Einsatz in Südkorea 29.09.2025, 12:30 Uhr

Kochroboter ersetzt Feldküche: Deutsches Start-up beliefert US-Armee

Container mit Roboterküche sollen künftig für die Verpflegung von Soldaten und Soldatinnen sorgen. In Südkorea soll nun eine erste vollautonome Roboterküche für den Zweck installiert werden.  

In einer Kantine des Universitätsklinikums in Tübingen kommen die Kochroboter des Hamburger Start-ups goodBytz bereits zum Einsatz. Foto: picture alliance/dpa/Bernd Weißbrod

In einer Kantine des Universitätsklinikums in Tübingen kommen die Kochroboter des Hamburger Start-ups goodBytz bereits zum Einsatz.

Foto: picture-alliance/dpa/Bernd Weißbrod

Ursprünglich für den Einsatz in Kantinen konzipiert, könnten Kochroboter künftig auch Feldküchen beim Militär ersetzen. Ein erstes Leuchtturmprojekt soll noch in diesem Jahr mit der Installation eines Containers auf einer US-Basis in Südkorea realisiert werden. Mittendrin ist das Hamburger Food-Tech-Start-up GoodBytz. Laut dem Unternehmen ist im Frühjahr 2026 bereits die Installation einer weiteren Anlage geplant.

Für Hendrik Susemihl, CEO und Mitgründer von GoodBytz, ist das ein bedeutender Schritt: „Die Zusammenarbeit mit der U.S. Army ist Auftakt für eine größere Vision. Wir wollen die Ernährung in Defense-Szenarien grundlegend transformieren. Unser Ziel ist es, Soldatinnen und Soldaten weltweit rund um die Uhr mit frischen Mahlzeiten zu versorgen, unabhängig von Ort, Zeit und Personalverfügbarkeit.“

Kochroboter für die Armee kommt im Container

Die bisherigen Lösungen bestehen aus einer Mischung aus Verkaufsroboter und Industrieanlage. Die Aufstellfläche beträgt laut Firmenhomepage zwischen 6,75 m² für den kleinsten Kochautomat und 12,75 m² für den Einsatz in hoch frequentierten Bereichen. Zum Vergleich: Ein klassischer Überseecontainer (20 TEU) hat eine Aufstellfläche von etwa 15 m². Solche Container ließen sich dann auch auf Lkw an verschiedene Einsatzorte transportieren.

Kochroboter

Blick ins Innere des Kochroboters: In dieser Anlage wurde auf der Messe Automatica für die Standbesucher des Roboterherstellers Fanuc gekocht.

Foto: M. CIupek

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GoodBytz steigt damit in ein neues Marktsegment ein: Es ist für die Hamburger der erste Abschluss mit dem weltweit größten Verteidigungskunden und zugleich die erste Lieferung an einen Nato-Partner.  Die zweite Auslieferung im Frühjahr 2026 soll eine neu entwickelte 20-Fuß-Containerlösung des Unternehmens sein. Sie ist für Missionen in abgelegenen Regionen ausgelegt, in denen klassische Versorgungsstrukturen an Grenzen stoßen.

Die Lösung basiert laut Hersteller auf Erfahrungen mit Kunden in Deutschland und Österreich und garantiert höchste Zuverlässigkeit selbst unter extremen Bedingungen. In diesem Jahr hatte eine Anlage von GoodBytz beispielsweise Personen auf dem verregneten Musikfestival in Wacken mit Speisen versorgt. „Wir sind stolz, diesen ersten Schritt mit der U.S. Army zu gehen. Dieser Erfolg beweist, dass GoodBytz bereit ist, die anspruchsvollsten Kunden weltweit auf höchstem Niveau zu bedienen, und markiert den Beginn unserer Expansion über Europa hinaus“, freut sich Susemihl.

Roboter kochen in verschiedenen Anwendungen

Der Verteidigungssektor soll aber nur ein möglicher Einsatzbereich sein. Das Start-up sieht Anwendungen vor allem in zahlreichen weiteren Bereichen, vom Event-Catering über humanitäre Einsätze bis hin zur Versorgung entlegener Industriestandorte.

Bereits heute betreiben die modularen Automatisierungssysteme zahlreiche Verpflegungslösungen im B2B-Catering und in der Systemgastronomie. Als Herzstück dient eine intelligente Middleware (Software), eine hardwareunabhängige, flexible Plattform, die die Effizienz in traditionellen Küchenumgebungen maximiert. GoodBytz hat sich auf die Fahnen geschrieben, frische Lebensmittel jederzeit und für jeden zugänglich zu machen und damit den technologischen Wandel in der Gastronomiebranche voranzutreiben.

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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