Varda-Viadukt 06.03.2026, 17:08 Uhr

Die „James-Bond-Brücke“ im Taurus: Bauwerk mit deutscher Geschichte

98 m hoch, aus Stein gebaut: Die Baugeschichte des Varda-Viadukts in der Türkei zeigt deutsche Ingenieurskunst im Taurusgebirge.

Varda-Viadukt

Das Varda-Viadukt überspannt mit 172 m Länge und 98 m Höhe die Schlucht des Çakıt-Flusses. Sie wurde zwischen 1905 und 1907 von deutschen Ingenieuren gebaut.

Foto: picture alliance / AA | Eren Bozkurt

Mitten im Taurusgebirge im Süden der heutigen Türkei spannt sich eine Eisenbahnbrücke über eine tiefe Schlucht, die seit mehr als hundert Jahren Züge trägt. Das Gavurdere-Viadukt, heute meist Varda Köprüsü genannt, ist eines der bekanntesten Bauwerke der historischen Bagdadbahn. In der Region nennen es viele Menschen bis heute „Alman Köprüsü“ – deutsche Brücke.

Der Name verweist auf seine Herkunft: Deutsche Ingenieure, Bauunternehmen und Banken spielten eine zentrale Rolle bei Planung und Bau der Bahnlinie, die einst Berlin mit Mesopotamien verbinden sollte. Das Viadukt entstand zwischen 1905 und 1907 im schwierigsten Abschnitt der Strecke durch das Taurusgebirge.

Die Brücke ist 172 m lang und rund 98 m hoch. Sie besteht vollständig aus Naturstein und überquert die Schlucht des Çakıt-Flusses. Noch heute gehört sie zu den höchsten Eisenbahnbrücken der Türkei.

Doch die Geschichte des Bauwerks ist weit mehr als ein Kapitel der Brückenbaukunst. Sie führt tief in die geopolitischen Konflikte der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Weltberühmt wurde sie durch ihre Rolle im James-Bond-Film „Skyfall“.

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Die Bagdadbahn: Technikprojekt mit geopolitischer Sprengkraft

Ende des 19. Jahrhunderts begann eines der ambitioniertesten Eisenbahnprojekte seiner Zeit: die Bagdadbahn. Sie sollte Anatolien mit Mesopotamien verbinden und eine durchgehende Verbindung von Europa zum Persischen Golf schaffen.

Geplant war eine Strecke von Istanbul über Konya, Adana und Aleppo bis nach Bagdad und später Basra. Für das Deutsche Reich eröffnete diese Bahnlinie wirtschaftliche Chancen. Sie versprach Zugang zu Rohstoffen im Nahen Osten und eine alternative Handelsroute außerhalb britischer Kontrolle.

Kaiser Wilhelm II. unterstützte das Projekt politisch. Für das Osmanische Reich bot die Bahn ebenfalls Vorteile. Der Staat litt unter schwacher Infrastruktur und schwieriger Kontrolle entlegener Provinzen. Eine Eisenbahn versprach schnellere Truppenbewegungen und eine bessere Verwaltung.

Der Bau wurde 1903 offiziell genehmigt. Ein internationales Konsortium übernahm Finanzierung und Organisation.

Wichtige Akteure waren:

  • Deutsche Bank – Finanzierung und Verhandlungen mit der osmanischen Regierung
  • Philipp Holzmann AG – Bauunternehmen und technische Leitung
  • Friedrich Krupp AG – Lieferung von Stahl und Gleismaterial
  • Siemens – elektrische Ausrüstung und Signaltechnik
  • Borsig – Lokomotiven und schwere Maschinen

Der Taurus als größtes Hindernis

Der Bau der Bagdadbahn verlief zunächst relativ schnell durch die Ebenen Anatoliens. Doch im Süden stellte sich den Ingenieuren ein massives Hindernis in den Weg: das Taurusgebirge.

Die Strecke zwischen Konya und Adana gehört zu den schwierigsten Eisenbahntrassen des frühen 20. Jahrhunderts.

Die Herausforderungen waren enorm:

  • tiefe Schluchten
  • steile Felswände
  • instabile Kalksteinformationen
  • fehlende Infrastruktur

Um überhaupt Baumaterial in die Region zu bringen, mussten die Baukolonnen zunächst eine rund 37 km lange Zufahrtsstraße durch die Berge anlegen. Sprengungen, Handarbeit und primitive Transportmittel bestimmten den Alltag.

Besonders schwierig war ein Abschnitt bei Belemedik. Auf nur zwölf km Strecke mussten die Arbeiter 22 Tunnel durch Granit und Kalkstein treiben.

Mitten in dieser Landschaft lag eine tiefe Schlucht des damaligen Giaour Dere, heute Çakıt Deresi. Für sie gab es nur eine Lösung: eine große Brücke.

Hauptbogen des Viadukts
Einer drei großen Hauptbögen des Varda-Viadukts. Foto: picture alliance / AA | Eren Bozkurt

Das Varda-Viadukt: Architektur und Statik

Die Ingenieure entschieden sich für eine klassische Lösung des Eisenbahnbrückenbaus: eine Bogenbrücke aus Naturstein.

Stahlbrücken waren zwar bereits verbreitet. Doch im abgelegenen Taurusgebirge war Stein leichter verfügbar und versprach eine hohe Lebensdauer. Gleichzeitig stellte die Höhe der Brücke die Statik vor neue Herausforderungen.

Technische Eckdaten

Merkmal Wert
Gesamtlänge 172 m
Maximale Höhe ca. 98 m
Bögen 11
Hauptspannweite 30 m
Bauweise Naturstein-Bogenbrücke
Trassenführung Kurve mit Radius 1200 m
Nutzung eingleisige Bahnstrecke

Die Struktur besteht aus drei großen Hauptbögen, flankiert von kleineren Bögen an beiden Seiten.

Eine Besonderheit sind sogenannte Sparbögen. Diese kleineren Öffnungen befinden sich oberhalb der Pfeiler. Sie reduzieren das Gewicht der Konstruktion und entlasten die Fundamente.

Eine Brücke in der Kurve

Eine technische Besonderheit liegt in der Kurvenlage des Viadukts. Die Eisenbahnlinie beschreibt auf der Brücke einen Bogen mit einem Radius von etwa 1200 m. Dadurch wirken zusätzliche Kräfte auf das Bauwerk.

Fahrende Züge erzeugen dabei seitliche Kräfte, die Ingenieur*innen als Zentrifugalkräfte bezeichnen. Diese Kräfte mussten bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Die Lösung bestand aus besonders massiven Pfeilern und einer präzisen Ausrichtung der Bögen. Trotz dieser Belastung trägt die Brücke bis heute regelmäßig Züge.

Heinrich August Meißner Pascha – der Mann hinter dem Projekt

Eine zentrale Figur beim Bau der Bagdadbahn war der deutsche Ingenieur Heinrich August Meißner. Er kam bereits in den 1880er-Jahren ins Osmanische Reich und arbeitete zunächst am Eisenbahnbau in Anatolien. Mit der Zeit gewann er das Vertrauen der osmanischen Regierung.

Sein Talent lag nicht nur in der Technik, sondern auch in der Organisation großer Bauprojekte. Meißner sprach Türkisch und konnte zwischen deutschen Investoren und osmanischen Behörden vermitteln.

Für seine Verdienste erhielt er 1904 den Titel Pascha. Er koordinierte später große Teile des Eisenbahnbaus im Osmanischen Reich und spielte auch beim Taurusabschnitt der Bagdadbahn eine zentrale Rolle.

Ein zeitgenössischer Bericht beschreibt seine Arbeitsweise so: „Meißner verstand es, deutsche Ingenieurmethoden mit den Bedingungen des Landes zu verbinden.“

Entwurf und Bauleitung

Der konkrete Entwurf des Varda-Viadukts stammt vom Ingenieur Winkler, der für die Philipp Holzmann AG arbeitete. Winkler entwickelte die statische Struktur der Bögen und berechnete die Pfeilerhöhe. Während der Bauphase verstarb er jedoch.

Die Fertigstellung übernahm der Ingenieur Nicholas Mavrogordato, ein griechisch-osmanischer Spezialist für Tunnel- und Brückenbau.

Bau in einer nahezu unerschlossenen Region

Der Bau der Brücke begann 1905. Die Baustelle lag in einer Region ohne Straßen, Strom oder Wasserleitungen.

Viele Materialien mussten zunächst aus Europa importiert werden.

Der Weg war kompliziert:

  1. Transport per Schiff nach Mersin
  2. Weiter per Bahn nach Tarsus
  3. Von dort ins Gebirge – oft mit Kamelen oder Eseln

Zementsäcke, Stahlteile und Werkzeuge wurden auf schmalen Bergpfaden transportiert.

Um schwere Bauteile direkt an die Baustelle zu bringen, errichteten die Ingenieure eine provisorische Hilfsbrücke. Über diese führte eine kleine Baustellenbahn. Sie transportierte Material zu den Pfeilern des Viadukts.

Varda-Viadukt
Der Bau des Varda-Viadukts war extrem komplex, insbesondere wegen des Taurusgebirges. Foto: picture alliance / AA | Eren Bozkurt

Wie die Bögen entstanden

Der Bau einer Steinbogenbrücke folgt zwar einem festen statischen Prinzip, in der Praxis war er jedoch echte Präzisionsarbeit. Am Anfang standen die massiven Pfeiler. Sie wurden aus exakt behauenen Natursteinblöcken Schicht für Schicht aufgemauert, bis sie ihre volle Höhe erreicht hatten.

Erst dann begann der eigentliche Bau der Bögen. Dafür setzten die Ingenieur*innen sogenannte Lehrgerüste ein, also Hilfskonstruktionen aus Holz oder Stahl. Auf ihnen konnten die Steinblöcke so lange abgelegt und ausgerichtet werden, bis der Bogen vollständig geschlossen war.

Entscheidend war dabei der Schlussstein am höchsten Punkt des Bogens. Mit ihm wurde aus einer Reihe einzelner Steine ein tragfähiges System. Von diesem Moment an leitete der Bogen die Last kontrolliert in die Pfeiler ab, sodass das Lehrgerüst entfernt werden konnte.

Beim Gavurdere-Viadukt fand diese Arbeit in einer Höhe von fast 100 m statt. Das allein machte den Bau zu einer Herausforderung. Hinzu kam die handwerkliche Genauigkeit, die nötig war, um jeden Stein exakt einzupassen. Viele der beteiligten Steinmetze kamen aus Italien oder vom Balkan und brachten viel Erfahrung im Bau großer Mauerwerksbrücken mit.

Belemedik – eine deutsche Baustadt im Taurus

Damit der Bau der Bagdadbahn im abgelegenen Taurusgebirge überhaupt funktionieren konnte, entstand nahe der Baustellen eine eigene Siedlung: Belemedik. Was zunächst als einfaches Lager begann, entwickelte sich schnell zu einer regelrechten Baustadt.

Zeitweise lebten hier rund 3500 Menschen. Unter ihnen waren Ingenieure, Facharbeiter, Handwerker sowie zahlreiche Familienangehörige. Für eine Region, die damals kaum erschlossen war, wirkte Belemedik fast wie ein Stück Europa mitten im Gebirge.

Die Infrastruktur war für die damalige Zeit ungewöhnlich gut ausgebaut. Die Siedlung verfügte über ein eigenes Kraftwerk, das Strom für Wohnungen und Baustellen lieferte. Es gab Wasserleitungen, ein Krankenhaus für die medizinische Versorgung sowie eine Schule für die Kinder der Beschäftigten. Auch Geschäfte, Werkstätten und Versammlungsräume gehörten zum Alltag.

Zeitzeugen berichten von einem überraschend lebendigen Leben in dieser abgelegenen Bergregion. Abends trafen sich viele Bewohnerinnen und Bewohner im Freien, tauschten Neuigkeiten aus oder verbrachten gemeinsam ihre Freizeit.

Allerdings waren die Lebensbedingungen innerhalb der Siedlung deutlich unterschiedlich. Deutsche Fachkräfte lebten meist in komfortableren Häusern. Viele lokale Arbeiter mussten dagegen mit einfachen Unterkünften auskommen.

Gefährliche Arbeit im Gebirge

Der Bau der Bagdadbahn war mit hohen Risiken verbunden. Besonders gefährlich waren die Tunnelarbeiten. Sprengungen, Staub und instabile Felsen führten immer wieder zu Unfällen.

Auch Krankheiten stellten ein Problem dar. In der Region verbreiteten sich zeitweise Malaria und Cholera. In der Nähe von Belemedik entstand ein Friedhof für verstorbene Bauarbeiter. Ein in den Fels gehauener Satz erinnert an diese Zeit:

„Hier ruhen deutsche Bürger, die beim Bau der Bagdadbahn ihr Leben ließen.“

Eine strategische Bahn im Ersten Weltkrieg

Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 erhielt die Bagdadbahn eine neue Bedeutung. Die Strecke wurde zu einer wichtigen Militärverbindung zwischen Anatolien und den Fronten im Nahen Osten.

Truppen und Material konnten nun schneller transportiert werden. Das Gavurdere-Viadukt war dabei ein entscheidendes Element der Strecke.

Die offizielle Einweihung erfolgte am 18. Februar 1917 durch den osmanischen Kriegsminister Enver Pascha. Doch die Bahn litt unter Ressourcenproblemen. Kohle war knapp, deshalb wurden manche Lokomotiven mit Holz betrieben.

Spionage und Sabotage

Die strategische Bedeutung der Bagdadbahn blieb auch den Gegnern nicht verborgen. Britische Agenten versuchten, Informationen über Baufortschritte zu sammeln. Archäologische Expeditionen dienten teilweise als Tarnung.

Bekannt ist vor allem T. E. Lawrence, besser bekannt als Lawrence von Arabien. Seine Aktionen richteten sich jedoch hauptsächlich gegen die südliche Hedschasbahn. Der Taurusabschnitt blieb weitgehend intakt. Die massive Steinbauweise machte gezielte Zerstörungen schwierig.

Nach dem Krieg: Eine Bahn ohne Deutschland

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs verlor Deutschland seinen Einfluss auf die Bagdadbahn. Die Baukonzessionen gingen verloren, viele Ingenieure verließen die Region. Die Siedlung Belemedik verfiel schnell.

Die neue Republik Türkei übernahm später die Bahnstrecke. Interessanterweise holte die Regierung 1924 noch einmal Heinrich August Meißner zurück. Er arbeitete als Berater beim Ausbau des türkischen Eisenbahnnetzes.

Die vollständige Verbindung bis Bagdad entstand erst 1940.

Das Viadukt heute

Mehr als ein Jahrhundert nach seiner Fertigstellung ist das Gavurdere-Viadukt noch immer in Betrieb. Die türkische Staatsbahn TCDD nutzt die Strecke weiterhin für Personen- und Güterverkehr.

Züge wie der Central Anatolian Blue Train überqueren die Brücke regelmäßig. Das Bauwerk gilt heute als wichtiges technisches Denkmal. Gleichzeitig ist es ein beliebtes Ziel für Touristen und Eisenbahnfans.

Die Brücke im Kino

Internationale Bekanntheit erhielt das Viadukt 2012 durch den Film „Skyfall“. In der Eröffnungssequenz des James-Bond-Films findet eine Verfolgungsjagd auf einem Zug statt, die auf der Brücke endet.

Diese Szene machte das Bauwerk weltweit bekannt. Seitdem besuchen deutlich mehr Touristinnen und Touristen die Region.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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