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KI erhöht den Druck zur Weiterbildung

10. August 2026

Redner,der einen Vortrag auf einer Business-Konferenz hält.
Weiterbildung wird für Beschäftigte angesichts von KI und Automatisierung immer wichtiger. Foto: PantherMedia / kasto
KI und Weiterbildung: Immer mehr Beschäftigte fürchten Jobverlust durch KI und setzen auf neue Kompetenzen. Warum lebenslanges Lernen jetzt entscheidend ist.
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„Fear of Becoming Obsolete“ (FOBO) – die Angst, durch KI und Automatisierung beruflich überflüssig zu werden, beschäftigt viele Beschäftigte. Laut dem aktuellen Hiring Trends Update von Stepstone befürchten 35 %, dass ihr eigener Job durch KI oder Automatisierung überflüssig wird. Für viele wächst damit auch der Druck, sich beruflich weiterzuentwickeln.

76 % der Beschäftigten fühlen sich gefordert, kontinuierlich neue Kompetenzen zu erwerben, um beruflich anschlussfähig zu bleiben. Viele setzen das bereits um: 83 % haben sich im vergangenen Jahr weitergebildet. 35 % haben sich dabei konkret mit KI-Anwendungen beschäftigt. Weiterbildung wird damit für viele zu einem wichtigen Teil der beruflichen Anpassung an den technologischen Wandel.

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„FOBO beschreibt ein reales Gefühl am Arbeitsmarkt: Viele Menschen erleben, dass KI und Automatisierung Tätigkeiten verändern und fragen sich, welche Rolle ihre eigenen Fähigkeiten künftig noch spielen“, sagt Dr. Christina Langer, Senior Economist bei The Stepstone Group.

Gleichzeitig zeigten die Daten, dass Beschäftigte nicht abwarteten, sondern sich aktiv mit neuen Anforderungen auseinandersetzten. Dieser Wille zur Veränderung sei eine große Chance für den Arbeitsmarkt und gerade in Zeiten des Wandels entscheidend für den beruflichen Erfolg.

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Berufseinsteiger fühlen sich besonders gefordert

Vor allem Menschen am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen unter Druck, sich auf den Wandel einzustellen. 49 % der Menschen in Ausbildung, Praktikum oder Werkstudium befürchten, mittelfristig durch KI oder Automatisierung ersetzt zu werden. Bei Führungskräften liegt dieser Anteil mit 22 % weniger als halb so hoch.

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Damit Beschäftigte neue Anforderungen bewältigen können, sind entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten in den Unternehmen entscheidend. Doch hier gibt es noch Nachholbedarf: Nur 40 % der Beschäftigten sagen, dass ihr Arbeitgeber ihnen echte Chancen bietet, neue Fähigkeiten zu erlernen.

Auch aus Sicht der Personalverantwortlichen investieren Unternehmen noch nicht ausreichend in die Vorbereitung auf den Wandel. Nur 52 % geben an, dass ihre Organisation aktiv in Weiterbildung oder Umschulung investiert, um für künftige Anforderungen gerüstet zu sein.

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„Die Beschäftigten sehen die Veränderung, und viele sind bereit, sich darauf einzulassen. Genau diesen Veränderungswillen sollten Unternehmen nutzen. Wer jetzt aus kurzfristigem Kostendruck vor allem Stellen abbaut, verschärft langfristig sein eigenes Fachkräfteproblem. Die bessere Antwort ist, Beschäftigte gezielt zu befähigen: mit klarer Orientierung, Zeit zum Ausprobieren und Weiterbildung, die direkt am Arbeitsalltag ansetzt“, fordert Langer.

Zur Studie

Das „Hiring Trends Update 2026“ erscheint zweimal im Jahr und basiert in der aktuellen Ausgabe auf einer Befragung von 6.114 Beschäftigten und 800 Personalverantwortlichen in Deutschland. Die Befragung fand vom 23. April bis 6. Mai 2026 statt.

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