Kleinsatelliten: Warum sie eine Riesenchance und ein großes Risiko sind
01. September 2021

Satelliten: Positionspapier von VDI und BDI
Kleinsatelliten als Schlüsselkomponente der Raumfahrt
- Schnelles Internet an jedem Ort wie bei Starlink
- Digitale Vernetzung von Geräten (Internet der Dinge)
- Erdbeobachtungsdaten und Messungen für die Klimaforschung und den Katastrophenschutz
- Navigationssysteme, perspektivisch etwa auch für autonome Fahrzeuge
- Ankeraufträge vergeben
- Wettbewerb:
- Industrielle Produktion fördern:
- Integrierte Wertschöpfungskette schaffen:
Was ist ein Kleinsatellit?
- Minisatelliten (100–500 kg)
- Mikrosatelliten (10–100 kg)
- Nanosatelliten (1–10 kg)
- Picosatelliten (0,1–1 kg)
- Femtosatelliten (< 0,1 kg).
Weltraumschrott durch Satelliten


Vor wenigen Monaten war Weltraumschrott tatsächlich mit der ISS kollidiert. Ein Trümmerstück hatte den 18 Meter langen Roboterarm „Canadarm“ der ISS getroffen, der die Crew bei Wartungsarbeiten unterstützt. In dem Arm klafft nun ein Loch, die Canada Space Agency (CSA) hatte den Schaden bei Routineinspektion im Mai entdeckt. Die Funktion des wichtigen Gerätes sei aber bislang nicht beeinträchtigt, heißt es bei der Nasa.
SpaceX schießt immer mehr Kleinsatelliten ins All
Müllgebühren für Unternehmen wie SpaceX?
Die Entstehung von Weltraumschrott, der durch Kollisionen entsteht, ließe sich so künftig vermeiden. Doch was ist mit dem Schrott, der schon da ist? Rund 6.500 Tonnen davon rasen um die Erde. Die Robotikmission DEOS des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) sollte eine mögliche Lösung zeigen: Mithilfe von Robotern sollten havarierte Satelliten aus der Umlaufbahnen geborgen und auf einen Absturzorbit gebracht werden, so die Idee.
Ein Team der Uni Würzburg hatte bereits Experimente zur Sensorik für ein zuverlässiges Andocken eines Service-Satelliten an eine defekte, zu entsorgende Raumsonde durchgeführt. Doch das das DEOS-Projekt wurde 2018 aufgegeben – auch aus Kostengründen. „Technisch wäre das möglich, aber es scheitert am Geld“, so Klaus Schilling vom Zentrum für Robotik und Telematik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. „Man müsste eigentlich Müllgebühren von Satellitenbetreibern erheben“, findet er – so ließen sich Aufräum-Projekte finanzieren.
Auch hier könnten Kleinsatelliten eine Lösung sein: Die kostengünstigen könnten an Schrottteilen andocken und diese in Richtung Atmosphäre lenken, wo sie dann verglühen.
TU Berlin entwickelt neue Serie von Kleinsatelliten

Über zwei zentrale Schnittstellen können sämtliche Mikrocontroller der Satelliten programmiert und automatisierte Funktionstests durchgeführt werden. Danke der geringen Größe lassen sich viele dieser Kleinstsatelliten parallel vor dem Start testen.
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