Wellenkraftwerk WaveRoller 07.10.2013, 09:00 Uhr

Neue Technik zur Nutzung der Meeresenergie

Mit einem Kraftwerk, das sich komplett unter Wasser befindet, lässt sich Wellenenergie nutzen. Die erste kommerzielle Anlage entsteht vor der bretonischen Küste.

Das Wellenkraftwerk WaveRoller. 

Das Wellenkraftwerk WaveRoller. 

Foto: AW Energy

Als der finnische Taucher Rauno Koivusaari bei einem Schiffswrack ankam, sah er eine Tür, die im Wellengang sanft hin und her schwang. Blitzartig kam ihm die Idee: Diese Bewegung könnte man doch nutzen, um Strom zu erzeugen. Jetzt, 20 Jahre später, hat der Finne sein Ziel erreicht. Der WaveRoller, wie er sein Unterwasserkraftwerk nennt, wird vor der bretonischen Küste erstmals kommerziell genutzt, nachdem mehrjährige Tests in Portugal erfolgreich waren. Derfinnische Energiekonzern Fortum, die französische Marinewerft DCNS und das finnische Technologie-Unternehmen AW-Energy haben den Bau eines Kraftwerks mit einer Leistung von insgesamt 1,5 Megawatt vereinbart.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
APOprojekt GmbH-Firmenlogo
Prozess- und Qualitätsmanager (all genders) APOprojekt GmbH
Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt Zum Job 
Schüller Möbelwerk KG-Firmenlogo
Umweltingenieur (m/w/d) Schüller Möbelwerk KG
Herrieden bei Ansbach Zum Job 
N-ERGIE Netz GmbH-Firmenlogo
Maßnahmenplaner für das Netzgebiet (m/w/d) N-ERGIE Netz GmbH
Rothenburg Zum Job 
Nanotec Electronic GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Projektleiter (w/m/d) Nanotec Electronic GmbH & Co. KG
Feldkirchen Zum Job 
Karlsruher Verkehrsverbund GmbH-Firmenlogo
Angebots- / Verkehrsplaner*in (m/w/d) regionale Busverkehre Karlsruher Verkehrsverbund GmbH
Karlsruhe Zum Job 
Menlo Systems GmbH-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker (m/w/d) für die Produktion von Frequenzkämmen Menlo Systems GmbH
Planegg Zum Job 
ANDRITZ Küsters GmbH-Firmenlogo
Inbetriebnahme-Ingenieur (m/w/d) ANDRITZ Küsters GmbH
Krefeld Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Consultant Digital Transformation (m/w/d) Schwerpunkte IT, Industrie und Engineering THOST Projektmanagement GmbH
Freiburg im Breisgau, Mannheim, München, Stuttgart Zum Job 
P+R Betriebsgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauingenieur / Architekt P+R-Parkhäuser (w/m/d) P+R Betriebsgesellschaft mbH
Hamburg Zum Job 
WEMAG Netz GmbH-Firmenlogo
Prozessorganisator Grundzuständiger Messstellenbetrieb (m/w/d) WEMAG Netz GmbH
Schwerin Zum Job 
Aerologic GmbH-Firmenlogo
Engineer Aircraft Reliability & Maintenance Program (m/f/x) Aerologic GmbH
Leipzig/Halle Airport Zum Job 
Brüninghoff GmbH & Co.KG-Firmenlogo
Ingenieurin (m/w/divers) als Führungskraft für Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz Brüninghoff GmbH & Co.KG
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur Konstruktiver Ingenieurbau/Brückenbau (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Frankfurt-Gelnhausen Zum Job 
Hamamatsu Photonics Deutschland GmbH-Firmenlogo
Vertriebsingenieur (m/w/d) Bereich Spektrometer und Mikroskopie Hamamatsu Photonics Deutschland GmbH
Herrsching am Ammersee Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur/in als Bauwerksprüfer (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Darmstadt Zum Job 
Quantum-Systems GmbH-Firmenlogo
Junior Recruiter (m/f/d) Quantum-Systems GmbH
Gilching Zum Job 
Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Ingenieur für Funktionale Sicherheit (m/w/d) Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KG
Abensberg bei Regensburg Zum Job 
Quantum-Systems GmbH-Firmenlogo
Manager (m/w/d) Export/Zoll & Auftragsabwicklung Quantum-Systems GmbH
Gilching Zum Job 
Quantum-Systems GmbH-Firmenlogo
.Net Software Developer (Munich or Kyiv) (f/m/d) Quantum-Systems GmbH
Gilching, Kiew (Ukraine) Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur Planung Bauwerke (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Grafik des kompletten Wasserkraftwerks

Grafik des kompletten Wasserkraftwerks „WaveRoller“

Quelle: Enerzine

Die Testanlage in Portugal hatte ein Gewicht von 280 Tonnen. Das riesige, senkrecht hin und her schwingende Türblatt wiegt allein 20 Tonnen. Bewegt wird es von Unterwasserwellen. Verbunden ist es mit Hochdruckpumpen, die Hydrauliköl in einen Motor befördern, der mit einem Generator gekoppelt ist. Der Hydraulik-Kreislauf ist hermetisch abgeschlossen, um eine Verunreinigung des Meers zu verhindern. Finanziert wurde das Projekt, das gut vier Millionen Euro kostete, von der Europäischen Union.

Der WaverRoller wird in einer Entfernung von maximal zwei Kilometer vor der Küste in einer Tiefe von acht bis 20 Metern auf dem Meeresboden verankert. Er verschwindet völlig im Wasser, sodass er, anders als Windgeneratoren, die Aussicht nicht verunstaltet. Der erzeugte Strom wird per Seekabel an Land befördert.

80 000 Megawatt sind möglich

Die Bretagne hat eine Küstenlinie von 2730 Kilometer. Der Wellengang ist dort besonders stark, sodass sich ein hohes energetisches Potenzial erschließen lässt. Bis zu 30 Kilowatt fallen pro Meter Küstenlinie an. Theoretisch lassen sich demnach rund 80 000 Megawatt installieren. Weltweit liegt das Potenzial der Meeresenergie bei 3,5 Prozent des Weltstromverbrauchs, schätzt der Anlagenbauer Voith, der auch Wellenkraftwerke baut. Bisher wurde Wellenenergie ausschließlich von Anlagen genutzt, die auf dem Wasser schwimmen oder fest an Land stehen, etwa von der schlangenähnlichen Pelamis oder von vom Voith-Projekt Limpet, das Wellenenergie in einen tosenden Luftstrom verwandelt. Der treibt einen  Propeller an, der mit einem Generator gekoppelt ist.

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Kempkens

    Wolfgang Kempkens studierte an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss mit dem Diplom ab. Er arbeitete bei einer Tageszeitung und einem Magazin, ehe er sich als freier Journalist etablierte. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt-, Energie- und Technikthemen.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.