Maschinenbaukonjunktur 28.01.2025, 18:00 Uhr

VDMA: Abwärtstrend bei Robotik und Automation hat „handfeste strukturelle Ursachen“

Die deutschen Hersteller in der Robotik und Automation verzeichneten 2024 ein Umsatzminus von 6 %. Auch 2025 sieht es kaum besser aus.

Die weiterhin starke Abhängigkeit von der Automobilindustrie fürhrte 2024 zu deutlichen Auftragseinbrüchen in der Robotik und Automation. Das Bild zeigt einen mobilen Roboter von Kuka auf der Messe Automatica in München. Foto: M. Ciupek

Die weiterhin starke Abhängigkeit von der Automobilindustrie fürhrte 2024 zu deutlichen Auftragseinbrüchen in der Robotik und Automation. Das Bild zeigt einen mobilen Roboter von Kuka auf der Messe Automatica in München.

Foto: M. Ciupek

Schon seit Langem versuchen Hersteller in der Robotik unabhängiger von der Automobilindustrie zu werden. In Teilen ist ihnen das gelungen. Aber scheinbar reicht das nicht. Denn trotz immer einfacher zu bedienender Roboter brachen die Auftragseingänge in der Robotik und Automation in Deutschland laut Branchenverband im vergangenen Jahr im Inland um 16 % gegenüber dem Vorjahr ein. Auch die Auslandsnachfrage ging dabei um 2 % zurück.

Somit schlossen die Unternehmen das vergangene Jahr mit einem Umsatz von –6 % bei 15,2 Mrd. € ab. Auch für 2025 sieht der VDMA-Fachverband keine Besserung und prognostiziert einen weiteren Rückgang um 9 % auf einen Umsatz von dann 13,8 Mrd. €.

VDMA: Abwärtstrend hat „handfeste strukturelle Ursachen“

Dietmar Ley, Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation, machte dazu deutlich: „Die Umsatzentwicklung der Robotik- und Automationsbranche signalisiert Handlungsbedarf.“ Denn: „Der Abwärtstrend basiert nicht allein auf zyklischen Nachfrageschwankungen, sondern hat inzwischen ganz handfeste strukturelle Ursachen.“ Als Beispiel nannte er die zu große Abhängigkeit der Robotik- und Automationsbranche von der deutschen Automobilindustrie. Hinzu kommen laut Ley Schwächen in der Wettbewerbsfähigkeit, die Wirtschaft und Politik mit konsequenten Reformen adressieren müssen.

Zahlen vom VDMA-Fachverband zeigen: Die deutsche Robotik und Automation verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Grafik: VDMA Robotik + Automation

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
noris network AG-Firmenlogo
Senior Datacenter Engineer / Elektroingenieur (m/w/d) - Fokus Infrastruktur & Systemstabilität noris network AG
Nürnberg Zum Job 
Landkreis Grafschaft Bentheim-Firmenlogo
Klimaschutzkoordinator*in (m/w/d) Landkreis Grafschaft Bentheim
Nordhorn Zum Job 
Netzgesellschaft Potsdam GmbH-Firmenlogo
Projektleiter / Bauleiter (m/w/d) Netzbau und Anlagenbau Strom Netzgesellschaft Potsdam GmbH
Potsdam Zum Job 
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG-Firmenlogo
Ingenieur Messstellenbetrieb Erdgas, Wasser und Wärme (w/m/d) Infraserv GmbH & Co. Höchst KG
Frankfurt am Main Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) Straßenbau - Außenstelle Hagen Die Autobahn GmbH des Bundes
MVV Biogas GmbH-Firmenlogo
Betriebsingenieur Biogas (m/w/d) MVV Biogas GmbH
Barby, Bernburg (Saale), Dresden, Wanzleben-Börde, Kroppenstedt, Staßfurt Zum Job 
Gemeinde Pullach i. Isartal-Firmenlogo
Mitarbeiter (m/w/d) für den technischen Bauunterhalt Gemeinde Pullach i. Isartal
Pullach i. Isartal Zum Job 
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Vertriebsingenieur/ Projektleiter (m/w/d) Medizintechnik (CT) und Windkraft Asien Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
Aarsleff Rohrsanierung GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) Aarsleff Rohrsanierung GmbH
Röthenbach Zum Job 
Stadt Freiburg-Firmenlogo
Ingenieur*in / Techniker*in / Meister*in Elektrotechnik als Projektleitung Stadt Freiburg
Freiburg Zum Job 
RHEINMETALL AG-Firmenlogo
Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) RHEINMETALL AG
deutschlandweit Zum Job 
Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein-Firmenlogo
Bauingenieurin / Bauingenieur (w/m/d) für den Bereich Straßenbau Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein
Kiel, Flensburg, Rendsburg, Itzehoe, Lübeck Zum Job 
HAMBURG WASSER-Firmenlogo
Abteilungsleitung Kläranlage Prozessführung Abwasser (m/w/d) HAMBURG WASSER
Hamburg Zum Job 
Messe Berlin GmbH-Firmenlogo
Teamleiter:in (m/w/d) Einkauf für Bau- und Planungsleistungen Messe Berlin GmbH
Klinikum Leverkusen Service GmbH-Firmenlogo
Mitarbeiter (m/w/d) für das Bauprojektmanagement Klinikum Leverkusen Service GmbH
Leverkusen Zum Job 
Ruhrbahn GmbH-Firmenlogo
Referent (w/m/d) Multiprojektmanagement Ruhrbahn GmbH
Forschungszentrum Jülich GmbH-Firmenlogo
Wissenschaftliche:r Koordinator:in der Graduiertenschule HITEC im Bereich Energie- und Klimaforschung (w/m/d) Forschungszentrum Jülich GmbH
Jülich Zum Job 
Hamburg Wasser-Firmenlogo
Ingenieur Projektleitung Großprojekte Wasserwerke (m/w/d) Hamburg Wasser
Hamburg Zum Job 
Sweco GmbH-Firmenlogo
Teamleitung Verkehr & Wasser (w/m/x) Sweco GmbH
Hannover Zum Job 
Stadtwerke Strausberg GmbH-Firmenlogo
Techniker Stromnetz - Netzkoordination & Digitalisierung (m/w/d) Stadtwerke Strausberg GmbH
Strausberg Zum Job 

Reformen und mehr Tempo bei Innovationen in der Robotik nötig

Ley skizzierte aber auch einen Ausweg: „Die Unternehmen der deutschen Robotik- und Automationsbranche müssen die eigene Wettbewerbsfähigkeit in den Fokus nehmen.“ Dabei gelte es insbesondere mehr Tempo bei Innovationen zu machen. „Benötigt wird zudem mehr Agilität, um schneller auf die Kundennachfrage zu reagieren und sich von Wettbewerbern aus dem Ausland abzusetzen. Schließlich müssen auch wir die Kosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau bringen“, so der Fachverbandsvorsitzende.

Einen Grund für schleppende Investitionen in die Robotik und Automation in Deutschland sieht er auch in der Politik: „Standortnachteile wie überbordende Regulierung und zu hohe Kostenbelastung können wir uns im internationalen Wettbewerb nicht länger leisten. Die Wirtschaft benötigt am Standort Deutschland verlässliche Rahmenbedingungen, die Wachstum unterstützen und nicht ausbremsen.“

Ley forderte deshalb eine entschlossene Reformagenda. Er sieht aber weiterhin gute Perspektiven für seine Branche. Denn: „Alle langfristigen Wachstumstrends für unsere Zukunftsbranche sind weiter intakt. Wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen“, betont er.

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.