Windenergie 03.08.2012, 11:00 Uhr

In Rumänien entsteht Europas größter Onshore-Windpark

Maschinenhäuser aus Salzbergen, Rotorblätter u. a. aus Brasilien und Türme aus China – mit dem Bau des größten europäischen Onshorewindparks in Rumänien stellt sich der Windenergieanlagenhersteller GE logistischen Herausforderungen. Marcus Wübbelmann, Crane and Logistics Manager Europe bei GE Energy, beschreibt im Folgenden die Logistik.

Bis zum Jahresende soll das Windprojekt Fintinele des Energieversorgers CEZ fertiggestellt sein. Die 240 Windenergieanlagen vom Typ GE 2.5–100 haben eine Nennleistung von 600 MW.

Einzelteile für Onshore-Windpark aus der ganzen Welt

Die Lage der Anlage in der Nähe zur Donau sowie zum Hafen Constanta am Schwarzen Meer und damit die Annahme, ein leichter Transport von Komponenten für die Windenergieanlage zur Baustelle sei möglich, täuscht. Denn die Einzelteile für den Windpark Fintinele werden in der ganzen Welt gefertigt und eingekauft: Beispielsweise kommen die Maschinenhäuser der Anlagen aus dem niedersächsischen Salzbergen. Die Rotorblätter und Türme aus Deutschland, Brasilien, Tschechien, Dänemark, Polen und sogar aus China.

Nicht nur die Ausmaße der einzelnen Komponenten – ein Rotorblatt misst beinahe 50 m –, sondern auch die Anzahl erfordert genaueste Planung von GE.

Pro Anlage benötigt der Windenergieanlagenhersteller zwölf Transporte vom Hafen zur Baustelle. Zwei Transporte liefern die elektrischen Komponenten. Fünf weitere ergeben den 100 m hohen Turm und mit einem Transport kommt das Maschinenhaus an. Für die Rotornabe und die Rotorblätter werden die letzten vier geplant. Diese Transporte sind alle multimodal und kombinieren Wege der See- und Binnenschifffahrt sowie des Straßennetzes miteinander. Insgesamt werden für das Fintinele-Projekt mehr als 16 000 Umschläge benötigt.

Bau des Onshore-Windparks logistisch complex

Um Projektveränderungen flexibel abfedern zu können, müssen bei einer solchen logistischen Komplexität mögliche Veränderungen in einer Planung schon im Voraus berücksichtigt werden. Denn der Zeitplan der Baustelle gibt den Plan für die Logistik vor. Hier bildet der Hafen Constanta GEs strategischen Ausgangspunkt für den Nachlauf.

Zu Spitzenzeiten thronen 25 Krane auf einer der größten europäischen Baustellen. Rund 200 Personen sorgen dafür, dass die von 60 Schwertransporten pro Woche gelieferten Komponenten ver- und entladen werden.

Für solch ein Großprojekt gilt: Stringente Planung, klare Prozesse und viel Einsatz sichern den pünktlichen Abschluss des Projekts.

„Wir sind stolz darauf, den größten Windpark in Europa zu bauen und Rumänien beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen“, sagt Stephan Ritter, Leiter des Europageschäfts für die erneuerbaren Energien bei GE Energy.

 

Ein Beitrag von:

  • Rudolf Schulze

    Chefredakteur VDI nachrichten. Fachthemen: Elektronik, Politik, IT.

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