Mit Smartphone-Funktionen 07.10.2014, 08:20 Uhr

Panasonic bringt Hybrid-Kamera auf den Markt

Der japanische Elektronikkonzern Panasonic hat jetzt mit einer hochwertigen Kompaktkamera mit Smartphone-Funktionen in der Kameraindustrie Aufmerksamkeit erregt. Mit der Lumix CM1 will Panasonic den Rückgang im Kameraabsatz stoppen, der auf die Mobiltelefone zurückgeht. 

Geht den umgekehrten Weg: Panasonic bietet jetzt eine Hochleistungskamera an, mit der man gleichzeitig auch telefonieren kann. 

Geht den umgekehrten Weg: Panasonic bietet jetzt eine Hochleistungskamera an, mit der man gleichzeitig auch telefonieren kann. 

Foto: Panasonic

Smartphones machen den Herstellern von Kompaktkameras schon seit längerem das Leben schwer. Sie bieten mittlerweile eine relativ gute Bildqualität und nehmen damit den Kameraherstellern viel vom Geschäft weg. Allerdings kommen selbst die besten Mobiltelefone mit an und für sich beachtlichen integrierten Kameras nicht an die Qualität guter Kompaktkameras heran.

Panasonic spricht bei der neuen Lumix CM1 von einer Kommunikationskamera und hofft mit dem Gerät den Kollaps des Marktes für nicht-professionelle digitale Kameras aufzuhalten. Damit ist Panasonic allerdings nicht allein. Sony will mit der QX Serie und Nikon versucht mit Kameras, die mit dem Android-Betriebssystem ausgerüstet sind, wieder Leben in den Markt für digitale Kameras zu bringen.   

Hochwertiges Objektiv von Leica

Die Antwort auf die negative Marktentwicklung sieht Panasonic in einem hochwertigen Leica Objektiv und einem strukturierten schwarzen Gehäuse, das an eine Kamera der alten Garde erinnert. Das Unternehmen, das in Japan durchaus auch schon Erfahrungen mit Mobiltelefonen gesammelt hat, geht nun den umgekehrten Weg und baut nicht etwa ein Kamera-Modul in ein Android-Smartphone ein, sondern stattet eine Kompaktkamera mit 28-Millimeter Festbrennweite mit einem gut ausgerüsteten Android-Smartphone aus.

20 Megapixel Auflösung

Die Hybrid Kamera verfügt über eine Auflösung von 20 Megapixel  – das neueste iPhone hat acht Megapixel – und einen Ein-Zoll-Bildsensor, der es der CM1 erlaubt Fotos mit hoher Auflösung auch bei schlechten Lichtverhältnissen und Full HD und sogar 4K-Videos aufzuzeichnen. Damit lässt das Gerät in Bezug auf die Bildqualität die Konkurrenz auf dem Handymarkt bislang weit hinter sich.

Mit einer Gehäusedicke von 21 Millimetern ist die Lumix CM1 zwar dreimal dicker als die dünnsten am Markt erhältlichen Smartphones, dafür schafft sie aber eine Auflösung von 20 Megapixeln.

Mit einer Gehäusedicke von 21 Millimetern ist die Lumix CM1 zwar dreimal dicker als die dünnsten am Markt erhältlichen Smartphones, dafür schafft sie aber eine Auflösung von 20 Megapixeln.

Quelle: Panasonic

Das Display hat eine Größe von 4,7 Zoll. Das Gerät arbeitet mit dem 4.4 KitKat Betriebssystem, einem 2,3 GHz Quadcore-Prozessor von Qualcomm und bietet einen 16 Gigabyte großen internen Speicher, der um bis zu 128 Gigabyte erweitert werden kann.

Lumix CM1 mit Bluetooth, WLAN und NFC

Die Lumix CM1 verfügt zudem über Bluetooth, WLAN, NFC und einen Micro SD-Kartenslot. Der Objektivring bietet Zugriff auf diverse manuelle Einstellungen, wie Fokus, Blende, Belichtungszeit, ISO-Empfindlichkeit und Belichtung. Im Gehäuse ist ein Kameraauslöser eingebaut und mit einem Schieberegler kann zwischen dem Smartphone und der Kamera hin- und hergeschaltet werden. Der Benutzer kann diverse Vorsatzlinsen aufsetzen. Mit einer Gehäusedicke von 21 Millimetern ist das Gerät allerdings dreimal dicker als die dünnsten am Markt erhältlichen Smartphones.

„Ermöglichen neuen Lebensstil“

„Indem wir unsere Konsumelektronik mit Telekommunikationstechnologien ausrüsten, ermöglichen wir unseren Kunden einen neuen Lebensstil,“ erläutert Takuya Sugita, Vize-Präsident von Panasonic AVC Networks Company. Panasonic ist im vergangenen Jahr aus dem Smartphone-Geschäft ausgestiegen verfügt aber weiterhin über ein großes Know-how in diesem Bereich. „Aus diesem Grunde haben wir unsere Spezialisten behalten.“ Das CM1 soll sowohl in Deutschland als auch in Frankreich noch vor Ende dieses Jahres in begrenztem Umfang angeboten werden.

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

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