Automatisierung körperlicher Arbeit 15.04.2025, 13:30 Uhr

Autonomer Roboter für die Solarpanel-Montage spendet sogar Schatten

Felder mit Solarzellen lohnen sich besonders in sonnenreichen Regionen. Allerdings ist die Montage dort wegen der Hitze besonders beschwehrlich. Autonome Roboter sollen das jetzt ändern.

Der autonome Roboter mit Kettenantrieb hebt die etwa 30 kg schweren Solarpanels und bringt sie in die richtige Position. Dort müssen sie nur noch festmontiert werden. Foto: Rosendin

Der autonome Roboter mit Kettenantrieb hebt die etwa 30 kg schweren Solarpanels und bringt sie in die richtige Position. Dort müssen sie nur noch festmontiert werden.

Foto: Rosendin

Auch wenn US-Präsident Donald Trump eher auf den Ausbau der Öl- und Gasförderung setzt, laufen in den Vereinigten Staaten weiterhin Aktivitäten zum Ausbau erneuerbarer Energien. Gerade in sonnenreichen Gegenden lohnt sich dort der Aufbau von Solarparks. Doch wer möchte die großen Panels in der Hitze montieren? Erleichterung sollen nun Roboter bringen, die gleichzeitig für eine Arbeit im Schatten sorgen.

So wird das Solarpanel dank Roboter zum Schattenspender

Die autonome Roboterlösung für die Installation von Solarmodulen besteht im Wesentlichen aus drei Modulen: einem mobilen Modul mit Kettenantrieb, einem darauf aufgesetzten Industrieroboter sowie einem weiteren mobilen Roboter zum Transport der zu montierenden Solarpanels. Diese Roboter fahren autonom zwischen den Reihen der bereits vorinstallierten Metallgestelle entlang und positionieren die Solarmodule an der richtigen Stelle. Dort müssen sie nur noch vom Montagepersonal festgezogen werden. Die Panels bieten ihnen dabei Schutz vor Sonne, aber auch Regen.

„Es ist keine Arbeit, die Menschen nicht tun können, aber es ist eine Arbeit, die sie nicht tun sollten“, begründet Bill Mazzetti den Robotereinsatz. Er ist beim kalifornischen Elektrounternehmen Rosendin Electric für Forschung und Entwicklung zuständig. Mazzetti sagt:  Es sein kaum Personal zu finden, das die etwa 30 kg schweren Solarmodule bei 37 °C gut zehn Stunden lang montieren kann. Nach Unternehmensangaben erfolgt die Installation der Solarpanels dank der Roboter dreimal so schnell wie bisher. Zudem werde die Sicherheit der Arbeiter erhöht und dem Mangel an Arbeitskräften begegnet.

Autonome Roboter im Solarfeld: Lidar und GPS helfen bei der Orientierung

Für den autonomen Betrieb verfügt das Robotersytem über Lidar-Sensoren, die Hindernisse erkennen und Kollisionen vermeiden. Die mobilen Roboter fahren auf Raupenantrieben und sind damit auch in unebenem Gelände manövrierfähig. Die Positionierung von Modulen erfolgt laut Rosendin mit einer Genauigkeit von 2 mm. Dazu werden sowohl GPS-Signale als auch komprimierte Bilddaten (sogenannte KMZ-Karten) genutzt.

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Bei einer Live-Demonstration am 17. April 2025 soll das System seine Einsatzfähigkeit demonstrieren: Die Renewable Energy Group (RREG) von Rosendin wird das Robotersystem bei einem großen Solarenergieprojekt einsetzen, das derzeit im Westen von Texas entsteht. Mitarbeitende sollen dabei die Funktionen des Roboters demonstrieren. In der Echtzeit-Demonstration ist geplant, dass die Monteure mit dem Robotersystem zusammenarbeiten und gemeinsam Module installieren.

Was zu erwarten ist, haben bereits Feldtests für ein ähnliches Solarprojekt in Danevang, Texas, gezeigt. Dort wurden laut Rosedin mit einem Zwei-Mann-Team, das mit den Robotern zusammenarbeitete, Installationsraten von 350 bis 400 Modulen pro Acht-Stunden-Schicht erreicht.

David Lincoln, Senior Vice President von Rosendin, geht davon aus, dass das Robotersystem „die Installation von Anlagen für erneuerbare Energien weltweit revolutionieren wird“. Entwickelt wurde es von Rosendin in Zusammenarbeit mit ULC Technologies. Die Firma entwickelt Roboterlösungen speziell für den Energiesektor. Der funktionsfähige Prototyp ist laut Unternehmensangaben für den Einsatz unter extremen Temperaturen, bei Wind und Regen, Pfützen und Schlamm konzipiert. Er kann zudem in unebenem, steilem und felsigem Gelände eingesetzt werden und bleibt bis einer Neigung 30 Grad standfest.

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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