Uhr

Tesla hat mit Serienproduktion der Solarziegel begonnen

Die Tesla-Tochter SolarCity hat mit der Serienproduktion ihrer Solarziegel begonnen. In der Gigawattfabrik 2 in Buffalo im US-Bundesstaat New York sollen in diesem Jahr Solarziegel mit einer Leistung von zwei Gigawatt entstehen. Derzeit arbeiten 500 Menschen in der Gigawattfabrik 2. In Zukunft sollen 3.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Tesla hat mit Serienproduktion der Solarziegel begonnen

So sieht ein Solardach mit den strukturierten Solarziegeln aus.

Foto: Tesla

Tesla hat mit Serienproduktion der Solarziegel begonnen

Dachziegel mit Solattechnik im toskanischen Stil.

Foto: Tesla

Tesla hat mit Serienproduktion der Solarziegel begonnen

Haus mit flachen, modernen Solarziegeln.

Foto: Tesla

Tesla hat mit Serienproduktion der Solarziegel begonnen

Dachziegel im Landhausstil.

Foto: Tesla

Tesla hat mit Serienproduktion der Solarziegel begonnen

Detailaufnahme der Dachziegel mit Solartechnik.

Foto: Tesla

Tesla hat mit Serienproduktion der Solarziegel begonnen

Moderne Dachziegel auf einem Holzhaus.

Foto: Tesla

Tesla-Chef Elon Musk ist überzeugt von dem neuen Produkt: „Unsere Solarziegel sind mit gehärtetem Glas beschichtet und daher dreimal so robust wie normale Dachziegel. Dafür bürgen wir mit einer Garantie, die in der gesamten Branche ihresgleichen sucht. Sie gilt, „solange Ihr Haus steht“, wirbt er auf der Tesla-Homepage selbstbewusst für sein „Solar Roof“ getauftes Solardach, das die Tesla-Tochter SolarCity entwickelt hat.

Video als Beweis für Robustheit der Solarziegel

Jetzt werden die ersten Dächer von Kunden vermessen, die über die Tesla-Homepage eine Anzahlung von 1000 US-Dollar oder 930 Euro geleistet haben und nicht zur Tesla-Crew gehören. Bisher hat Tesla nur Dächer von Häusern einiger Tesla-Führungskräfte wie Elon Musk zu Testzwecken mit den Solarziegeln bestückt. „Ich glaube das Dach wird umwerfend aussehen, weil wir es immer weiter überarbeiten“, sagte Elon Musk dem Nachrichtenkanal Bloomberg. Die Tesla-Dachziegel bestehen aus gehärtetem Quarzglas, was sie besonders robust macht. „Noch nicht einmal der wuchtige Aufprall eines mehr als tischtennisballgroßen Hagelkorns kann ihnen etwas anhaben“, verspricht Tesla auf seiner Homepage. Zu sehen ist ein Video, in dem drei Dachziegel mit den Hagelbrocken beschossen werden. Alles geht dabei zu Bruch, nur der Solarziegel trotzt dem Beschuss.

Hocheffiziente Heterojunction-Solarmodule von Panasonic

Die Solarzellen im Inneren der Ziegel produziert Panasonic in der Gigawattfabrik 2, die SolarCity-Mitarbeiter setzen die Panasonic-Solarmodule dann zu den einbaufertigen Solarziegeln zusammen. Verbaut werden hocheffiziente sogenannte Heterojunction-Solarmodule, die durch eine ultradünne amorphe Siliziumschicht den Elektronenverlust auf der Oberfläche reduzieren und so einen hohen Wirkungsgrad besitzen.

Fast die gleiche Effizienz wie normale Solarzellen

Die Solarziegel gibt es in vier verschiedenen Designs: „Glatt“ und „Strukturiert“ können heute schon bestellt werden, der „Toscana-Stil“ und die „Schiefer-Optik“ kommen im Laufe des Jahres dazu. Alle Solarziegel sehen von der Straße aus betrachtet wie ganz normale Dachziegel aus. Doch frontal sind sie durchlässig für die Sonneneinstrahlung. Eine von der Firma 3M speziell für Tesla entwickelte Beschichtung erlaubt diesen Zauber. Die Effizienz der Solarziegel liegt laut Tesla bei 98 Prozent der Effizienz eines herkömmlichen Solarmoduls. Es ist erklärtes Ziel von Tesla, die Beschichtung weiter zu verbessern, um den Wirkungsgrad zu steigern.

Glasziegel mit und ohne Solarzelle

Tesla wirbt für seine Solarziegel mit der völligen Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz. Der Hausbesitzer kann die vom Dach erzeugte Strommenge anhand seines Bedarfs festlegen. Denn Tesla bietet seine Glasziegel auch ohne Solarzelle an. So kann ganz einfach die für den individuellen Bedarf notwendige Mischung aus Solar- und Glasziegeln ermittelt werden. Der dann vom Dach erzeugte Strom kann in der Powerwall 2.0 von Tesla gespeichert werden, die jetzt eine Speicherkapazität von 14 kWh hat. Der Wechselrichter ist bereits an Bord, so dass die Powerwall 2.0 für das Einspeisen von zu viel produziertem Strom gerüstet ist. Der Preis für die Powerwall 2.0 liegt bei 6.750 Euro.

Es war im Sommer 2016 auf einer Pressekonferenz zu den Quartalszahlen der SolarCity, als Elon Musk erstmals von den Solarziegeln sprach. „Es ist nicht mehr das Ding auf dem Dach, es IST das Dach“, brachte er die neue Geschäftsidee auf den Punkt. SolarCity-Geschäftsführer Lyndon Rive schätzt, dass alleine in den USA jedes Jahr fünf Millionen Dächer erstmals oder neu eingedeckt würden.

Knapp 200 Euro pro Quadratmeter Solardach

Für alle Solarziegel gilt: Tesla gibt eine Stromerzeugungsgarantie und eine Witterungsbeständigkeitsgarantie von 30 Jahren auf seine Produkte. Zudem sind die Solarziegel jeweils in der höchsten Widerstandsklasse gegen Hagel (Klasse 4 ANSI FM 4473), Wind (Klasse F ASTM D3161) und Feuer (Klasse A UL 790) eingestuft. Über den Preis der Solarziegel gab es bisher allenfalls Gerüchte. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: 21,85 US-Dollar pro Quadratfuß Dachfläche kosten die Ziegel. Auf die europäischen Verhältnisse und Maße umgerechnet ergibt sich beim aktuellen Umrechnungskurs ein Quadratmeterpreis von 196,66 Euro. Jetzt gleich den Zollstock zu greifen und die eigene Dachfläche zu vermessen, macht derzeit wenig Sinn. Denn die in der Gigawattfabrik 2 in Buffalo bis Ende 2018 hergestellten Solarziegel sind bereits allesamt verkauft.

 

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