Erfolgreiches Crowdfunding 15.08.2015, 08:33 Uhr

Mit Nebeldusche Nebia 70 % Wasser sparen

Im feinen Wassernebel duschen und dabei den Wasserverbrauch drastisch reduzieren – das versprechen die Hersteller der Nebeldusche Nebia. Die kalifornischen Jungunternehmer werben für ihren neu entwickelten Duschkopf derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter und sind damit ungewöhnlich erfolgreich.

Sanft zu Mensch und Umwelt: Die Nebeldusche Nebia reduziert den Wasserverbrauch laut Hersteller enorm und lässt Testpersonen übers Duscherlebnis schwärmen. 

Sanft zu Mensch und Umwelt: Die Nebeldusche Nebia reduziert den Wasserverbrauch laut Hersteller enorm und lässt Testpersonen übers Duscherlebnis schwärmen. 

Foto: Nebia

Regendusche war gestern – das kalifornische Startup-Unternehmen Nebia hat einen neuen Duschkopf entwickelt, der feinsten Wassernebel versprüht und damit nicht nur ein „völlig neues Duscherlebnis“, sondern auch eine enorme Wasserersparnis verspricht.

Nebia verspricht ein völlig neues Duscherlebnis. 

Nebia verspricht ein völlig neues Duscherlebnis. 

Quelle: Nebia

Gegenüber dem aktuellen US-Standard sollen 70 % weniger Wasser beim Duschen verbraucht werden. In Kalifornien, wo Wasser notorisch knapp ist, haben die Jungunternehmer damit riesigen Erfolg.

Bereits über 1,2 Millionen Dollar Sponsorengelder eingeworben

Über die letzten fünf Jahre hätten sie Nebia entwickelt, erzählt das sechsköpfige Entwicklerteam auf Kickstarter. Auf der Crowdfunding-Plattform haben die Jungunternehmer mit Nebia offenbar offene Türen eingerannt, denn mit über 1,2 Millionen Dollar an Unterstützungsgeldern wurde das ursprüngliche Finanzierungsziel von 100.000 $ um ein Vielfaches überschritten. Das wird vermutlich noch weiter steigen, denn die Kampagne läuft noch bis zum 11. September.

Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter werden auch Skizzen von Nebia präsentiert. 

Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter werden auch Skizzen von Nebia präsentiert. 

Quelle: Nebia

Für ihren neuartigen Duschkopf hat das Nebia-Team Sprühdüsen verwendet, die es ähnlich bereits für andere technische Anwendungen in der Autoindustrie oder der Landwirtschaft gibt. Dabei wird das Wasser in einem Ring durch mehrere Öffnungen in winzige Tröpfchen seitlich zerstäubt und kommt in unterschiedlichen Größen und Geschwindigkeiten aus dem Duschkopf.

Der Duschkopf von Nebia. 

Der Duschkopf von Nebia. 

Quelle: Nebia

Statt einzelner großer Wassertropfen entsteht so ein feiner Nebel mit einem präzisen Zerstäubungsmuster.

Nebia verbraucht nur 2,8 l/min an Wasser

Mit dieser Technik entlässt der Duschkopf 2,8 Liter Wasser pro Minute und ist damit äußerst sparsam. Herkömmliche Duschköpfe verbrauchen dagegen rund 15 l/min und auch bei aktuellen Sparversionen liegt der Verbrauch noch bei 6 bis 8 l/min. Darüber hinaus soll Nebia aber auch das „Duscherlebnis“ verändern. Durch die Feinverteilung können die warmen Wassertröpfchen die sie umgebende Luft insgesamt schneller und effektiver aufheizen. So kommt mehr Wärme beim Menschen an. Das soll erfrischen und die Muskeln entspannen und auch noch lange nach der Dusche ein „verjüngendes Gefühl“ geben.

Optisch macht die Nebeldusche auch etwas her und kann sich in jedem modernen Badezimmer sehen lassen. Das Aussehen wurde gemeinsam mit der Designfirma Box Clever entwickelt. Die Halterung, mit der die Dusche an der Wand befestigt ist, lässt sich auf die gewünschte Höhe verschieben und auch der Duschkopf selbst kann bis zu 45 Grad geneigt werden. Eine abnehmbare Handdusche mit Schlauch gibt es ebenfalls. 

Ein Beitrag von:

  • Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck ist seit 2001 journalistisch unterwegs in Print- und Online-Medien. Neben Architektur, Kunst und Design hat sie sich vor allem das spannende Gebiet der Raumfahrt erschlossen.

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